Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg wurde durch das Speichersystem gebremst

Landesweites Bibliothekssystem brauchte mehr I/Os

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Die Bibliotheken selbst führen die Beschaffung und Katalogisierung in dem zentral betriebenen aDIS|BMS durch. Insgesamt muss das Zentrum für Datenverarbeitung der Universität Tübingen dafür zahlreiche Datenbanken mit mehr als 1,6 TByte Datenvolumen hosten, um die Anfragen aus allen Bibliotheken zu bedienen.

Storage-Lösung mit hohen IOPS für Datenbank-Hosting gesucht

Für dieses anspruchsvolle Projekt sind Dr. Werner Dilling, Leiter der Abteilung Systeme und Prof. Dr. Thomas Walter, Direktor des ZDV und Lehrstuhlinhaber Informationsdienste an der Universität Tübingen sowie René Lange als IT-Administrator für den Bereich Bibliotheksdienste ZDV verantwortlich.

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Hierzu evaluierten sie zunächst das bisher eingesetzte Storage-System. Die Herausforderung bestand darin, kürzere Antwortzeiten bei großen Datenbankanwendungen zu erreichen. Der zunächst eingesetzte Speichercluster konnte die hohen Anforderungen an die zu leistenden IOPS jedoch nicht erfüllen. Vor der Beschaffung des jetzigen Speichersystems wurde dieses ausführlich auf seine Leistungsfähigkeit in diesem Anwendungsbereich getestet.

Maßgeblich seien dabei die Messwerte RandomWrite-IOPS und RandomRead-IOPS gewesen, so der Systemverantwortliche René Lange. Er fasst die weiteren Anforderungen zusammen: „Wir benötigten eine zuverlässige Lösung, die sowohl in der ersten Phase des Projekts als auch beim späteren Ausbau wirtschaftlich skalieren konnte und die hinreichend redundant aufgebaut ist.“

Lösung durch EUROstor

Bevor es zur Entscheidung für das Nimble System kam, wurden diverse Alternativen getestet. Diese Tests konnten aber die Anforderungen aus verschiedensten Gründen nicht erfüllen. Der erste Kontakt zu Nimble Storage kam 2013 über den langjährigen guten persönlichen Kontakt zwischen dem ZDV und der EUROstor, Partner von Nimble Storage, zustande.

„Die Zusammenarbeit besteht bereits seit mehr als zehn Jahren und ist seitdem auf einer vertrauensvollen Ebene weiter gewachsen. Als erster Impulsgeber konnten wir die Verantwortlichen bei der Universität Tübingen davon überzeugen, sich einmal mit den Mitarbeitern von Nimble Storage, Thilo Süßmuth und Pierre Flammer, an einen Tisch zu setzen.

Im weiteren Verlauf haben wir dann auch die Teststellung begleitet und umfangreiche Gespräche geführt“, fasst Franz Bochtler, Geschäftsführer bei EUROstor, zusammen. Im März 2013 erfolgte dann die vorab durchgesprochene Teststellung. Beim Austesten konnten vor allem die erreichten IOPS-Zahlen beeindrucken. „In den durchgeführten Tests konnten wir die von Nimble angesetzten Leistungswerte bestätigen.

Die durchschnittliche RandomRead-IOPS-Rate war bei 26.000 (ca. 1.100 pro Prozess). Der Spitzenwert lag bei 33.935 IOPS. Die RandomWrite-IOPS haben sich bei 15.000 eingependelt. Um diese Werte aus der Nimble Storage-Lösung heraus zu kitzeln, wurden zwei FIO-Jobs in zwei VMs parallel gestartet. Jeder FIO-Job lief mit zwölf Threads und einer IO-Tiefe von acht“, erklärt René Lange die Testergebnisse.

Scale-Out und Performance-Kontrolle mit Cloud-Portal

Relativ schnell nach der abgeschlossenen Teststellung entschieden sich alle Beteiligten für den Einsatz zweier identischer Nimble CS260g Speichersysteme mit insgesamt 72 TB Bruttokapazität für die beiden räumlich getrennten Standorte.

Darüber hinaus wurde von Anfang an zusätzlich die Nutzung des Analyse-Tools InfoSight von Nimble Storage beschlossen. Mit diesem erhält das IT-Team nun eine bessere Übersicht über die Performance, die Verfügbarkeit und über den nötigen Ausbau des Storage-Systems.

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