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Auf neuen Wegen zur Datensicherheit Deduplizierung eröffnet Optionen bei Backup & Recovery

Autor / Redakteur: Gernot Alexander / Nico Litzel

Datensicherung auf Band oder auf Festplatte? Das ist für viele die große Frage, wenn es um Backup und Recovery geht. Bei aktuellen Daten, die häufig genutzt werden, ist die Antwort klar: Nur Online-Plattenspeicher bieten die notwendige Performance, um Daten schnell zu kopieren und sie bei Bedarf auch rasch wieder herzustellen zu können. Bei alten Daten spielt dagegen das Sichern auf Bandsystemen seine Vorteile aus: Niedrigere Kosten pro Terabyte und ein wesentlich geringerer Energieverbrauch. Doch was ist mit den Daten, die nicht klar in eine der beiden Kategorien passen?

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Administratoren stehen vor einem Dilemma: Wohin mit den Backup-Daten? Bänder sind preiswert, aber langsam. Festplatten hingegen sind schnell, aber relativ teuer im Unterhalt. Deduplizierung löst dieses Problem und verbindet Kosteneffizienz mit Performance.
Administratoren stehen vor einem Dilemma: Wohin mit den Backup-Daten? Bänder sind preiswert, aber langsam. Festplatten hingegen sind schnell, aber relativ teuer im Unterhalt. Deduplizierung löst dieses Problem und verbindet Kosteneffizienz mit Performance.
( Archiv: Vogel Business Media )

Daten, die sich nicht eindeutig in eine der beiden eingangs genannten Kategorien einordnen lassen, sind in den meisten Betrieben zwischen zwei und sechs Monaten alt. Angesichts der rapide steigenden Datenmengen (Stichwort „Information Explosion“) benötigen auch diese immer mehr Backup-Kapazität. Einerseits gilt es, möglichst wenig Festplattenspeicher für das Backup und Recovery zu nutzen und somit die Kosten für die Sicherung niedrig zu halten. Andererseits soll im Schadensfall die Wiederherstellung schnell gehen, um teure Ausfallzeiten zu vermeiden.

Neue Deduplizierungs-Lösungen eröffnen vielen Unternehmen einen Ausweg aus diesem Dilemma. Das Prinzip dahinter besagt, dass mehrfach vorhandene Daten – abgesehen vom Original – durch sogenannte Pointer auf dem Festplattensystem ersetzt werden. Dieser Lösungsansatz setzt auf der Block-Ebene an und sorgt für eine drastische Reduktion der Datenmengen bei Backup und Recovery.

Der Nutzungsgrad von Backup-Festplattenspeicher lässt sich so bis um den Faktor 50 steigern. Damit können auch nicht mehr ganz aktuelle Daten länger auf den „teuren“ Festplatten verweilen.

Zwei Wege führen zum Ziel

Doch Deduplizierung ist nicht gleich Deduplizierung. Mittlerweile sind mehrere Varianten dieser Technik auf dem Markt, die sich an unterschiedliche Anwender richten – vom Kleinbetrieb bis zum Großkonzern.

Bei vielen kleineren und mittleren Unternehmen gibt es ein einstufiges Backup und Recovery, das aus einer einzigen Datensicherungslösung besteht. In diesem Fall sollten sich Unternehmen für Produktlösungen mit der dynamischen Deduplizierung entscheiden. Denn bei diesem Deduplizierungs-Verfahren werden die Daten bereits während des Sicherungsprozesses dedupliziert (Inline-Processing). Dadurch verringert sich das auf dem Festplattensystem zu sichernde Datenvolumen.

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