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IT-Awards 2023 Die beliebtesten Anbieter von Enterprise-Speichersystemen

Von Martin Hensel 3 min Lesedauer

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In Zeiten von KI, Machine Learning und Big Data Analytics nehmen die Anforderungen an Speicherumgebungen immer weiter zu. Das gilt insbesondere für Systeme, die von Unternehmen vor Ort betrieben werden. Sie müssen hohe Performance und Skalierbarkeit gewährleisten sowie eine gewisse Zukunftssicherheit bieten – und das bei möglichst überschaubarem Investitionsbedarf.

Die Anforderungen steigen: Storage-Systeme für den großen Speicherbedarf müssen hohe Performance-Werte erfüllen und entsprechende Skalierbarkeit ermöglichen.(Bild:  ©74images via Canva.com)
Die Anforderungen steigen: Storage-Systeme für den großen Speicherbedarf müssen hohe Performance-Werte erfüllen und entsprechende Skalierbarkeit ermöglichen.
(Bild: ©74images via Canva.com)

Die immer weiter anschwellende Datenflut bereitet den Unternehmen zahlreiche Herausforderungen. Informationen aus internen und externen Quellen sowie der eigenen Betriebsumgebung inklusive IoT- („Internet of Things“) und Edge-Infrastrukturen gilt es in strukturierter und unstrukturierter Form zu speichern sowie anschließend zu verarbeiten und auszuwerten. Umso besser dies gelingt, desto höher ist die Chance auf Wettbewerbsvorteile und Innovationen – ein moderner, datengetriebener Ansatz ist in der modernen Geschäftswelt nahezu unverzichtbar.

Die Leser von Storage-Insider haben für die IT-Awards 2023 abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei bei unseren Lesern beliebtesten Anbieter von Enterprise-Speichersystemen 2023:

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Die effiziente Analyse riesiger Datenmengen und die daraus entstehenden Vorteile setzen allerdings eine belastbare Storage-Grundlage voraus. Traditionelle Speicherumgebungen sind den Herausforderungen oft nicht mehr oder nur nach beträchtlichem finanziellem und technischem Aufwand gewachsen. Leistungsfähige Technik und die Möglichkeit zur horizontalen Skalierung („Scale-Out“) sind ein absolutes Muss. Zudem muss das nötige Fachpersonal für Implementierung, Betrieb und Wartung vorhanden sein – in Zeiten des Fachkräftemangels kann dies durchaus eine zusätzliche Herausforderung darstellen.

Die Qual der Wahl

Bei der Wahl eines passenden Enterprise-Speichersystems stellt sich zunächst die Frage nach dem Einsatzzweck. Geht es zum Beispiel um reine Archivierungsaufgaben, bieten Systeme auf klassischer Festplattenbasis immer noch ein attraktives Paket aus viel Speicherplatz, hoher Zuverlässigkeit und erschwinglichen Preisen. Durch den Einsatz von SSD-Caching lässt sich ihre Leistung so erhöhen, dass sie auch umfangreichen Aufgaben gewachsen sind.

Für moderne Einsatzzwecke ist die Performance derartiger Systeme aber längst nicht mehr ausreichend. Die schnelle Bereitstellung und Verarbeitung großer Datenmengen erfordert deutlich leistungsfähigere Lösungen. All-Flash-Arrays auf Basis von (NVMe-)SSDs bieten die hierfür nötigen Funktionen. Sie sind in der Lage, Daten extrem schnell und mit niedriger Latenz zu verarbeiten und bereitzustellen. Durch den Einsatz moderner Flash-Speicher erreichen sie extrem hohe IOPS-Werte („Input/Output Operations Per Second“) und können je nach Ausführung auch extrem anspruchsvollen Workloads bewältigen. Im direkten Vergleich mit HDD-basierten Arrays bieten sie zudem Vorteile hinsichtlich Platzbedarf und Energieverbrauch.

Trotz ihres noch immer vergleichsweise hohen Anschaffungspreises sind All-Flash-Systeme im Bereich der Enterprise-Speichersysteme zum Standard für Primärspeicher avanciert und nicht mehr reinen High-End-Szenarien vorbehalten. Festplattenbasierte Lösungen sind dagegen noch vornehmlich in Archiv- und Cold-Storage-Umgebungen oder Infrastrukturen mit moderaten Leistungsanforderungen zu finden. Zur hohen Verbreitung von All-Flash-Arrays haben nicht nur fallende Preise und stark gestiegene Fertigungskapazitäten für SSD-Technik beigetragen, sondern auch ihr gezielt auf den Enterprise-Einsatz zugeschnittener Funktionsumfang. Gängig sind zum Beispiel Deduplizierung, Thin Provisioning, Snapshots, Verschlüsselungsmöglichkeiten und die Anbindung über APIs („Application Programming Interfaces“).

When in doubt, scale out!

Bei Enterprise-Speichersystemen kommen meist „Scale-Out“-Architekturen zum Einsatz. Vereinfacht ausgedrückt, handelt es sich dabei um einen Cluster, der aus einzelnen Knoten („Nodes“) besteht und sich bei Bedarf horizontal skalieren lässt. Dies geschieht durch die Einbindung zusätzlicher Nodes nahtlos und ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs der bestehenden Umgebung. Auf diese Weise können Unternehmen flexibel Rechenleistung und Speicherplatz nach Bedarf ergänzen. Jedes neue System erweitert den Cluster ohnehin in mehrfacher Hinsicht, da seine zusätzlichen Ressourcen wie Prozessoren, Hauptspeicher, Controller und Netzwerk-Hardware zu höherer Bandbreite und Performance beitragen. „Scale-Out“-Umgebungen reorganisieren vorhandene Daten automatisch innerhalb des Clusters und sorgen für deren optimale Verteilung auf die verfügbaren Systeme.

Dieser Ansatz bietet auch auf der wirtschaftlichen Seite einige Vorzüge: So können Unternehmen mit einer erschwinglichen Minimalkonfiguration beginnen und diese im Laufe der Zeit bedarfsgerecht ausbauen. Auch der Verwaltungsaufwand hält sich in Grenzen, da sämtliche Nodes zu einem logischen System aggregiert und zentral verwaltet werden. Automatisierungsmöglichkeiten sorgen hierbei für zusätzliche Entlastung, während Redundanzen – etwa durch selbstständige Datenreplikation auf mehrere Knoten – die nötige Datensicherheit gewährleisten. Funktionen wie rollenbasierte Zugriffskontrollen und isolierte Speicherpools bieten zusätzliche Sicherheit.

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