Wenn es um maximale Flexibilität und hohe Effizienz geht, ist Software-Defined Storage ein interessanter Ansatz. Die Architektur entkoppelt Datenspeicher, Hard- und Software voneinander und ermöglicht somit herstellerunabhängige Storage-Umgebungen.
Software-Defined Storage ermöglicht flexible, effiziente und skalierbare Speicherumgebungen – und ein übersichtliches Datenmanagement.
(Bild: metamorworks - stock.adobe.com)
Die weltweite Datenflut nimmt nach wie vor kein Ende: Infolge der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Trends zu Home-Office und hybridem Arbeiten wurde das Datenaufkommen weiter beschleunigt. Zudem befeuert der Trend zu Industrie 4.0 und dem damit verbundenen umfangreichen Einsatz von Sensoren und entsprechenden Auswertungen die Menge der anfallenden Daten ebenso wie die Nachfrage nach leistungsfähigem Datenmanagement.
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Um diese Entwicklung zu bewältigen, sind flexible, effiziente und skalierbare Speicherumgebungen gefragt. Sie müssen nicht nur moderne Multi- und Hybrid-Cloud- sowie hyperkonvergente Umgebungen („Hyper-Converged Infrastructure“, HCI) abdecken, sondern auch regulatorische und Compliance-Vorgaben zuverlässig erfüllen. In diesem Zuge bietet Software-Defined Storage (SDS) die entsprechenden Möglichkeiten, ohne dabei auf proprietäre Systeme zu setzen. Die Kombination aus Standard-Hardware, Virtualisierung und der Unterstützung von Datei-, Block- und Objektspeicher ermöglicht Unternehmen den Aufbau individueller Storage-Umgebungen.
Klassische Systeme überfordert
Legacy-Systeme sind vom ständig steigenden Datenaufkommen oft überfordert und verfügen nicht über die nötigen Leistungsreserven, um moderne Big-Data-Szenarien zu bewältigen. Die vorhandenen Storage-Lösungen stammen häufig aus einer Hand und bieten Vorteile wie etwa schnellen und gezielten Support. Allerdings sind sie oft auf proprietäre Komponenten oder Software des jeweiligen Anbieters angewiesen („Vendor-Lock-in“), was die mögliche Flexibilität reduziert. Auch Aufrüstung und Modernisierung sind nur in gewissem Maße möglich und verursachen gerne beachtliche Kosten.
Eine mögliche Alternative ist Software-Defined Storage (SDS): Der Architekturansatz entkoppelt die Speicher-Software von der nötigen Hardware und erlaubt damit eine nahezu beliebige Skalierbarkeit. Da derartige Lösungen auch auf Standardkomponenten wie etwa x86-Servern oder COTS-Hardware („Commercial Off-The-Shelf“) funktionieren, lässt sich ein kostengünstiger und herstellerunabhängiger Betrieb realisieren.
SDS im Überblick
Kern der Funktionsweise von SDS-Umgebungen ist die Implementierung einer zusätzlichen Abstraktionsschicht zwischen Datenanfragen und physischer Speicher-Hardware. Im Vergleich zu monolithischen Speichersystemen bietet dieses Konzept einige Vorteile, etwa die bereits erwähnte Unabhängigkeit von spezifischer Hardware: Systeme lassen sich dadurch nach Bedarf erweitern, ohne kostenintensive Speziallösungen bestimmter Anbieter nutzen zu müssen. Vertikale Skalierungsmaßnahmen („Scale-Out“) lassen sich sowohl in Sachen Kapazität als auch Performance nahezu unbegrenzt durchführen. Zudem ermöglichen SDS-Umgebungen Datenmigrationen im laufenden Produktivbetrieb und ohne Ausfallzeiten.
Aufgrund ihres Designs sind SDS-Systeme in der Lage, verschiedenste Datenquellen zu vereinen und deren Kapazitäten automatisiert zu nutzen. Dies deckt nahezu alle denkbaren Quellen ab, von der simplen externen Festplatte über virtuelle Server bis hin zu Cloud-Diensten. Der virtualisierte Datenpfad gestattet den Einsatz von Datei-, Block- und Objektspeicher. Verwaltung und Wartung angebundener Systeme werden über APIs (Application Programming Interfaces) vorgenommen und zentralisiert abgewickelt.
Die Einsatzmöglichkeiten einer SDS-Umgebung sind vielfältig und reichen zum Beispiel von hyperkonvergenten Infrastrukturen über die Archivierung großer Datenmengen bis hin zu Hochverfügbarkeits- und Disaster-Recovery-Umgebungen. Für Zukunftssicherheit ist ebenfalls gesorgt, da die Kompatibilität der einzelnen Datenquellen untereinander nicht von Belang ist. Trotz aller Vorzüge gibt es aber auch Herausforderungen: So ist der Betrieb einer SDS-Umgebung komplex und setzt Personal mit entsprechendem Know-how voraus – angesichts des nach wie vor vorhandenen Fachkräftemangels ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Hervorragende Marktaussichten
Wie die Marktforscher von Mordor Intelligence in einem Ausblick prognostizieren, soll der globale Markt für Software-Defined Storage bis 2027 eine jährliche Zuwachsrate („Compound Annual Growth Rate“, CAGR) von 25,8 Prozent verzeichnen. Als einen der Treiber nennen die Experten die zunehmende Nachfrage nach SDS-Lösungen in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die sich effizientere Speicherumgebungen und Kosteneinsparungen wünschen. Ein weiterer Faktor ist die deutliche Zunahme an unstrukturierten Daten im Unternehmensumfeld. Die Marktforscher sehen zudem, dass sich der Einsatz von Software-Defined Storage während der Corona-Pandemie bewährt hat.
Stand: 08.12.2025
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