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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

Der System-verwaltete Speicher im Mainframe-Umfeld, Teil 2

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Auswahlkriterien für den System Resource Manager

Wenn diese „primary candidate“-Liste nicht leer ist, wird sie an die z/OS-Komponente System Resource Manager (SRM) übergeben. SRM wählt dann eines oder mehrere Volumes von dieser Liste aus. Kriterien für SRM sind z. B. die kürzeste Wartezeit für eine I/O auf dem betreffenden Volume oder das Volume ist noch nicht für den momentanen Job im Einsatz. Falls die primary Liste leer ist, versucht DFSMS aus der secondary Liste direkt ein oder mehrere Volumes auszuwählen, ohne über den SRM zu gehen. Das wichtigste Kriterium ist dann der verfügbare freie Platz.

Nachdem eines oder mehrere Volumes ausgewählt wurden, wird die Datei auf dem betreffenden Volume platzmäßig angelegt (Volume Allocation) und ein entsprechender Eintrag im Katalog erstellt. Sollte die Allocation nicht erfolgreich sein, wird die Volume Selection so oft wiederholt, bis entweder Volumes gefunden werden, um die Datei dort anzulegen, oder der Prozess bricht am Ende mit einer entsprechenden Nachricht ab, wenn kein geeignetes Volume gefunden werden konnte.

SMS für Tape

Policy-basierendes Storage Management für Tape Libraries DFSMS verwaltet nicht nur die Dateien in einem Disk-Storage-Subsystem, sondern auch die Daten und Einheiten in einer Tape Library. Das gilt für automatische Tape Libraries mit einem Robotorzugriff zu den Kassetten und Stellplätzen oder für sogenannte „Manual Tape Libraries“ mit manuellem Laden der Kassetten in ein Tape-Laufwerk.

DFSMS gruppiert in diesem Ansatz die Kassetten und die zugehörigen Kassetten-Laufwerke in einer entsprechenden Tape Storage Group. System-managed Tape verwaltet die Tape Libraries, die Tape-Laufwerke und die Tape-Kassetten selbst, aber nicht die einzelnen Dateien, die auf diesen Tape-Kassetten stehen.

Diese Funktion gewährleistet DFSMSrmm (Removable Media Manager), indem er ein Verzeichnis führt, welche Datei sich auf welcher Kassette befindet. Die Kassetten haben ebenfalls ein Label, das ähnlich ist wie bei den Disk Volumes. Die Abbildung „System-managed Tape“ in der Bildergalerie zeigt, wie über die ACS-Routinen für eine bestimmte Datei auf Tape eine bestimmte Tape Library zugewiesen wird.

Die Policy-basierende Speicherverwaltung für Dateien auf Tapes kann auch auf die betroffenen Libraries selbst über eine sogenannte Outboard-Verwaltung ausgelagert werden. DFSMS weist die Konstrukte Data Class, Storage Class und Management Class von einer Tape-Datei dem Tape-Subsystem zu und übergibt diese Konstrukt-Namen (construct names) an die Library. Die Ausprägung der „Constructs“ wird in der Library selbst definiert und dann entsprechend ausgeführt – im Gegensatz zu dem zentralen Ansatz von DFSMS im Host.

DFSMSrmm verwaltet die eigentlichen Dateien auf den Kassetten. Auch hier werden Attribute aus der Management Class entsprechend angewandt wie z. B. Lebensdauer und automatisches Löschen der Dateien, wenn die Dateien über einen definierten Zeitraum nicht referenziert wurden.

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