Mit schnellen Netzwerkprotokollen zu preiswerteren Infrastrukturen

Frischer Wind bei NFS und CIFS/SMB

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Die Daten können über mehrere Speicherorte verteilt sein, der Client hat die Möglichkeit, parallel von allen Lagerorten zu lesen. Ihre Vorteile macht die Technik vor allem bei der Bearbeitung von vielen kleinen oder sehr großen Dateien geltend, besonders im Umfeld geclusterter Server, die parallelen Zugriff benötigen. Allerdings sind bei Weitem noch nicht alle Fragen im praktischen Einsatz geklärt. Backup-Anbieter haben noch keine wirklich überzeugende Antwort, wie Dateien auf geclusterten NFS-Servern gesichert werden können, NDMP reicht dazu mit Sicherheit nicht aus.

SSDs wollen schneller mehr Daten

Für eine schnelle Implementierung von pNFS soll der grundlegende Aufbau sorgen. So ist die Parallelität kein Attribut der Daten, sondern ein Arrangement zwischen Server und Client. So können auch Clients ohne pNFS-Unterstützung nach wie vor mit den gespeicherten Dateien arbeiten.

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Gegenüber NFSv3 stellt das eine enorme Verbesserung dar, die bei den aktuellen Anforderungen im Datacenter dringend benötigt wurde. NFSv3 nutzt Single-Thread, Point-to-Point-Verbindungen, es gab zwar proprietäre Wege, um parallelen Zugriff zu ermöglichen, die erforderten aber zusätzlichen Aufwand und waren nicht standardisiert. Aber die Entwicklung im Prozessorbereich zeigt, dass Parallelisierung der einzig gangbare Weg für die Zukunft ist, um mit den enorm schnell wachsenden Datenmengen in den Unternehmen zurande zu kommen. Nur zum Vergleich: IDC ermittelte, dass im vierten Quartal 2010 weltweit mehr Speicherkapazität verkauft wurde als im ganzen Jahr 2007.

SMB 3: Perfekte Ergänzung für Hyper-V und SQL-Server

Viele Anwender nutzen VMware über NFS mit Netzwerkdatenträgern. Das funktioniert sehr zuverlässig und ist einfach zu konfigurieren. Beide Attribute galten bislang nicht für Hyper-V und SMB. Doch damit ist seit SMB 3 Schluss.

Die neueste Version des Dateiprotokolls passt perfekt zu Hyper-V 3 und sorgt für mindestens den gleichen Level an Komfort und Funktionalität wie die Kombination VMware und NFS. VHD-Dateien und Konfigurationsdaten für virtuelle Maschinen lassen sich problemlos auf SMB-3-Dateifreigaben ablegen.

Auch Snapshots sind nun unkompliziert möglich, da VSS nahtlos in SMB 3 integriert wurde. Den Fokus auf Enterprise-Anwendungen zeigt SMB 3 ebenso bei der Kombination mit SQL Server.

Groß im Kommen – die Datenbank auf Fileshares

Bereits SQL Server 2008 R2 arbeitete in bestimmten Aspekten mit SMB 2.1 zusammen, so ließen sich Benutzerdatenbanken auf einer Netzfreigabe ablegen. SQL Server 2012 mit SMB 3 sieht nach einer noch besseren Paarung aus.

Jetzt darf auch die Systemdatenbank auf einem Netzwerk-Share liegen, zudem sollten die Leistungsverbesserungen im Protokoll wie SMB Direct (SMB over Remote Direct Memory Access [RDMA]) einen solchen Einsatz zu einer gangbaren Alternative im Unternehmen machen.

Der einzige Wermutstropfen für die Anwender von SMB 3 ist die fehlende Abwärtskompatibilität. SMB 3 wird es nicht für ältere Windows-Versionen geben, auch nicht für Windows 7 oder Server 2008 R2.

Wenn sich ein älterer Client mit Windows Server 2012 verbinden will, vereinbaren die beiden Parteien in einem Handshake-Verfahren die bestmögliche Protokoll-Implementierung. Im Fall von Windows 7 wäre das SMB 2.1.

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