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Maßnahmen für Administratoren zur Datensicherung virtueller Server

Hyper-V und virtuelle Server richtig sichern

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Hyper-V ermöglicht die Erstellung von Snapshots, auch ohne dass Administratoren Zusatzanwendungen installieren. Die Snapshots bieten zum Beispiel die Möglichkeit, einen Server vor einer Konfigurationsänderung zu sichern. Administratoren können für jeden virtuellen Computer in Hyper-V maximal 50 Snapshots erstellen. Der entsprechende Befehl findet sich im Kontextmenü der virtuellen Computer. Während der Erstellung des Snapshots bleibt der Computer online und steht weiterhin den Anwendern zur Verfügung. Die erstellten Snapshots zeigt der Hyper-V-Manager im mittleren Bereich der Konsole an.

Hyper-V speichert die Snapshots in dem Verzeichnis, das in den Einstellungen des virtuellen Computers im Bereich Speicherort für Snapshotdateien angegeben ist. Standardmäßig handelt es sich um das Verzeichnis C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Hyper-V\Snapshots. Der Befehl Zurücksetzen im Kontextmenü des virtuellen Computers, setzt Hyper-V den letzten erstellten Snapshot zurück und aktiviert den Computer auf diesen Stand zurück. Snapshots ersetzen allerdings keine Datensicherung, sondern bieten nur eine Rückversicherung vor einer Konfigurationsänderung auf dem Server (siehe Abb. 2).

Setzen Administratoren auf einem virtuellen Domänencontroller einen Schnappschuss zurück, kann es zu Inkonsistenzen der AD-Datenbank kommen, die auch die anderen Domänencontroller beeinflusst. Das liegt daran, dass in einem Active Directory alle Objekte eine bestimmte Nummer besitzen, die Update Sequence Number (USN). Jeder DC hat eine eigene Liste dieser USNs und befindet sich auch in dieser Liste. Setzen Administratoren einen Snapshot zurück, ändern sich USNs zahlreicher Objekte, was mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Inkonsistenzen führt. In jedem Fall aber trennen die anderen DCs den wiederhergestellten Domänencontroller vom Netzwerk, um Fehler zu vermeiden. Das gleiche gilt übrigens für alle Server die eine Datenbank nutzen, auch Exchange und SQL. Administratoren sollten solche Datenbanken niemals über Snapshots zurücksetzen.

Sicherung durch PowerShell-Export

Die Sicherung von Hyper-V-Hosts besteht vor allem in der Sicherung der einzelnen virtuellen Server, die auf dem Host betrieben werden. In der Verwaltungskonsole von Hyper-V haben Administratoren noch die Möglichkeit die virtuellen Server zu exportieren. Solche exportierten Server lassen sich auch wieder importieren. Das funktioniert auf dem gleichen Hyper-V-Host, aber auch auf einem anderen Server. Der Befehl zum Exportieren steht über das Kontextmenü von virtuellen Server zur Verfügung. Diese Möglichkeit besteht aber nur dann, wenn der virtuelle Server nicht gestartet ist. Der Export-Vorgang umfasst die VHD-Dateien, Snapshots und die Einstellungen des virtuellen Servers. Die Größe der Exportdateien entspricht der Größe der Quell-Dateien.

Auf dieser Seite steht ein PowerShell-Skript und eine ausführliche Anleitung zur Verfügung, um virtuelle Server über ein Skript zu sichern. Zwar ist eine solche Sicherung nicht als Ersatz für echte Sicherung geeignet, aber als Zusatzsicherung kann ein Export eine zusätzliche Sicherheit bieten (siehe Abb. 3).

Beim Exportieren darf der virtuelle Server nicht gestartet sein. Starten Sie den Export über das Kontextmenü des virtuellen Servers und wählen Sie ein Verzeichnis aus. Anschließend erstellt der Assistent automatisch ein neues Verzeichnis mit dem Namen des virtuellen Servers. Dieses Verzeichnis enthält die VHD-Datei, Snapshots und die Einstellungen. Die Größe der Exportdateien entspricht der Größe der Quell-Dateien. Über die Seite www.hyper-v-server.de erhalten Sie ein PowerShell-Skript und eine Anleitung, wie Sie solche Export-Vorgänge über Skripte automatisieren können. Wollen Administratoren einen virtuellen Computer wieder importieren, steht der Menüpunkt Virtuellen Computer importieren zur Verfügung.

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