Mit der iCloud-Familienfreigabe können Familien ihren Mitgliedern einen eigenen Speicher zuweisen, aber dennoch Daten untereinander teilen, genauso wie Apps, Dienste, Videos und andere Objekte. Es lohnt sich, die Familienfreigabe zu nutzen, wenn mehrere Mitglieder auf Apple-Produkte setzen.
Über die Familienfreigabe lässt sich in der Apple-iCloud mehr Speicher zu geringeren Preisen buchen.
Zunächst bedeutet die Familienfreigabe nicht, dass die Familienmitglieder keine eigenen Speicher in der iCloud haben. Bezüglich der reinen Bedienung haben alle Familienmitglieder noch einen gemeinsamen Speicherbereich, wie ohne Familienfreigabe. Der Vorteil der Familienfreigabe besteht darin, günstiger an mehr Speicherplatz zu kommen. Parallel dazu können die einzelnen Familienmitglieder untereinander schnell und einfach Fotos und Videos teilen, genauso wie Apps und Dienste. Wir zeigen nachfolgend die Einrichtung auf Basis von iOS 17; die Optionen sind für neuere und ältere Versionen von iCloud aber sehr ähnlich, nur die Bezeichnungen der Menüpunkte können Sie ändern.
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Die Vorteile der Familienfreigabe
Nutzen mehrere Familienmitglieder Apple-Produkte, ist der Einsatz der Familienfreigabe sinnvoll. Es ergeben sich keinerlei Nachteile. Wenn gewünscht, können sogar die Apple-Geräte anderer Familienmitglieder mit „Wo ist?“ gesucht werden. Dadurch lassen sich verlorene oder verlegte Geräte sehr viel schneller wiederfinden. Allerdings gefährdet das nicht die Privatsphäre der einzelnen Mitglieder, denn das lässt sich anpassen. Jedes Familienmitglied kann selbst wählen, ob es seinen Standort teilen will.
Der größte Vorteil der Familienfreigabe liegt darin, dass sich der Speicherplatz frei zuteilen lässt und mehr Speicher zu geringeren Preisen gebucht werden können. Wenn zum Beispiel in der Familie 200 GB oder 2 TB gebucht werden, zahlt der Organisator 3 Euro pro Monat für 200 GB Speicher beziehungsweise 10 Euro für 2 TB Speicher. Aus diesem Budget können die Familienmitglieder Speicherplatz erhalten, ohne ein eigenes Abonnement buchen zu müssen. Die Anmeldung am Speicher erfolgt weiterhin mit der eigenen Apple-ID, und auf die Daten im eigenen Speicher kann auch nur jeweils das Familienmitglied zugreifen, niemand anderes. Allerdings kann jeder einzelne Dateien freigeben, die dann anderen Familienmitgliedern zur Verfügung stehen.
Familienfreigabe bequem auf dem iPhone oder iPad konfigurieren
Natürlich lässt sich die Familienfreigabe auch in macOS konfigurieren, aber wenn in der Familie kein Mac im Einsatz ist, geht das problemlos auf dem iPhone/iPad des Familienmitglieds, das die Familie organisieren soll. In den Einstellungen ist dazu ganz oben beim Benutzernamen auch „Apple-ID, iCloud+, Medien & Käufe“ zu finden. Über „Familienfreigabe“ können neue Mitglieder hinzugefügt werden, und bei „iCloud -> Accountspeicher“ lässt sich der Datenspeicher verwalten.
Alternativ kann die Familienfreigabe in macOS über die Systemeinstellungen konfiguriert werden. Hier stehen im oberen Bereich die Einstellungen für die Apple-ID und die Familienfreigabe zur Verfügung. Das funktioniert in allen aktuellen macOS-Versionen identisch, bis hin zu macOS 14 (Sonoma).
Die Verwaltung der Familienfreigabe und des Speichers erfordert die Rolle „Organisator:in“. Die Rolle ist in den Einstellungen der Familienfreigabe zu sehen. Der Organisator hat zwar administrative Rechte für die Familienfreigabe, kann aber auf keinerlei Daten der anderen Familienmitglieder zugreifen.
Wenn die Familienfreigabe vom Organisator erstellt wurde, kann er Familienmitglieder einladen. Im Rahmen der Einladung hat jedes Mitglied die Wahl, den gemeinsamen Familienspeicher zu nutzen oder seinen eigenen Speicher zu behalten. Auch bei der Nutzung des gemeinsamen Speichers hat nur er Zugriff auf seine Daten; die Bedienung ist identisch mit der Verwendung ohne Familienfreigabe.
In der Verwaltung des Datenspeichers auf dem iPhone oder iPad ist die Verwendung des Datenspeichers durch die einzelnen Familienmitglieder zu sehen. Auch in macOS ist zu sehen, wie viel Speicherplatz einzelne Mitglieder verbrauchen. Die Daten der Benutzer sind aber nicht zu sehen.
Ab macOS 13 (Ventura) sind die Einstellungen über die Apple-ID in den Systemeinstellungen über die Schaltfläche „Verwalten“ ganz oben zu finden. Die Einladung neuer Familienmitglieder erfolgt durch den/die „Organisator:in“ über den Menüpunkt „Mitglied hinzufügen“ bei „Familienfreigabe“ in den Systemeinstellungen von macOS, iOS oder iPadOS. Die Einstellungen dazu sind bei der Apple-ID über „Familienfreigabe“ zu finden.
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Berechtigungen in der Familienfreigabe
Durch das Antippen der Benutzer lassen sich deren Berechtigungsrolle und damit deren Rechte in der Familiengruppe ändern. Als Rolle stehen „Erwachsene:r“ und „Elternteil/Erziehungsberechtige:r“ zur Verfügung. Elternteile haben das Recht, Konten in der Familienfreigabe für Kinder anlegen und deren Käufe im App-Store freizugeben. Die Mitglieder mit der Rolle „Erwachsene“ dürfen die Funktionen der Familienfreigabe nutzen.
Stand: 08.12.2025
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Familienfreigabe in der Praxis
Benutzer erhalten die Einladung als Benachrichtigung auf ihrem Apple-Gerät und dürfen diese annehmen oder ablehnen. In den Einstellungen können die Optionen der Familienfreigabe wie das Teilen des Standortes, die gemeinsamen App-Käufe und das Apple-Arcade-Konto manuell angepasst werden.
Wollen Anwender Daten, Fotos oder Videos in der Familie teilen, ist die Vorgehensweise identisch mit dem Teilen auch in anderen Bereichen. Bei Auswahl von „Zu geteiltem Album hinzufügen“ und von „Familie“ bei „Geteiltem Album“ erfolgt das Teilen innerhalb der Familienfreigabe. Hier erhalten die Benutzer eine Benachrichtigung auf das Endgerät. Das funktioniert in iOS 15/16 und der neuen Version iOS 17.
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