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Kommentar von Ian Uselton, Dot Hill

Hybrid ist in – mit einem Speicher-Mix aus SSD und HDD punkten

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In solche Umgebungen werden zudem Storage-Features wie etwa Thin Provisioning oder auch Snapshots integriert, die speziell auf die hybride Architektur abgestimmt sind, damit die Performance nicht leidet. Auto-Tiering-Systeme sollten natürlich auch einfach zu installieren sein und unkompliziert betrieben werden können. Allein schon aus dem Grund, weil Unternehmen nur selten über entsprechende Spezialisten verfügen.

Zudem wollen sie sich nicht mit der Frage auseinandersetzen müssen, welche Daten welchem Speicher zugeordnet werden sollten. Mit Auto-Tiering haben sie stattdessen die Möglichkeit, sich voll und ganz auf das Geschäft zu konzentrieren. Währenddessen sorgt das Speichersystem dafür, dass eventuelle Peaks beim Datendurchsatz abgefedert und so interne wie externe Service Level Agreements (SLAs) eingehalten werden.

Flash als alleinige Lösung

Natürlich gibt es auch alternative Wege, Flash-Speicher zu implementieren, immer verbunden mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Setzen Unternehmen auf externe Flash-Speicher-Arrays, müssen die Anwender vorab konkret bestimmen, wie viel sie von dieser teuren Speichervariante wirklich benötigen. Und selbst dann ist es immer noch ihre Aufgabe zu priorisieren, welche Art der Daten wo abgelegt wird und wann es zu Ausnahmen sowie Änderungen kommen soll.

Ein weiterer möglicher Ansatz: Der Flash-Speicher wird intern in den aktuellen Server verschoben, anstatt ihn im Storage Area Network anzusiedeln. In diesem Szenario bildet Flash einen Cache, wobei dies in der Regel die Beschleunigung jeglicher I/O-Transaktion bedeutet, egal welche Priorität die Daten haben.

Manche Anbieter versprechen hier Abhilfe: Ihre Tools für virtualisierte Umgebungen erlauben es, rückblickend zu analysieren, welche virtuelle Maschine (VM) den größten Workload verzeichnete. So kann individuell eingeteilt werden, welche VM eventuell Vorrang bei der Flash-Nutzung erhalten soll.

Ähnlich den Batch-Prozessen vieler Auto-Tiering-Lösungen basiert dieser Ansatz auf der Vermutung, dass die VM-Auslastung täglich gleich ist. Insofern eignet er sich lediglich zur Steigerung der Anwendungs-Performance bei vorhersehbaren Workloads. Hinzu kommt, dass durch die Verlagerung des Speichers in den Server ein „Single Point of Failure“ geschaffen wird, der letztlich das ganze System gefährden kann. Was dagegen hilft, ist die Umgebung zu clustern, um zwischen den Server-Knoten Cache-Kohärenz sicherzustellen.

Fazit

Tagtäglich wird eine Unmenge von Daten produziert. Diese riesige Menge wächst unaufhörlich an und die Vorhersagen für die kommenden Jahre sehen in dieser Entwicklung kaum eine Veränderung. Somit steigt auch die Herausforderung, diese Informationen verfügbar zu halten.

Für viele Unternehmen erscheint daher der einfache und ausfallsichere Ansatz einer automatisierten Hybrid-Lösung als effektivster Weg zur Flash-Implementierung. Sie versprechen die größte Flexibilität, um den Ansprüchen der Anwender hinsichtlich des Speicherns, Abrufens und Teilens von Daten Herr zu werden. So schaffen sie es am Ende auch, die Schlüsselfaktoren Kosten, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit kompromisslos zu vereinen.

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