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EE25 - Seagates Datenträger für raue Nächte und heiße Sommer

Harte Harddisks für ruppige Einsätze

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In lüfterlosen Gehäusen müssen diese Platten hier über viele Stunden ihren Dienst tun, ganz egal ob im August die Sonne auf das Dach brennt oder im Winter bei Schichtbeginn morgens arktische Temperaturen herrschen.

Mehr Platz für ein Bit senkt Ausfallrate

Dazu kommen die verhältnismäßig langen Betriebszeiten, die bei 20 Stunden und mehr liegen können sowie starke Belastungen durch Vibrationen und Stöße. Normale Festplatten überleben ein solches Szenario nicht lange.

„Häufige Ausfälle waren früher an der Tagesordnung“, weiß man beim niedersächsischen CCTV Hersteller ROSHO. Die Firma setzt daher nur noch gehärtete Datenträger ein, mit durchschlagendem Erfolg. Die Ausfallquote ist drastisch gesunken.

40 Gigabyte reichen aus, um die Bilder von vier Kameras über einen Zeitraum von 70 Stunden aufzuzeichnen. Der Bus kann also ein ganzes Wochenende rund um die Uhr betrieben werden, ohne dass Daten verloren gehen.

Ganz ähnliche Probleme bestehen auch in Flugzeugen, wo es nicht nur thermischen Stress und Vibrationen gibt, sondern auch der geringe Luftdruck die filigrane Mechanik stört.

Die Ölmischung und der Kopfabstand lassen Festplatten fliegen und tauchen

Die technischen Daten der Plattenserie lassen in der Tat aufhorchen. Zwischen -30 bis +85 Grad Celsius ist voller Betrieb möglich, und das rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche (24x7), 8760 Stunden pro Jahr. Die Betriebsluftfeuchtigkeit darf dank eingebauter Feuchtigkeitsabsorber zwischen 5 und 90 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit variieren.

Im Inneren haben gehärtete Festplatten mit ihren äußerlich so ähnlichen Schreibtisch-Kollegen nichts gemeinsam. Vor allem auf die Öle kommt es an. Sie müssen noch zähflüssig bleiben, wenn draußen längst Eis und Schnee liegt und die ersten Batterien versagen. Erreicht werden diese Werte vor allem durch speziell gemixte Motoröle sowie eine stabilere Kopfmechanik und zugkräftige Motore. Andererseits dürfen diese Öle bei hohen Temperaturen nicht zu dünnflüssig werden oder gar verdampfen. Ein Drahtseilakt, der viele Experimente erforderte, bis die Viskosität bei allen Temperaturen passte.

Flughöhen von 5500 Meter sind für die EE25.2 unkritisch, ebenso Tauchtiefen von 305 Metern in U-Booten. Ersteres ist nicht nur für Flugzeuge wichtig, sondern auch für hoch gelegene Passtrassen in den Alpen, den Anden, Tibet und den Rocky Mountains. Möglich macht es eine adaptive Flughöhenkontrolle der Schreib/Leseköpfe.

weiter mit: Robust und trotzdem mehr Speicherplatz

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