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Kommentar von Sven Rathjen, Zentraleuropachef von Western Digital

Die Zukunft des Datenspeichers

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Gemeinsame Schlagkraft

Mit zunehmenden Anforderungen an Kapazitäten und die Speicherdichte kommen Hersteller von Speicherlösungen an die Grenze der heutigen technischen Möglichkeiten. Der Übergang zu zukünftigen Techniken stellt sich für traditionelle Festplatten und Solid State Drives (SSDs) gleichermaßen schwierig dar. Während Software- und Komponentenhersteller sowie Zulieferer versuchen, ihre eigenen Lösungen zu entwickeln und zu platzieren, um der digitalen Informationsexplosion zu begegnen, haben sich die Speicherhersteller zusammengetan, um dieser immensen Herausforderung gemeinsam zu begegnen.

Die Internationale Disk Equipment and Materials Association (IDEMA)hat mit dem Advanced Storage Technology Consortium (ASTC)ein spezielles Organ gebildet, das Ideen zur zukünftigen technischen Entwicklung von Festplatten ein Forum bietet. Da der Marktpreis, den der Nutzer bereit ist zu zahlen, die Anforderungen an höhere Kapazitäten und schnellere Geschwindigkeiten beschränkt, sind die Forschungs- und Entwicklungsprozesse zukünftiger Speichertechnologien für einzelne Festplattenhersteller oftmals zu kostspielig, riskant und nicht zu bewältigen. Aber wie genau wird die Zukunft dieser Technologie aussehen? Western Digital, der Marktführer für Speicherlösungen, wagt einen Blick in die Zukunft und blickt auf die unterschiedlichen Lösungen, die sich derzeit im Rennen befinden:

SSD

Im SSD-Bereich steht eine Wachablösung der auf einen Nanometer limitierten NAND Flashs durch neue Systeme wie Vertical NAND oder 3D Stackable NAND bevor. Andere Technologien, die den heutigen NAND Flashs gefährlich werden können, sind 3D Resistive RAM (RRAM), Phase Change Memory (PCM)und Spin-Transfer Torque Magnetoresistive RAM (SST-MRAM). Ein konkreter Trend in eine Richtung lässt sich allerdings noch nicht festmachen, auch sind SSDs derzeit mit dem Speichervolumen pro Quadratzoll noch zu teuer, um als wirkliche Alternative zu Festplatten-basierten Medien angesehen zu werden.

Festplatten

Mit dem derzeitigen Kostenvorteil gegenüber SSDs haben Festplatten mit dem Formfaktor von 3,5 Zoll momentan eine maximale Speichergröße von drei Terabyte, während für kleinere Formate geringere Kapazitäten gelten. Seit die traditionellen Systeme aber die Grenzen magnetischer Speichereigenschaften erreichen, werden in der Branche auch hier neue Technologien diskutiert, um neue Möglichkeiten der Speicherkapazität zu eröffnen.

Die aktuellen magnetischen Laufwerke verwenden Perpendicular Magnetic Recording (PMR), das heißt, die magnetischen Bits sind senkrecht auf der sich drehenden Platte ausgerichtet. In der kommerziellen Anwendung hat die PMR-Technologie seit 2005 die sechsfache Speicherdichte des vorherigen Standards, der Längsaufnahme, erreicht. Mit steigenden Speicheranforderungen ist die Festplattenkapazität basierend auf Weiterentwicklungen der Flächendichte (Areal Density, AD) gewachsen. Aber der stagnierende AD-Fortschritt eröffnet ein Dilemma: Das PMR gelangt an seine Grenzen. Eine Zwischenlösung könnte die Shingle-Magnetic-Recording-Technik (SMR) sein.

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