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Initialization vector | Initialisierungsvektor | IV

| Redakteur: Gerald Viola

Ein Initialisierungsvektor (IV) ist eine Zufallszahl, die in Kombination mit einem geheimen Schlüssel für die Verschlüsselung von Daten verwendet werden kann. Die Zahl wird nur einmal

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Ein Initialisierungsvektor (IV) ist eine Zufallszahl, die in Kombination mit einem geheimen Schlüssel für die Verschlüsselung von Daten verwendet werden kann. Die Zahl wird nur einmal in einer Sitzung genutzt.

Die Nutzung einer IV verhindert eine Wiederholung in der Datenverschlüsselung, sodass es einem Hacker schwieriger fällt, Muster mithilfe eines Wortlistenangriffs zu erkennen und so die Chiffre zu brechen. Beispielsweise kann eine Folge zweimal oder öfter im Nachrichtentext vorkommen. Wenn sich die Folgen in den verschlüsselten Daten wiederholen, könnte ein Angreifer davon ausgehen, dass die entsprechenden Folgen der Nachricht ebenfalls wiederholen. Die IV verhindert das Vorkommen entsprechender, doppelter Zeichenfolgen im Chiffretext.

Die ideale IV ist eine Zufallszahl, die dem Zielcomputer mitgeteilt wird, sodass er die Daten beim Eintreffen entschlüsseln kann. Die IV kann im Vorfeld vereinbart, getrennt übertragen, oder als Teil der Sitzungseinrichtung vor dem eigentlichen Austausch der Nachrichtendaten übertragen werden. Die Länge der IV (die Anzahl Bits oder Bytes) hängt von der Verschlüsselungsmethode ab. Die IV-Länge ist meist vergleichbar mit der Länge des Verschlüsselungsschlüssels oder Chiffreblocks.

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