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Inzwischen laufen auf dem neuen Speichersystem vielfältige und wichtige interne Anwendungen. Dazu gehören die Steuerungs- und Datenbanksysteme für die Produktion im Druck- und Versandrechenzentrum, die SQL-Datenbanken für die Informationssysteme des Datev-Anwenderservices, das Bewerbermanagement und die Steuerung der Smartphone-Infrastruktur sowie sämtliche Anwendungen und Datenbanken für die Social-Media-Aktivitäten der Datev in Sharepoint, Lync oder im Intranet. Dazu kommen zentrale Fileserver für alle Abteilungen der Datev und nicht zuletzt die virtualisierten Desktops der VMware-View-Infrastruktur.
Dabei können 400 Desktops gleichzeitig auf den Speicher zugreifen, ohne dass die Antwortzeiten beeinträchtigt werden. Insgesamt sind ungefähr 1.300 virtuelle Systeme auf der Speicherlösung zu Hause. Sie kommuniziert über 8-GBit/s-FC-Verbindungen mit der übrigen IT-Infrastruktur.
Zeitersparnis bei der Administration
Die Kooperation zwischen Lieferant HP und der Datev überzeugte laut Golüke:„HP hat sehr schnell geliefert und das Altsystem zurückgenommen, sodass wir uns nicht um die Entsorgung kümmern mussten.“ Dass die DATEV nicht nur bei Servern wie bisher, sondern jetzt auch hinsichtlich eines Speichersystems mit HP zusammenarbeitet, habe sich bisher bewährt. „Gerade die Administration ist jetzt erheblich einfacher. Unsere Mitarbeiter können das System über eine einfache grafische Benutzerschnittstelle oder eine Kommandozeile überwachen und steuern, um beispielsweise Speicher für die ständig neu hinzukommenden Server bereitzustellen“, betont Stark.
Um wie viel der Aufwand dadurch gesunken sei, lasse sich nicht ganz genau beziffern, meint er. Doch zehn bis fünfzehn Prozent Zeit sparen die Administratoren schon, die sie nun sinnvolleren, zum Beispiel konzeptionellen Aufgaben widmen können.
Für den Erfolg der Lösung spricht auch, dass die DATEV bereits zweimal 45 Terabyte neuen Speicher in die Systeme integriert hat. „Im vergangenen Jahr hat sich unser Speichervolumen auch aufgrund eines Strategiewechsels bei verschiedenen Anwendungen – statt lokaler Platten Nutzung von SAN-Space – um 80 Prozent erhöht. Das war ungewöhnlich, doch mit 30 bis 35 Prozent Wachstum pro Jahr rechnen wir auch jetzt noch“, meint Golüke und ist damit bis auf Weiteres mit dem 3PAR-System gut aufgestellt.
Es gibt auch schon neue Pläne für den Einsatz der Speicherlösung: Ab August möchte Stark auch für die Nicht-ESX-Server den transparenten Failover realisieren. „Dann sind wir wirklich gegen jede Unwägbarkeit durch Fehler auf einem der Speichersysteme gewappnet“, meint der Storage-Spezialist. Mittelfristig sind zudem die Daten des Entwicklungsbereichs mit seinen 1.500 Software-Entwicklern ein Potenzial für die Verlagerung auf die neue Speicherplattform.
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