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Im Test: Macallan Mail Solution 4.9.05

Kostenloser Mail-Server für kleine Windows-Netze

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Weitere Einstellungen

Unter „Other Settings 1“ binden die Verantwortlichen externe Antivirus- und Antispam-Programme ein, legen fest ob der Server Mailanlagen untersuchen soll (hierbei lassen sich bestimmte Dateitypen blockieren) und konfigurieren die Zeitzone, Dyndns-Updates und ähnliches. Bei uns war es nicht erforderlich, Dyndns-Updates über den Server abzuwickeln, da diese Aufgabe bereits unser Router erledigte. „Other Settings 2“ bietet schließlich die Option, den HTML-Message-Mode festzulegen, Icons zu definieren und so weiter.

Die „Rules Settings“ unterstützen Administratoren beim Anlegen von Regeln für den Mail-Verkehr. Hierbei handelt es sich um einen älteren Konfigurationspunkt, die Regeln wurden inzwischen anders implementiert, während die „User Settings“ dazu dienen, die Benutzerkonten anzulegen. An gleicher Stelle erfolgt auch die Verwaltung des Administrator-Accounts. In unserem Fall wollten wir die Clients über POP3 und SMTP anbinden.

Deswegen war es nötig, User-Accounts zu erstellen, die sowohl über einen POP3- als auch einen SMTP-Eintrag verfügten. Unter POP3 legen die zuständigen Mitarbeiter unter anderem fest, wie der Benutzername, der Mailbox-Name und das Passwort lauten, während die SMTP-Einstellungen im Wesentlichen die Mail-Adresse des Kontos umfassen. Sollen Benutzer ihre Mails zusätzlich noch direkt von einem externen Mailserver abrufen, so ist es möglich, die Accounts auch noch mit einem Receiver-Eintrag mit externem POP3-Host sowie Username und Passwort zu versehen.

Die nächsten Konfigurationsmöglichkeiten sind schnell erklärt, sie befassen sich mit dem Einfügen von Headern und dem Anlegen von Dispatching-Rules (mit Reihenfolge, Input Mailbox, Text, Command, Output-Mailbox und ähnlichem). Dazu kommen noch Tools zum Ausführen von Whois-Abfragen und zum Registrieren der Lösung.

Registrierte Installationen erhalten automatisch Update-Benachrichtigungen, was sinnvoll ist, da der Hersteller relativ oft neue Versionen des Servers zur Verfügung stellt. Die Suche nach Updates lässt sich aber genauso über den „About MCMail“-Reiter durchführen, hier haben die zuständigen Mitarbeiter die Option, neue Versionen gleich herunterzuladen und zu installieren. Im Test traten bei einem solchen Update keine Schwierigkeiten auf.

Der Punkt „Web Information“ verzweigt direkt auf die Website des Herstellers, während Spammers Addresses dazu dient, die IP-Adressen von bekannten Spammern einzugeben. Unter „Distribution Lists and Mail Aliases“ erfolgt die Verwaltung der genannten Punkte, während die „Whois Internet Ranges“ definiert, welche Bereiche von welcher Organisation genutzt werden. Diese Seite wird vom Reply-Spam-Process dynamisch gefüllt.

Die restlichen Einträge des Konfigurationswerkzeugs ermöglichen das Umwandeln von Base-64-codierten Nachrichten in ASCII-Text, das Anlegen von Friend-Settings und Spam-Keywords, sowie das Eintragen von erlaubten Hosts. Hier müssen die Anwender die Hosts und Netze definieren, die den Server nutzen dürfen. Die letztgenannte Funktion dient also zum Verhindern offener Relay-Konfigurationen und ist deswegen sehr sinnvoll.

Schade nur, dass der Hersteller sie ganz am Ende des Konfigurationswerkzeugs versteckt hat. Bis ein Administrator diese Stelle erreicht und die nötigen Einstellungen vornimmt, kann viel Zeit mit der Fehler- und Funktionensuche vergehen. Die letzten beiden Punkte helfen beim Festlegen gesperrter Hostnamen und von Domänen.

Noch ein Wort zum Web-Interface. Dieses läuft standardmäßig auf Port 8080 und lässt sich innerhalb des Internet Information Servers für alle Administrations- und Konfigurationsaufgaben nutzen. Er kann auch zum Lesen und Schreiben von Nachrichten zum Einsatz kommen. Leider gibt es dafür im Moment überhaupt keine Dokumentation.

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