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Optimierte Administration und neue Funktionen für MailStore Cloud MailStore 26.1 setzt auf Microsoft Graph statt Exchange Web Services

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Das OpenText-Tochterunternehmen MailStore hat die Version 26.1 seiner E-Mail-Archivierungslösungen veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht der Umstieg von Exchange Web Services auf Microsoft Graph für die Microsoft-365-Archivierung. Zudem habe man Verwaltungsfunktionen erweitert und die Systemarchitektur optimiert.

MailStore 26.1 ist ab sofort für MailStore Server, MailStore SPE, MailStore Home und MailStore Cloud verfügbar.(Bild:  MailStore)
MailStore 26.1 ist ab sofort für MailStore Server, MailStore SPE, MailStore Home und MailStore Cloud verfügbar.
(Bild: MailStore)

Die Updates umfassen MailStore Server, die MailStore Service Provider Edition (SPE), MailStore Home sowie MailStore Cloud. Hintergrund der Neuerung ist Microsofts Ankündigung, dass Exchange Web Services (EWS) ab dem 1. Oktober 2026 für Exchange Online nicht mehr unterstützt werden. MailStore Server und SPE nutzen in Version 26.1 deshalb neue Archivierungsprofile, die auf Microsoft Graph basieren. Damit soll die langfristige Archivierungsfähigkeit von Microsoft-365-Umgebungen sichergestellt werden.

Fernverwaltung von Zertifikaten über Management-API

Die Management-API wurde laut Anbieter um Funktionen zur Remote-Verwaltung von Zertifikaten erweitert. Zertifikate für die Verbindung mit Microsoft 365/Entra ID sowie für den MailStore-Cloud-Export könnten nun zentral verwaltet und aktualisiert werden. Dies sei vor allem für Managed-Service-Provider relevant, die mehrere Kundeninstanzen betreuen.

Parallel dazu kündigte MailStore an, die Unterstützung für Microsoft SQL Server, PSQL und MailStore Proxy bis Ende 2026 einzustellen. Nach Angaben der OpenText-Tochter diene dies der Reduktion von Sicherheitsrisiken und der Optimierung der Systemarchitektur.

Erweiterte Statusberichte und Sitzungsmanagement

Der Statusbericht in MailStore Server und SPE zeigt künftig die Anzahl archivierter E-Mails pro Profil an. Dies soll Administratoren eine detailliertere Übersicht über Archivierungsaktivitäten ermöglichen. Zusätzlich werden aktive Sitzungen automatisch beendet, sobald Zugangspasswörter geändert werden – eine Maßnahme, die die Sicherheit erhöhen soll.

Neue Funktionen in MailStore Cloud

Die Cloud-Variante erhält in Version 26.1 die Möglichkeit, archivierte E-Mails direkt aus dem Web-Access als Anhang weiterzuleiten. Voraussetzung ist die Konfiguration eines Microsoft-365-Postfachs als Absender.

Eine weitere Neuerung betrifft die Postfacharchivierung: Administratoren können künftig festlegen, dass nur E-Mails bis zu einem bestimmten Alter archiviert werden. So ließen sich beispielsweise E-Mails, die älter als zehn Jahre sind, gezielt von der Archivierung ausschließen. Dies könnte für die Umsetzung spezifischer Compliance-Vorgaben relevant sein.

Für den Cloud-Betrieb steht zudem ein Statusreport zur Verfügung. Partner und Kunden können sich unter status.opentext.com registrieren und sich über Downtimes, Wartungsfenster und Updates informieren lassen.

Zertifizierungen nach GoBD und DSGVO

MailStore Server, SPE und Cloud wurden nach Angaben des Herstellers von einem IT-Revisor und von Datenschutzexperten geprüft. Die Lösungen erhielten ein Zertifikat nach IDW PS 880 für die E-Mail-Archivierung gemäß der GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) sowie eine Bestätigung, dass sie bei sachgemäßer Anwendung die Anforderungen der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) erfüllen.

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