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Konfiguration
Das Konfigurations-Interface der Macallan Mail Solution, das sich nach dem Setup über ein Icon auf dem Desktop-Hintergrund aufrufen lässt, ist etwas unübersichtlich gestaltet. Es verfügt insgesamt über vier Reihen mit Reitern und hinterlässt den Eindruck, als habe der Hersteller seine Lösung nach und nach um immer mehr neue Funktionen erweitert und diese dann einfach zusätzlich in das Konfigurationswerkzeug übernommen, ohne letzterem eine klare Struktur mitzugeben.
Die Dokumentation gestaltet sich ebenfalls äußerst dürftig, sie besteht meist nur aus einem Screenshot des gerade beschriebenen Reiters, der manchmal interessante Informationen enthält und manchmal nicht. In wenigen Fällen stehen sogar ein paar erklärende Sätze dabei, in der Regel bleibt der Administrator aber mit seinem Fachwissen allein. Deswegen ist es sinnvoll, die Lösung von einem Mitarbeiter konfigurieren zu lassen, der sich mit Mail-Einstellungen auskennt. Sollten die Konfigurationsversuche nicht zum Ziel führen, so bietet der Hersteller immerhin eine Support-Newsgroup an.
Der erste Reiter des Konfigurations-Interfaces nennt sich „General“ und zeigt eine Übersicht über den Serverstatus (SMTP und POP) an. Außerdem haben die zuständigen Mitarbeiter hier Gelegenheit, die zu verwendenden Ports für SMTP-, POP3-, HTTP- und IMAP-Verkehr festzulegen und die dazugehörigen Dienste zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren. Darüber hinaus bietet die Seite unter anderem noch eine Übersicht über den Mail-Status (eingehend, ausgehend, empfangen, extern und so weiter).
Jetzt kommen die SMTP-Einstellungen an die Reihe. Ein Reiter befasst sich ausschließlich mit dem Festlegen der Pfade zu den Ordnern für Mails, Domänen, eingehende Nachrichten, Spam und so weiter. Zusätzlich legen die Verantwortlichen hier fest, wann der Server die Sent- und Log-Dateien leeren soll. Die SMTP Settings Page 2 ist deutlich interessanter, denn hier müssen die Administratoren den Namen ihrer Mail-Domäne angeben (in unserem Fall {Kontoname}.dyndns.org).
Dazu kommen der lokale Hostname, die Postmaster-Adresse, der Name eines Forwarding-Hosts (falls erforderlich), die SMTP-Authentifizierung (falls gewünscht) und die E-Mail-Adressen für Notifikationen und Antispam. Mailer-Timeouts, POP3-Retriever-Timer und Angaben zur Archivierung von Mails schließen den Leistungsumfang der SMTP-Konfiguration gemeinsam mit diversen Spam-Einstellungen (DNS-Blacklist, Send Automatic Replay Mails for Spammers, etc.) ab.
Für unsere Konfigurationsumgebung war es erforderlich, als Forwarding-Host den Mailserver von 1&1 anzugeben (einschließlich Authentifizierungsdaten), da dieser standardmäßig so konfiguriert wurde, dass er Mails von dynamischen IP-Adressen nicht annimmt. Der Mail-Versand funktioniert mit diesem Provider folglich nur über den genannten Forwarding-Host.
Die POP3-Einstellungen umfassen die Verzeichnisangaben zu Mail, Log Directory, HTML Directory und ähnlichem. Außerdem legen die zuständigen Mitarbeiter hier die Zeiträume bis zum Löschen der Read- und Log-Files sowie den Session-Timeout fest. Darüber hinaus bietet der genannte Reiter noch Settings zur Mail-Archivierung und ähnlichem.
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