Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg wurde durch das Speichersystem gebremst

Landesweites Bibliothekssystem brauchte mehr I/Os

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Alle fünf Minuten fragt der Service aktiv Sensordaten der Storage-Arrays ab und analysiert diese. Täglich kommen damit 30 Millionen Datensätze zusammen. Das macht auch aus dem Hosting des Bibliothekssystems aDIS|BMS ein eigenes Big Data Projekt.

Ausfallsicheres Bedienkonzept

Alle Daten werden von einem Data Science Team genauestens ausgewertet, um mit Hilfe von Mustererkennung und Korrelationsanalyse im Frühstadium befindliche Störfälle frühzeitig auszumachen und diese zu beheben, bevor sie zu Systemausfällen führen. Der kollaborative Gedanke kommt hier voll zum Tragen, denn die ausschließlich vollständig anonymisiert ausgewerteten Daten kommen allen Unternehmen und Organisationen zu Gute.

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Tritt ein Vorfall auf, wird dieser durch das Team analysiert und nicht nur beim betroffenen System behoben, sondern die Informationen werden allen anderen Systeme ebenfalls zur Verfügung gestellt. Damit wird eine ständige Verbesserung der eingesetzten Nimble Storage-Lösungen gewährleistet und die Stabilität langfristig ausgebaut.

Dazu kommt ein ausfallsicheres Betriebskonzept, welches wesentlich von den Nimble Systemen getragen wird. „Dies ist bei dem Bibliotheksprojekt besonders wichtig, da mehrere tausend Studenten, Mitarbeiter und Gäste permanent auf die Services zugreifen und die Datenbanken im Falle einer Störung für niemanden mehr verfügbar wären.

Dies hätte eine Menge unangenehmer Fragen zur Folge, die das erfolgreiche Projekt infrage stellen könnten. Ein wichtiges Kriterium war deshalb die ständige Verfügbarkeit der Datenbank-Services ohne Performance-Einbußen“, hebt Dr. Werner Dilling hervor.

Wellness-Analyse für Storage

Neben dem Cloud-Portal hilft dem IT-Team des ZDV auch die den Kunden zur Verfügung stehende Variante des InfoSight-Portals, bei dem sie selbst Parameter eingeben können, um die Verfügbarkeit des Storage-Systems zu gewährleisten. Dies führt zu sogenannten Five-Nines, also einer 99,999 prozentigen Verfügbarkeit. „Wir können hier selbst definierte Auslöse- und Schwellwerte einstellen.

Ein automatisches Alarmierungssystem informiert uns dann, wenn diese unter- oder überschritten werden, damit wir selbst die nötigen Schritte einleiten können“, erklärt IT-Administrator René Lange. Darüber hinaus erleichtert der Kundenservice die Planung der weiteren Skalierung des Storage-Systems, da sich ebenso Benchmarks zur Erreichung von Kapazitäten festlegen lassen. Ein CPU-, Cache- oder Festplatten-Upgrade lässt sich dann leichter vorhersagen und wirtschaftlicher planen, als dies bislang der Fall war.

Fazit und Ausblick

Es stellte sich heraus, dass auch nach der Teststellung der Live-Betrieb ähnlich gute IOPS-Zahlen aufweisen konnte. Nimble Storage ist damit doppelt, teilweise sogar 12-mal so schnell im Live-Betrieb als die inzwischen abgelöste Vorgängerlösung.

„Je nach Benchmark-Tool (verwendet wurden bonnie, bonnie++ und fio) und Messwert war die Nimble Storage-Lösung stets um den Faktor zwei bis zwölf besser (RandomRead IOPS: Faktor 12) als die bisher eingesetzte Hardware und bietet damit eine sehr gute Basis um die aDIS-Software mit den daran gekoppelten PostgreSQL-Datenbanken (Datenbank-Größen zwischen 60 GB und 430 GB) performant zu hosten“, fasst René Lange die positiven technischen Eindrücke zusammen.

Seit September 2013 wurde der Live-Betrieb nun sukzessive auf die Nimble umgestellt; seit Ende April 2014 wird ausschließlich die Nimble Storage-Lösung für die Produktivsysteme genutzt. Hier stand wiederum EUROstor mit Franz Bochtler und seinem Team beratend zur Seite, damit der Erweiterungsprozess nahtlos durchgeführt werden konnte.

„Nach der Umstellung waren alle beteiligten IT-Teams sehr zufrieden, obwohl es bei der Integration der Datenbank kleinere Schwierigkeiten gab, die sich aber nach dem Austausch des Betriebssystems auflösten. „Wir sind auch sehr zufrieden mit dem Support von Nimble Storage, der uns pro-aktiv über Vorkommnisse informiert und auch im 24/7 Rhythmus zu unserer Verfügung steht“, fasst Dr. Werner Dilling zusammen.

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