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Disks und Datenschutz Teil 2

Häckseln, Verbrennen und magnetisch Löschen – so bleiben Daten vertraulich

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Bänder und CDs/DVDs können in nahezu allen handelsüblichen Schreddern wirkungsvoll zerkleinert werden. Ganz andere Anforderungen stellen Festplatten dar. Die verwendeten Metalle sind äußerst robust und wiedersetzen sich wirkungsvoll einer Zerkleinerung. Entsprechend oft müssen die Mahlwerkzeuge erneuert werden. Die Verschließteile der Schredder stellen daher einen beträchtlichen Kostenfaktor da.

Übrig bleiben sollten am Ende immer mehr oder weniger große Metallstücke. Da es bis heute keine Norm gibt, die über die maximal zulässige Partikelgröße Auskunft gibt, bleibt dem Anwender nur die Empfehlung des BSI. Das verlangt in seiner „Technischen Leitlinie“ (BSI-TL 03420; Produktliste TL 03400) eine Partikelgröße von im Schnitt höchstens 300 Quadratmillimetern oder eine Hitzeeinwirkung von 700 Grad Celsius für mindestens 15 Minuten.

Es theoretisch nicht ganz ausgeschlossen, dass die Partikel mithilfe von magnetischen Kraftmikroskopen oder Lasersystemen noch ausgelesen werden können. Profis schreddern daher stets ganze Chargen und mischen den Abfall gut durch.

Kostenunterschiede

Verglichen mit den Folgeschäden, wenn sensible Daten in die falschen Hände geraten, ist schreddern ein enorm preiswerter Beitrag zum Datenschutz. Die Kosten schwanken allerdings beträchtlich. Wer eine Tonne Festplatten und Bänder ansammelt und schreddern lässt und kein Vernichtungs-Testat benötigt, wird pro Kilogramm eventuell nur zwischen zehn und 30 Cent zahlen. Wer allerdings nur wenige Platten zu seinem Dienstleister trägt und sich die Vernichtung gesetzeskonform mit Seriennummer testieren lässt, muss pro Platte durchaus 20 Euro und mehr berappen.

Zu beachten ist ebenfalls: Sollen Datenträger vernichtet werden, die dem Bundesdatenschutz-Gesetz unterliegen, müssen die Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmens gemäß § 5 BDSG verpflichtet worden sein.

Abholservice oder Vernichtung vor Ort

Dienstleister wie Aktenmühle, Reisswolf und Shred-it sind bundesweit mit 12, 16 beziehungsweise sechs Filialen vertreten und holen die Datenträger entweder auf Wunsch in versiegelten Behältern ab oder schicken einen als Schredder umgebauten LKW, der die Arbeit in Sichtweite des Auftraggebers auf dem eigenen Firmengelände erledigt.

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