Datengetriebene Geschäftsmodelle werden zunehmend zum Alltag. Ohne das Sammeln und Auswerten aller möglicher Informationen haben Unternehmen im Wettbewerb mittlerweile schlechte Karten. Die Basis dafür kann ein leistungsfähiges Datenmanagement in Software-Defined-Storage-Umgebungen (SDS) sein.
Das rasant steigende Datenaufkommen verlangt nach geeigneten Lösungen für die Datenverwaltung. Eine Möglichkeit bieten SDS-Lösungen.
Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass sich das weltweite Datenaufkommen bis 2027 auf gut 287 Zettabyte an erstellten und replizierten Daten belaufen wird. Eine Datenmenge mit Dimensionen, die für viele Menschen kaum zu fassen ist. Ein Grund für dieses immense Datenaufkommen ist auch die immer weiter fortschreitende Digitalisierung. Nahezu jeder Bereich eines Unternehmens ist mittlerweile vernetzt und liefert beständig Informationen. Die Spanne reicht dabei von Desktops, Servern und Anwendungen über mobile Endgeräte und IoT-Systeme („Internet of Things“) bis hin zur umfangreichen Steuerung und Auswertung der Sensor- und Maschinendaten ganzer Fertigungsanlagen.
Die Leser von Storage-Insider haben für die IT-Awards 2024 abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei bei unseren Leserinnen und Lesern beliebtesten Anbieter von Datenmanagement- und SDS-Lösungen 2024:
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Die Speicherung und effiziente Auswertung derartiger Datenmengen bringt herkömmliche Umgebungen schnell an ihre Grenzen. Moderne Infrastrukturen müssen hohe Anforderungen in Sachen Performance, Sicherheit und Konnektivität erfüllen. Dazu zählen zum Beispiel die Anbindung an Multi- und Hybrid-Cloud-Infrastrukturen, das Erfüllen von Compliance- und regulatorischen Vorgaben sowie ausreichend dimensionierte und schnell verfügbare Skalierungsmöglichkeiten. Sowohl Anschaffung als auch Betrieb solcher Systeme können sehr aufwendig und teuer sein.
Mit SDS zur unabhängigen Datenwelt
Der Weg zu derart leistungsfähigen Umgebungen ist steinig und setzt in jedem Fall entsprechend qualifiziertes Fachpersonal voraus. Sind die nötigen Experten vorhanden, lohnt sich ein Blick auf Software-Defined Storage (SDS). Dieses Speicherkonzept entkoppelt die Speicher-Software von der benötigen Hardware. Auf diese Weise wird nicht nur die Abhängigkeit von bestimmten Herstellern („Vendor-Lock-in“) vermieden, sondern auch eine nahezu beliebige Skalierbarkeit erzielt. SDS-Umgebungen unterstützten Technologien wie Virtualisierung sowie Datei-, Block- und Objektspeicher und lassen sich sehr weitgehend an individuelle Anforderungen eines Unternehmens anpassen.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil von SDS-Architekturen ist der Einsatz von Standard-Hardware als Grundlage. Zwar hat der Einsatz proprietärer Lösungen durchaus Vorteile, wie etwa Leistungsgarantien oder schnellen und gezielten Support, dafür sind derartige Umgebungen aber in vielen Fällen vergleichsweise teuer und zudem auf die vom jeweiligen Anbieter vorgesehen Funktionen und Erweiterungsmöglichkeiten beschränkt. SDS-Umgebungen sind hier offener und lassen sich zum Beispiel auf Basis herkömmlicher COTS-Hardware („Commercial Off-The-Shelf“) betreiben, wie etwa herkömmlichen x86-Servern. Die Anschaffungskosten sind entsprechend überschaubar, und ein herstellerunabhängiger Betrieb mit flexiblen Ausbaumöglichkeiten ist gewährleistet.
Alles unter einem Dach
Ein weiterer Vorteil ist die prinzipbedingte Flexibilität von SDS-Umgebungen. Statt eine monolithische Speicherarchitektur zu errichten, sorgen sie für eine zusätzliche Abstraktionsschicht zwischen Datenanfragen und physischer Speicher-Hardware. Somit besteht keine Abhängigkeit von spezifischen Systemen, was einen sehr weitreichenden und unlimitierten Ausbau des Gesamtsystems erlaubt. Auch die horizontale Skalierung („Scale-Out“) wird immens vereinfacht, da sich Speicherplatz und Performance über die Einbindung nahezu beliebiger weiterer Systeme und Server ausbauen lassen.
In Hinblick auf die Datenspeicherung und -verarbeitung herrscht ebenfalls hohe Flexibilität. So lassen sich zum Beispiel Daten im laufenden Produktivbetrieb fast ohne Ausfallzeit migrieren. SDS-Architekturen bringen unterschiedlichste Datenquellen unter einen Hut und nutzen deren Kapazitäten und Funktionen bestmöglich und weitestgehend automatisiert. Dementsprechend kann sich so einiges an Endpunkten in einer SDS-Umgebung tummeln: Die Spanne reicht von simplen externen Festplatten und NAS-Speichern über virtuelle Server bis hin zu hybriden und Multi-Cloud-Services. Der virtualisierte Dateipfad sorgt dafür, dass die Systeme untereinander nicht zwingend kompatibel sein müssen. Wartung und Verwaltung erfolgen meist über APIs („Application Programming Interfaces“) und werden zentral abgewickelt. Mögliche Einsatzszenarien von SDS-Umgebungen sind zum Beispiel hyperkonvergente Infrastrukturen, die Archivierung sehr großer Datenmengen oder Hochverfügbarkeits- und Disaster-Recovery-Umgebungen.
Stand: 08.12.2025
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Der SDS-Markt brummt
Wenig überraschend sind die Marktaussichten im SDS-Segment überaus positiv. Die Marktforscher von Precedence Research erwarten im aktuellen Jahr ein weltweites Gesamtvolumen von rund 49,24 Milliarden US-Dollar. Bis 2034 soll dieser Wert auf rund 576 Milliarden US-Dollar steigen, was einer jährlichen Zuwachsrate („Compound Annual Growth Rate“, CAGR) von beachtlichen 27,9 Prozent entsprechen würde.
Als Treiber gilt vor allem die zunehmende Nachfrage aus kleinen und mittelständischen Unternehmen, die wie Großunternehmen ebenfalls datengetriebene Geschäftsmodelle adaptieren. Mögliche Kosteneinsparungen im Vergleich zu bestehenden Systemen, das anhaltende Datenwachstum und die hohe Flexibilität von SDS-Umgebungen sind weitere Faktoren, die den Markt anfeuern.