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SDS-Konzept von Hammerspace Hammerspace Data Platform: optimale Storage-Lösung für KI-Workloads

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Hammerspace gehört noch zu den Newcomern im Storage-Sektor. Mit seinem globalen Namespace und vor allem der Tier-0-Architektur will der Storage-Software-Anbieter die optimale Lösung für KI-Storage liefern.

Magischer Hammer: Die Data Platform von Hammerspace schafft einen gemeinsamen Datenraum für File- und Objektdaten, der auch den NVMe-Speicher von GPU-Servern einschließt. Das soll für die bessere Auslastung der GPUs sorgen.(Bild: ©  Abul - stock.adobe.com / KI-generiert)
Magischer Hammer: Die Data Platform von Hammerspace schafft einen gemeinsamen Datenraum für File- und Objektdaten, der auch den NVMe-Speicher von GPU-Servern einschließt. Das soll für die bessere Auslastung der GPUs sorgen.
(Bild: © Abul - stock.adobe.com / KI-generiert)

Unter einem hammerspace versteht man den magischen, imaginären Raum, aus dem die Charaktere in klassischen Comic-Serien wie den Looney Tunes die absurd großen Hämmer oder andere Gegenstände ziehen, mit denen sie dann ihre Gegenspieler bearbeiten. Der 2018 in den USA gegründete Hersteller Hammerspace hat diesen Namen gewählt, da er mit dem Versprechen angetreten ist, eine Storage-Software zu entwickeln, mit der man einfach auf beliebige Daten zugreifen kann – egal, wo sie physikalisch gespeichert sind.

Globlaler Namespace auch für eine bestehende Storage-Infrastruktur

Der Aufbau der Hammerspace Data Platform: In die Speicherebene können Storage-Systeme anderer Hersteller einfach eingebunden werden. Die Hammerspace-Software übernimmt dann das Data-Management.(Bild:  Hammerspace)
Der Aufbau der Hammerspace Data Platform: In die Speicherebene können Storage-Systeme anderer Hersteller einfach eingebunden werden. Die Hammerspace-Software übernimmt dann das Data-Management.
(Bild: Hammerspace)

Das Resultat dieser Entwicklung ist die Hammerspace Data Platform mit einem globalen Namespace für File- und Object-Storage, der bestehenden und neuen Storage umfasst, und zwar On-Premises, in der Cloud und an Edge-Standorten. Dazu kommen automatisierte Data-Services und eine intelligente Datenorchestrierung.

Mit einer Funktion, die Hammerspace als Data-in-Place-Assimilation bezeichnet, werden bestehende Metadaten von Objektspeichern in die Metadaten-Datenbank von Hammerspace kopiert und damit global verfügbar gemacht.

Die Hyperscale-NAS-Architektur soll die Performance paralleler Dateisysteme wie Lustre oder GPFS mit der Einfachheit von Scale-Out-NAS-Systemen kombinieren, wie Floyd Christofferson, VP für Product Marketing bei Hammerspace, betont. Der Datenzugriff erfolgt über Standardprotokolle wie SMB, NFS und S3. Das unter der Beteiligung von Hammerspace entwickelte pNFSv4.2 ermöglicht die Trennung von Metadaten und Datenpfaden, was die Skalierbarkeit erhöht und die Latenz minimiert. Bei der Data Platform kommen dafür zwei unterschiedliche Nodes zum Einsatz: Anvil für die Metadaten und DSX als Data-Services-Nodes. Sie können direkt auf Bare-­Metal-Servern, in VMs oder auf Cloud-Instanzen installiert werden. Die DSX-Nodes können zudem als Storage-Server dienen. Alternativ lassen sich auch externe Storage-Server unterschiedlicher Hersteller oder White-Box-Systeme mit Linux verwenden.

Hammerspace ist zudem an der Open-Flash-Platform-­Initiative beteiligt, die günstige All-Flash-Systeme mit Parallel NFS entwickelt. Laut Christofferson sollen erste Geräte im kommenden Jahr verfügbar sein. Generell strebt die komplett auf den Channel ausgerichtete Firma eine engere Partnerschaft mit Hardware-Herstellern an, etwa für eigene Appliances.

Tier-0-Architektur für einen schnelleren KI-Storage

Floyd Christofferson, VP Product Marketing bei Hammerspace.(Bild:  Hammerspace)
Floyd Christofferson, VP Product Marketing bei Hammerspace.
(Bild: Hammerspace)

Eine wichtige Entwicklung für den Storage bei KI-Anwendungen ist die Tier-0-­Architektur, wie der VP für Product Marketing betont: „Mit unserer Tier-0-­Architektur kann der lokale NVMe-­Speicher in einem GPU-Server-Cluster als gemeinsame Hochleistungsressource aktiviert werden, um Workloads zu beschleunigen und die Auslastung der GPU-Server zu erhöhen.“ Das reduziere die Notwendigkeit zusätzlicher externer All-Flash-Storage-Systeme mit erheblichen Kosten und Stromverbrauch und steigere zudem die Performance.

Mit unserer Tier-0-Architektur lässt sich der NVMe-Speicher in GPU-Servern besser nutzen.

Floyd Christofferson, VP für Product Marketing bei Hammerspace

So sinke durch die Tier-0-Architektur die Zeit für das Speichern von Checkpoints von 600 auf sechs Sekunden, was die Auslastung der GPUs deutlich verbessere. Zudem ist der Tier-0-Speicher in die übergeordnete Verwaltung der Daten eingebunden, bei der ein auf Richtlinien basierter Ansatz das Verschieben der Daten auf andere Speicherebenen wie Tier-1-SSD-Storage, Tier-2-HDD-Storage sowie die Archivierung auf Tape oder in der Cloud regelt. Die Hammerspace-Lösung sei dabei nicht nur für das Training von LLMs sehr gut geeignet, sondern auch für Inferenz und RAG.

Auf dem deutschen Markt ist Hammerspace seit zwei Jahren aktiv. Für das Jahr 2026 kündigt Christofferson ein neues Partnerprogramm an, das neue Deployment-Möglichkeiten abdecke. Die kommenden Appliances sollen als Bundle durch die Partner verkauft werden.

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