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Grundlagen moderner Netzwerktechnologien im Überblick – Teil 4 Die klassische Arteneinteilung der Rechnernetze

| Autor / Redakteur: Autor: Dr. Franz-Joachim Kauffels / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Rechnernetze unterschiedlicher Ausdehnung und Funktion arbeiten heute nahtlos zusammen. Für den systematischen Einstieg ist es jedoch wichtig, die klassische Arteneinteilung der Netzwerke zu kennen.

Rechnernetze lassen sich klassisch in LAN, MAN, WAN und GAN einteilen; Bild: Dr. Franz-Joachim Kauffels
Rechnernetze lassen sich klassisch in LAN, MAN, WAN und GAN einteilen; Bild: Dr. Franz-Joachim Kauffels
( Archiv: Vogel Business Media )

Früher hat man die Rechnernetze gerne nach Entfernungsklassen (Fernbereichsnetz WAN Wide Area Network, Lokales Netz LAN Local Area Network, etc.) eingeteilt. Diese Einteilung ist für die meisten bestehenden und neu installierten konventionellen Netze und Systeme auch heute noch sinnvoll, wird aber zunehmend dadurch aufgeweicht, dass sich Dienste mehr und mehr über verschiedene Netze hinweg erstrecken. Beispiele hierfür sind E-Mail und Internet-Telefonie.

Zwischenzeitlich haben sich neue Technologien wie das IP-Switching entwickelt, bei denen die durchschnittliche Entfernung zwischen zwei Stationen praktisch vollkommen egal ist. Auch die bisher geltende Regel, dass Fernnetze in der Anzahl der Bits pro Sekunde, die sie übertragen können, etwas langsamer sein müssten als ortsbegrenzte, lokale Netze, wird durch die neuen Switching-Technologien völlig auf den Kopf gestellt.

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Ein wichtiges Leistungsmerkmal eines jeden Netzes ist die Übertragungsgeschwindigkeit, die einem angeschlossenen Rechner zur Verfügung steht. Man misst sie in Bits pro Sekunde (bits per second; bps) oder Vielfachen wie kbps (Kilobit pro Sekunde) und Mbps (Megabit pro Sekunde). Eine Messung in Byte hat sich nicht durchgesetzt.

Am Anfang war das Protokoll

Begonnen hat die Entwicklung der Rechnernetze mit dem zaghaften Zusammenschalten damaliger Rechner über Telefonleitungen. Man musste Konventionen finden, damit sich die Rechner untereinander verstehen und z.B. in die Lage versetzt wurden, selbst zu wählen, wenn eine Verbindung zu einem anderen Rechner gewünscht wurde. Außerdem sollten die Daten bei der Übertragung in handliche, übersichtliche Einheiten gesteckt werden, die man einfach auf Übertragungsfehler hin prüfen konnte. Alle diese notwendigen Vereinbarungen nennt man auch heute und bei modernen Netzen (Übertragungs-) Protokoll.

Protokolle benötigen untereinander einen mitunter heftigen Informationsaustausch um wie gewünscht funktionieren zu können. Da dieser zusätzliche Traffic in der Regel über die gleiche Leitung fließt wie die Nutz-Daten, bleibt für eine angeschlossene Station nur ein Teil der Brutto-Übertragungsgeschwindigkeit als tatsächliche Nutzleistung übrig. Wie viel an Netto-Bandbreite für die Nutzdaten am Ende übrig bleibt, hängt vom Netz, den kommunizierenden Programmen und so etwa weiteren 1.027 Nichtigkeiten ab.

Effektiv nutzbare Übertragungsrate, darzustellende Datenmenge, Rechengeschwindigkeit der Station und Eignung der Protokolle sind Werte, die letztlich auf die Reaktionszeit oder Antwortzeit Einfluss haben. Informationen werden wertlos, wenn sie zu alt sind, wie z.B. die Wetterkarte von gestern. Ein Dienst wird wertlos, wenn die Anwender einschlafen, bevor angeforderte Ergebnisse auf dem Bildschirm erscheinen.

weiter mit: Die klassische Einteilung – Wide Area Network, WAN

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