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FICON löst ESCON ab
IBM-Kompatibilität blieb ein Thema für Centricstor. Denn das Postbank-Rechenzentrum stattete seine neuen z/OS-Server wegen der technischen Vorteile nicht mehr mit ESCON-, sondern mit FICON-Kanalanschlüssen aus. Da die Postbank Systems die Vorteile von Centricstor nicht missen wollte, musste auch Centricstor diesem Technologietrend folgen. „Wenn das nicht gelungen wäre, hätten wir unsere Datensicherung neu überdenken müssen“, schildert Guido Spallek die damalige Situation. Aber auch diese Herausforderung wurde erfolgreich gemeistert und im Jahr 2005 das vierte Centricstor-System mit FICON-Kanälen installiert.
Die Virtualisierungs-Technologie von CentricStor war mittlerweile so weit fortgeschritten, dass die Datensicherung bei der Postbank Systems erstmals mit Cache-Spiegelung und Automatic Failover den Regelbetrieb aufnehmen konnte, und das ausfallsicher über zwei getrennte Lokationen hinweg.
Centricstor für offene Systemumgebungen
Die positiven Erfahrungen mit Centricstor in heterogener Mainframe-Umgebung veranlasste die Postbank Systems im Jahr 2006, nun auch die offene Systemwelt anzubinden. Die Möglichkeit wurde bereits vor Installation der ersten Centricstor Systeme getestet. Die Probleme, die in der Systemlandschaft bestehend aus zahlreichen AIX-, HP-UX-, Windows NT-, Novell- und Linux-Servern auftraten, waren vielfältig. Ursprünglich wurden die Daten aus drei Zellen über das unternehmensweite SAN mittels der strategischen Storage- Management-Umgebung TSM (Tivoli Storage Management) nativ auf Magnetband geschrieben. Doch die 20 physikalischen Laufwerke waren allein mit der Datensicherung schon 24 Stunden beschäftigt, sodass kein Zeitfenster mehr für einen geregelten Restore zur Verfügung stand.
Gleichzeitig stieß man mit TSM und der klassischen Disk-Storage-Pool- Konfiguration an die Leistungsgrenzen. Durch den Copy Storage Pool war die TSM-Datenbank mit sechs Millionen zusätzlichen Einträgen einfach überfordert. Zudem war die zu sichernde Oracle-Datenbank, die man für das SAP/Terabyte zu groß für die Zwischenablage im Disk Storage Pool. Hinzu kam die klassische Magnetbandverwaltung, die von TSM zusätzlich zu bewältigen war.
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