CeBIT 11: IBM präsentiert „What’s happening on a Smarter Planet?“

IBM-Cloud konkret, Supercomputer im Zuckerwürfel-Format und KI 2.0

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Das Supercomputer-Würfelchen

Für einen weiteren Höhepunkt der CeBIT-Ausstellung braucht es ein Mikroskop. IBM zeigt ein Testsystem für einen gestapelten 3D-Chip, entwickelt von IBM Research in Zürich (siehe: Abbildung 5, 6 und 7).

Die dreidimensionale Integration von Chips ist eine der vielversprechendsten Ansätze, um die Leistungsfähigkeit und Energie-Effizienz von Computersystemen künftig massiv zu steigern. Allerdings müssen diese Strukturen erst einmal gekühlt werden können.

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Die IBM-Forscher haben jetzt dafür ein System entwickelt. In diesem wird Wasser in haarfeinen Strukturen – von etwa 50 Mikrometern Größe – direkt zwischen einzelne Chip-Ebenen geleitet. Damit ließe sich ein 3D-Chip aus hauchdünnen, aufeinandergestapelten Prozessoren, der ein Vielfaches an Wärme auf ähnlich kleinem Raum wie ein einzelner Prozessor freisetzt, effizient kühlen.

Der Supercomputer im Zuckerwürfel-Format ist nun – dank dieser Wasserkühlung eine machbare Vision.

Cloud Computing verändert IT und Unternehmen

Während hier die IBM-Technik sichtbar gemacht wird, verschwindet sie im Cloud-Computing. Zur Visualisierung haben sich die Standbauer etwas Besonderes ausgedacht: Zunächst sind die IBM-Rechner, die in der Mitte einer aufgeschnittenen großen Kugel stehen noch sichtbar. Durch Lichttechnik verschwinden sie jedoch vor den Augen des Betrachters.

Dennoch: Laut Kurt Rindle, zuständig für das Cloud-Portfolio bei IBM Deutschland, geht das Anliegen, Cloud-Computing und die darin liegenden Chancen zu erklären, weit darüber hinaus: „Wir sind mutig und zeigen konkrete Angebote.“

Dazu gehören Cloud-Hybrid-Systeme, Lotus Live oder Private Cloud Lösungen. Das Unternehmen zeigt, wie SAP Anwendungen und unterschiedliche Workloads, zum Beispiel Software-Entwicklung, in der Cloud betrieben und bereitgestellt werden. Themen wie Sicherheit sowie Live Demos, etwa zum Thema IBM Desktop Cloud, ergänzen den Auftritt zu Cloud Computing.

Cloud in der Praxis

Zudem will IBM demonstrieren, wie geschäftliche und wissenschaftliche Innovationen mit Cloud Technik verwirklicht wird (siehe auch: Bild 8). Der Besucher erlebt beispielsweise, wie Cloud Computing die Erforschung und Sequenzierung von DNA Material revolutioniert und bei Krebserkrankungen entscheidende Verbesserungen erreicht werden.

Zudem trägt die IBM Genome Cloud dazu bei, neuartige Nutzpflanzen zu entwickeln, entscheidende Erkenntnisse im Bereich der Genetik zu gewinnen und Analyse-Services für Patienten günstiger und schneller zu machen.

Ein weiteres Beispiel zeigt, wie Organspender und -empfänger weltweit leichter und schneller zusammengebracht werden: Im Rahmen des „National Marrow Donor Program“ helfen Analytik-Funktionen aus der Cloud, Spender für Transplantate und Knochenmark zu finden. Mit Web 2.0-Automatismen kann die Anzahl der Spender, derzeit 14 Millionen, weiter erhöht werden.

Die Tectum Group richtet mit Hilfe von Cloud Computing Service-Abteilungen extrem schnell und erweitert sie je nach Bedarf in Echtzeit.

Angebote für die Öffentliche Hand

In Halle 9 stellt IBM erstmalig auch die IBM-Vision für „eGovernment Framework“ und Neuheiten aus den Bereichen „Innovative Sicherheitskonzepte“ und „Cloud-Dienste“ für den öffentlichen Bereich vor.

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