Sicherheit, Intelligenz und mehr Integration stehen im Mittelpunkt der Innovation bei der Datenspeicherung – Paul Speciale von Scality gibt Prognosen fürs gerade begonnene Jahr 2023 ab.
Paul Speciale von Scality wagt einen Blick in die Kristallkugel – und entdeckt klare Trends.
Wenn wir unsere Prognosen fürs Jahr 2022 Revue passieren lassen und darüber nachdenken, was 2023 wohl für uns bereithalten wird, stechen einige Aspekte ins Auge.
Scality hat zwar keinen Hellseher unter Vertrag, wir sind aber lange genug in der Datenspeicherbranche tätig, um aussagekräftige Muster zu erkennen und ihre wahrscheinlichen Auswirkungen in der Praxis zu interpretieren. Dank unserer Erfahrung in diesem Bereich – in Kombination mit unserer Vogelperspektive hinsichtlich aufkommender Technologien und unserem Verständnis für Branchentrends sowie die Anforderungen von Unternehmen – haben wir eine ziemlich gute Vorstellung davon, was in der Speicherbranche auf uns zukommen wird.
Lassen Sie uns also ohne Umschweife einen Blick auf das werfen, was wir für 2023 erwarten.
Sicherheit steht ganz oben auf der Liste – gerade auch bei der Datenspeicherung
Storage-Projekte werden auch im Jahr 2023 die Auswirkungen von Lieferkettenproblemen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu spüren bekommen, mit Ausnahme derjenigen, die einen klaren ROI für die Ransomware-Prävention vorweisen können. Es sollte nicht wirklich überraschen, aber Ransomware wird eines der Hauptthemen sein, mit denen sich IT-Leiter beschäftigen werden. Laut Gartner, Inc. werden bis 2025 60 Prozent aller Unternehmen Speicherprodukte mit integrierten Ransomware-Schutzmechanismen benötigen. Das ist ein Anstieg von 10 Prozent im Jahr 2022.
Speicherlösungen haben die Chance, bestehende Lücken bei der Unveränderbarkeit von Daten zu schließen, um Ransomware vorzubeugen, mehrstufige Sicherheit zu gewährleisten und eine schnelle Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs zu ermöglichen – und Kaufentscheidungen werden auf der Grundlage dieser Fähigkeiten getroffen werden. Darüber hinaus werden Technologien, die Ransomware-Angriffe mithilfe von KI-basierter Anomalie-Erkennung identifizieren können, an Popularität gewinnen.
Attacken auf Software-Lieferketten werden Open-Source-Lösungen ausbremsen
Die Bedrohungen durch Malware und Ransomware wachsen und werden immer ausgefeilter. Angriffe erfolgen mittlerweile im Minutentakt, wobei jeder Vorfall Unternehmen Millionen von Dollar kostet und unzählige IT-Ressourcen verschlingt. Die Kosten im Zusammenhang mit Malware und Ransomware erreichten im Jahr 2022 ein Rekordniveau – die durchschnittlichen Kosten für eine Datenpanne belaufen sich weltweit auf rund 4,35 Millionen Dollar.
Wie die jüngsten, öffentlichkeitswirksamen Sicherheitsverletzungen zeigen, weisen viele kommerzielle Software-Lösungen Sicherheitslücken auf. Da die Open-Source-Entwicklung sowie Open-Source-Lieferketten eine größere Angriffsfläche bieten, müssen Unternehmen diese Technologien weitaus gründlicher bewerten und prüfen, bevor sie Einsatz finden können.
Mehr Köpfchen – die unstrukturierte Suche wird intelligenter werden
Um die Datenanalyse und das Mining von Billionen unstrukturierter Datenobjekte, die in Objektspeichersystemen gesammelt wurden, zu optimieren, benötigen Unternehmen intelligente Datensuchtechniken, um tiefgreifende Dateneinblicke zu erhalten. Dies ist nicht zuletzt von Bedeutung, wenn man bedenkt, dass unstrukturierte Daten bald den Großteil (80 %) aller Daten ausmachen werden.
Die Einführung zahlreicher Suchwerkzeuge und -dienste im Jahr 2022 durch Cloud-Anbieter wie etwa Amazon war ein positiver Schritt. Es besteht allerdings immer noch ein Bedarf an intelligenten Tools, die es ermöglichen, den entscheidenden „Heureka“-Moment schneller zu erreichen.
Unserer Prognose zufolge werden Lösungen zur Speicherung unstrukturierter Daten bis 2023 über ausgereifte Such- und Abfragefunktionen verfügen. Die Anbieter werden sie in gängige Zugriffstechniken integrieren und gleichzeitig Sicherheit und Auditing auf Unternehmensniveau gewährleisten. Neben der Vereinfachung der Anwendungsentwicklung wird dieser Trend dazu führen, dass Objektspeicher-Ressourcen die einzige Option für die Speicherung und Abfrage unstrukturierter Daten sind.
Ökologische Speicherinnovationen werden an Bedeutung gewinnen
Eine anhaltende Wirtschaftskrise und ein wachsendes Bewusstsein für den Klimawandel treffen in unserer Zeit aufeinander. Aufgrund dieser Faktoren werden Unternehmen ihre IT-Ausgaben auf Produkte konzentrieren, die ihre Betriebskosten senken, indem sie weniger Strom verbrauchen und gleichzeitig eine höhere Rentabilität bieten.
Wir sehen bereits einen Aufschwung bei den so genannten grünen Rechenzentren, und Amazon hat kürzlich seine aktualisierten Bemühungen zur Reduktion des Wasserverbrauchs in seinen Rechenzentren angekündigt. Darüber hinaus gibt es die „Green Storage Initiative“ der Storage Networking Sector Association (SNIA), die versucht, Standards für einen geringeren Stromverbrauch von großen Datenspeichersystemen zu setzen.
Stand: 08.12.2025
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Diese Entwicklungen unterstreichen die Tatsache, dass umweltfreundliche Bemühungen für Unternehmenskunden von Bedeutung sind – ein Fakt, der die Anbieter in die Pflicht nehmen wird. Sie müssen sicherstellen, dass ihre Lösungen durch die intelligente Nutzung von Ressourcen sowie die neuesten Systeme mit niedrigem Stromverbrauch und hoher Speicherdichte den Stromverbrauch insgesamt senken.
Verwaltete Cloud-Dienste und Objektspeicher werden enger zusammenwachsen
Wir prognostizieren, dass Anwendungsentwickler ihre eigenen, erweiterten Speicher-APIs für eine bessere Datenplatzierung, Überwachung, Berichterstattung und Leistungsbeschleunigung veröffentlichen werden. Führende Objektspeicheranbieter wiederum werden dies nutzen, um ihren Kunden in den Bereichen Datensicherheit (Backup und Schutz vor Ransomware), KI/ML und Big-Data-Analytik noch attraktivere Lösungen sowie einen höheren ROI zu bieten.
Außerdem werden wir mehr Kooperationen zwischen Objektspeicheranbietern und Managed-Service-Providern (MSPs) oder großen OEMs sehen, um vollständig integrierte, Private-Cloud-S3-Storage-as-a-Service-Lösungen anbieten zu können. Kunden schätzen Cloud-ähnliche Speicherdienste, möchten diese aber lieber innerhalb ihrer eigenen Rechenzentrumsinfrastruktur nutzen.
Unsere Kunden haben der Datensicherheit schon immer Priorität eingeräumt, aber im Jahr 2023 werden IT-Direktoren jede Lösung, einschließlich der Datenspeicherung, auf der Grundlage ihrer Fähigkeit bewerten, Daten vor Bedrohungsvektoren zu schützen. Der Datenspeichersektor hat sich 2021 verändert, um die Entwicklungen gerade in den Bereichen Edge Computing sowie Hybrid-Clouds und KI/ML zu nutzen, die eine größere Datensouveränität und Flexibilität ermöglichen. Das Tempo wird sich 2023 weiter beschleunigen und IT-Mitarbeitern den Zugang zu Funktionen ermöglichen, die die Produktivität erheblich steigern werden.
* Der Autor: Paul Speciale, CMO, Scality
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