Anbieter zum Thema
Wieviel Prozent Ihrer Backup-Software-Anwender speichern inzwischen Daten in der Cloud?
Sandra Adelberger: Wie die Studie von Acronis in Zusammenarbeit mit IDC belegt, liegt die Akzeptanz von Cloud international hinter den Vereinigten Staaten zurück: Während bereits 93 % der US-amerikanischen KMUs einen Teil ihrer Daten in die Cloud sichern, beträgt der globale Wert nur 65 %.
So sind es 57 % der KMUs im asiatisch-pazifischen Raum und 63 % in Westeuropa. Von Unternehmen, die kein Backup in der Cloud ablegen wollten, nannten Firmen aus Westeuropa und dem asiatisch-pazifischen Raum sehr viel häufiger Sicherheitsbedenken als Grund dafür, als US-amerikanische Firmen.
Nur 33 % der Befragten aus den Vereinigten Staaten verwiesen auf Sicherheitsbedenken für die Ablehnung von Cloud-Backup, wogegen es bei den westeuropäischen Firmen 59 % und bei den Firmen aus dem asiatisch-pazifischen Raum 45 % taten. Zu regionalen Angaben unserer Kunden liegen keine aktuellen Erkenntnisse vor.
Die Verfügbarkeit unternehmenskritischer Daten erfordert, dass diese Daten gespiegelt werden. Mittels einer Sicherheitskopie in der Cloud wie auch Snapshots sind die wichtigen Daten eigentlich gut geschützt. Ist es da nicht langsam möglich, auf das Tape-Backup zu verzichten?
Sandra Adelberger: Die Cloud bietet gerade auch für kleinere Unternehmen eine zusätzliche Absicherungsmöglichkeit ihrer Daten, aber auch der Einsatz von Tape verändert sich. Viele Unternehmen nutzen bereits eine sogenannte Disk-to-Disk-to-Tape-Strategie, um ihre Daten optimal abzusichern.
Dabei werden unterschiedliche Speichermedien genutzt. Wie bereits in Frage 6 angesprochen ist Tape nach wie vor eine kostengünstige Lösung, wenn es um eine langfristige Aufbewahrung von Daten geht.
Bei immer mehr Unternehmen wird inzwischen Cloud-Storage als sichere und kosteneffiziente Offsite-Lösung in die Strategie mit einbezogen. Sie verfolgen dann eine sogenannte „3-2-1 Strategie“. Dabei werden drei Kopien der Daten vorgehalten, eine primär und zwei als zusätzliche Absicherung auf zwei verschiedenen Speichermedien. Eine dieser Datensicherungen sollte dabei auf jeden Fall offsite abgelegt werden.
Beschreiben Sie bitte, was die gravierenden Veränderungen beim Disaster Recovery in den letzten drei Jahren sind?
Sandra Adelberger: In Zeiten in denen Naturkatastrophen, wie beispielsweise Hochwasser, immer häufiger werden, ist auch Disaster Recovery im Sinne von schnellen und vollständigen Wiederherstellungsmöglichkeiten bei Unternehmen vermehrt gefragt.
Dabei ist zu beachten, dass Disaster Recovery heutzutage mehr ist, als die Wiederherstellung nach einem physischen Systemausfall. Je nach Infrastruktur (physische oder virtuelle Umgebung) ergeben sich unterschiedliche Einsatzszenarien für Disaster Recovery Strategien.
Beispiel hierfür kann der Verlust wichtiger System-Dateien sein oder auch Fehler in Datenbank-Umgebungen, die eine komplette System-Wiederherstellung innerhalb kürzester Zeit verlangen. Und eine Neu-Installation des kompletten Systems ist zeitlich meist recht aufwendig.
Diverse Studien belegen außerdem, dass heutzutage der Verlust von Daten für Firmen nicht nur mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden ist, sondern oft auch ein Imageverlust für das jeweilige Unternehmen damit einhergeht.
(ID:43153337)