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S3-Integration und erweiterte Sync-Funktionen Proxmox veröffentlicht Backup Server 4.2

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Proxmox Server Solutions hat seinen quelloffenen Backup-Server erneuert. Version 4.2 basiert auf Debian 13 „Trixie“. Neben einem aktualisierten Kernel und ZFS-Stack gebe es Erweiterungen bei der Dateiorganisation, der Synchronisierung und der Anbindung von Objektspeichern.

Proxmox Backup Server ist eine Software zur Sicherung und Wiederherstellung von virtuellen Maschinen, Containern und physischen Hosts.(Bild:  Proxmox)
Proxmox Backup Server ist eine Software zur Sicherung und Wiederherstellung von virtuellen Maschinen, Containern und physischen Hosts.
(Bild: Proxmox)

Proxmox Backup Server 4.2 wird mit Linux-Kernel 7.0 als neuem stabilen Standard ausgeliefert. Das zugrunde liegende Betriebssystem wechselt auf Debian 13.4, was nach Angaben des Herstellers verbesserte Hardwareunterstützung und aktuelle Sicherheits-Patches mit sich bringt. Als Dateisystem für Enterprise-Speicher kommt ZFS in Version 2.4 zum Einsatz.

Backup-Gruppen und Namespaces lassen sich verschieben

Administratoren können Backup-Gruppen und Namespaces nun innerhalb desselben Datastores an andere Positionen verschieben. Während des Vorgangs lassen sich Gruppen sperren, um Datenkonsistenz sicherzustellen. Dies soll die Reorganisation bestehender Backup-Strukturen erleichtern, ohne Daten neu einlesen zu müssen.

Serverseitige Ver- und Entschlüsselung bei Sync-Jobs

Eine der zentralen Neuerungen betrifft die Sicherheit von Synchronisierungsvorgängen: Push-Sync-Jobs können nun so konfiguriert werden, dass Snapshots vor der Übertragung an entfernte Datastores in Echtzeit verschlüsselt werden. Dies sei insbesondere dann nützlich, wenn Backup-Daten mit weniger vertrauenswürdigen Remote-Instanzen synchronisiert würden, so Proxmox. Umgekehrt unterstützen Pull-Sync-Jobs jetzt auch die Entschlüsselung von Snapshots, die auf der Gegenseite verschlüsselt wurden. Alle Encryption-Keys für Bänder und Synchronisierungen lassen sich ab sofort über ein zentrales Bedienfeld verwalten.

Parallele Gruppenverarbeitung steigert Durchsatz

Sync-Jobs profitieren zudem von einer neuen Eigenschaft namens worker-threads, die mehrere Backup-Gruppen parallel verarbeitet. Laut Proxmox verbessert das den Durchsatz vor allem in Umgebungen mit hoher Netzwerklatenz spürbar und helfe dabei, Einschränkungen durch HTTP/2-Verbindungen zu umgehen. Das Logging wurde ebenfalls überarbeitet: Logmeldungen erhalten nun kontextbezogene Präfixe, Push-Sync-Jobs sollen dadurch besser nachvollziehbar sein.

S3-kompatible Objektspeicher offiziell als Backend unterstützt

S3-kompatible Objektspeicher werden in Version 4.2 erstmals offiziell als Backup-Storage-Backend unterstützt. Neu hinzugekommen ist die Erfassung von Anfrage- und Traffic-Statistiken für S3-basierte Datastores. Die Zähler werden direkt in der Datastore-Übersicht angezeigt und sollen unerwartetes Traffic-Aufkommen frühzeitig erkennbar machen.

Verfügbarkeit und Lizenzierung

Proxmox Backup Server 4.2 steht ab sofort als ISO-Image zum Download bereit und lässt sich laut Hersteller per Installationsassistent auf Bare-Metal-Systemen einrichten. Upgrades von älteren Versionen seien über das Standard-APT-Paketmanagement möglich; alternativ könne die Software auf einer bestehenden Debian-Installation aufgesetzt werden. Die Lösung wird als freie Open-Source-Software unter der GNU AGPLv3 veröffentlicht.

Für den Produktiveinsatz empfiehlt Proxmox eine Enterprise-Subskription, die Zugang zum stabilen Enterprise-Repository sowie zertifizierten technischen Support umfasst. Backup-Clients und Backup-Speicher seien in diesem Fall unbegrenzt inklusive.

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