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File Storage und Disaster Recovery HPE erweitert seine GreenLake-Plattform

Von Michael Matzer 4 min Lesedauer

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Hewlett Packard Enterprise hat im Rahmen seiner Cloud-Plattform HPE GreenLake drei neue Services vorgestellt: HPE GreenLake for File Storage, Block Storage und Disaster Recovery. Zudem wurde mit der Alletra Storage MP eine neue Speicherlösung angekündigt. Die Services sollen Ende April beziehungsweise im Sommer verfügbar werden, die Appliance soll ebenfalls ab Ende April erhältlich sein.

Das neue HPE-Storage-System Alletra Storage MP bildet die Basis für HPE-Greenlake-Services wie Backup & Recovery sowie Disaster Recovery.(Bild:  Hewlett Packard Enterprise)
Das neue HPE-Storage-System Alletra Storage MP bildet die Basis für HPE-Greenlake-Services wie Backup & Recovery sowie Disaster Recovery.
(Bild: Hewlett Packard Enterprise)

Die HPE-GreenLake-Plattform findet bereits bei über 65.000 Kunden Einsatz. Viele dieser Unternehmen, so Patrick Osborne von HPE, erleben einen „Data-Lifecycle-Alptraum“, weil die Datenverwaltung über mehrere Clouds mit Datensilos einen unvertretbar hohen Aufwand erfordere. Das Motto von HPE lautet daher „Data First“ und „Cloud Everywhere“.

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Die ideale Datenverwaltung in der Hybrid- und Multi-Cloud müsse drei Eigenschaften aufweisen: eine „intuitive Cloud-Experience On-Premises für alle Workloads“, High-Performance- und Scale-Out Storage sowie Hybrid-Cloud-Data-Protection und -Management vom Edge bis zur Cloud. Diese umfassende Plattform will HPE mit GreenLake bieten.

Die neue Modellreihe HPE Alletra Storage MP (MP steht für „Multi-Protokoll“) stellt dabei die neueste Erweiterung des Storage-Portfolios dar, um die nötige Flexibilität, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit für verschiedene Anwendungsfälle und Protokolle zur Verfügung zu stellen.

„Es handelt sich um eine moderne, disaggregierte Scale-Out-Architektur, auf welcher die verschiedenen HPE-GreenLake-Data-Services wie Block und File geladen werden. Über die HPE GreenLake Cloud Platform erhält der Kunde eine einheitliche Cloud-Customer-Experience“, sagt Till Stimberg, Director Data Services & Storage für HPE in Zentraleuropa. „Ein NVMe-Fabric verbindet in dieser Software-definierten Architektur die Capacity Nodes mit den Control Nodes, was eine unabhängige Skalierung von Performance und Kapazität erlaubt und für eine hohe Verfügbarkeit von 99,999999 Prozent sorgt.“

File Storage

„Die neue HPE-GreenLake-for-File-Lösung ist mit Unterstützung von VAST Data entstanden“, so Stimberg. Der Datendurchsatz liege bei mehreren hundert GB/s. Sowohl das NFS- als auch das SMB-Protokoll ließen sich verwenden, was die Multiprotokollfähigkeit belege.

Stimberg erläutert: „Die HPE GreenLake File Storage ist vor allem für größere Data Lakes geeignet“, wie sie für KI, Machine Learning, Data Science, HPC und große Data Lakes etwa in der Biotechnik und der Medizin, Finanzanalytik, in den Medien und der Unterhaltungsindustrie notwendig seien. „Diese Data Lakes sind zwischen 200 Terabyte und mehreren Petabyte groß.“

Block Storage

Der neue Block-Storage-Service wird ebenfalls auf den Alletra-MP-Systemen ausgeführt, mit der gleichen Skalierbarkeit und garantierter 100-Prozent-Verfügbarkeit. „Der Nutzer bekommt das gleiche Anwendungserlebnis wie bei File Storage“, verspricht Stimberg. Sein Kollege Omar Asad beanspruchte für den Block-Storage-Service ein um 66 Prozent besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als bei vergleichbaren Block-Storage-Angeboten.

Der Service soll das Cloud-Nutzungserlebnis auch für On-Premises-Ressourcen bieten. „Viele Kunden behalten auch heute große Teile ihrer Daten im eigenen Rechenzentrum, sei es aus Latenzgründen oder wegen der Datensicherheit“, so Stimberg. Völlig zu Recht, denn zumindest in Europa gilt es, die Vorgaben der DSGVO zu beachten.

Disaster Recovery & Backup and Recovery

HPE GreenLake Block Storage ist in der ganzen Hybrid-Cloud mit Backup, Recovery und Disaster Recovery integriert. Während der Service „Backup and Recovery“ schon seit 2022 auf HPE GreenLake angeboten wird (Storage-Insider berichtete), wird Disaster Recovery jetzt erst als Software-Service in HPE GreenLake aufgenommen. „Es handelt sich dabei um unsere mit Zerto eingekaufte Technologie, die bereits heute verfügbar ist – nun jedoch integriert mit anderen Daten-Services über die HPE GreenLake Cloud Platform “, berichtet Stimberg.

Zerto nutzt die Continuous-Data-Protection-Technologie(CDP), die jede kleinste Veränderung aufzeichnet. Dank der Wiederherstellungsvorgaben RPO (Recovery Point Objective) und RTO (Recovery Time Objective) im Sekundenbereich könnten Unternehmen nach logischen Fehlern oder Ransomware-Angriffen schnell auf historische Datenstände zurückspringen. Damit könnten nicht nur einzelne Applikationen, VMs oder Container geschützt werden, sondern auch ganze Applikationsverbünde. „Eine Applikation könnte damit in kürzester Zeit vollständig wieder auf ihren Ursprungszustand hergestellt werden“, so der HPE-Manager.

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Verfügbarkeit

„Alle Hardware-Geräte und Hybrid-Cloud-Services können direkt und über zertifizierte HPE-Partner bezogen werden. Die Kunden können die Alletra-Systeme und die GreenLake-Services seit dem 4. April bei unseren Partnern bestellen“, fasste Till Stimberg zusammen. „Der Block-Storage-Service und die neue HPE Alletra Storage MP werden Ende April verfügbar sein, der File-Storage-Service im Juni und Disaster Recovery wahrscheinlich im Sommer.“

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Die neuen Lösungen sind sowohl als klassischer Kauf als auch als As-a-Service-Angebot mit monatlicher und nutzungsbasierender Bezahlung verfügbar. Nach einem Service für Object Storage befragt, sagte Stimberg, diese Option sei „auf dem Radar“. Und er ergänzte: „Wir bieten schon heute eine entsprechende Lösung zusammen mit verschiedenen Software-Partnern an.“

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