Fliegende Antenne

Facebooks Internet-Drohne zieht erstmals Kreise

| Autor / Redakteur: Sebastian Gerstl / Rainer Graefen

Facebooks Antennen-Drohne Aquila beim ersten Liftoff: Das solarbetriebene Fluggerät soll Internet in die entlegensten Gebiete bringen.
Facebooks Antennen-Drohne Aquila beim ersten Liftoff: Das solarbetriebene Fluggerät soll Internet in die entlegensten Gebiete bringen. (Bild: Facebook)

Facebooks Drohne "Aquila", die Internet-Verbindungen in entlegene Erdregionen bringen soll, hat vergangenen Donnerstag ihren ersten Testflug absolviert. Die mit Solarenergie betriebenen Fluggeräte sollen monatelang in einer Höhe von bis zu 27 Kilometern kreisen und Signale für schnelle Internet-Verbindungen zur Erde schicken.

Bei Ihrem Testflug sei die solarbetriebene Flugdrohne insgesamt 96 Minuten in der Luft geblieben, teilte das weltgrößte Online-Netzwerk mit. Damit wurde das selbstgesteckte Ziel vom mindestens 30 Minuten deutlich übertroffen. Facebook plant die Leichtbaufluggeräte einzusetzen, um auch die entlegensten Gebiete über Funk mit einer Internetanbindung versorgen zu können.

Infografik zu Facebooks Aquila.
Infografik zu Facebooks Aquila. (Bild: Facebook)

Die Drohne mit der Flügel-Spannweite einer Boeing 737 blieb bei ihrem Testflug auf einer niedrigen Flughöhe von 2150 Fuß (655 Meter) über dem Meeresspiegel. Dabei habe Aquila nach Angaben von Facebook 2000 Watt Strom verbraucht. In weiteren Testflügen hofft das Unternehmen darauf, den aktuellen Rekord für einen solarbetriebenen Drohnenflug einstellen zu können. Dieser liegt derzeit bei einer Flugdauer von zwei Wochen.

Mehr Menschen ohne Internet als mit

Ziel des Unternehmens ist es, dass die Drohne bis zu drei Monate lang auf einer Reiseflughöhe von 60.000 Fuß (18.290 Meter) bleibt; prinzipiell sei aber auch eine Flughöhe von bis zu 90.000 Fuß (etwa 27 Kilometer) möglich. Im regulären Einsatz soll ihr Stromverbrauch letzten Endes bei nicht mehr als 5000 Watt liegen. Die Fluggeschwindigkeit beträgt weniger als 80 Meilen pro Stunde (130 km/h).

Facebook ist nicht das einzige Unternehmen, das nach neuen Möglichkeiten sucht, um schnelle Internetanschlüsse auch in die fernsten Regionen bringen zu können. Seit 2013 arbeitet Googles Mutterkonzern Alphabet etwa am "Projekt Loon". Hierbei sollen mit Hilfe von vernetzten Gasballons Entwicklungsländer mit kostengünstigen Internetanschlüssen versorgt werden.

Das soziale Netzwerk Facebook, das derzeit mehr als 1,6 Milliarden Nutzer besitzt, hat mehrere Milliarden Dollar in seine Pläne investiert, mehr Menschen weltweit mit Internet auszustatten.

Neben dem Drohnenprojekt zählt hierzu auch die Initiative internet.org, die nach eigenen Angaben bereits mehr als 25 Millionen Menschen mit Internetanschlüssen versorgen konnte. Weltweit sind derzeit schätzungsweise vier Milliarden Menschen ohne erschwinglichen Internetanschluss.

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