Relationales Datenbankmanagementsystem Was ist Microsoft SQL Server?

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Dr. Jürgen Ehneß

Microsoft SQL Server ist eine Software von Microsoft, mit der sich relationale Datenbankmanagementsysteme auf SQL-Basis realisieren lassen. Typische Einsatzbereiche sind Anwendungen im Unternehmensumfeld. Der SQL Server ist in verschiedenen Editionen und Versionen verfügbar. Er orientiert sich an aktuellen Versionen des SQL-Standards, die um zahlreiche Features ergänzt werden.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Entstanden ist die Software des Microsoft SQL Servers aus einem vom Unternehmen Sybase entwickelten Programmcode. Die erste Version des relationalen Datenbankmanagementsystems erschien im Jahr 1989 und war für das Betriebssystem OS/2 vorgesehen. Ab dem Jahr 1993 war die Software auf Rechnern mit dem Windows-Betriebssystem (Windows NT) nutzbar. Die Software des SQL Servers ist seither in zahlreichen überarbeiteten Versionen erschienen und in unterschiedlichen Editionen erhältlich.

Typischerweise kommen SQL Server von Microsoft im Unternehmensumfeld für professionelle Anwendungen zum Einsatz. Oft bilden SQL Server die Grundlage für Datawarehouses oder Business-Intelligence-Anwendungen. Für BI-Anwendungen liefert Microsoft für den SQL Server eine Vielzahl weiterer Services und Tools für Reporting-, Analyse- und Integrationsfunktionen. Dem relationalen Datenbankmanagementsystem liegt eine SQL-Variante mit der Bezeichnung Transact-SQL (T-SQL) zugrunde. Sie orientiert sich an aktuellen SQL-Standards und ergänzt diese um zahlreiche Funktionen. Unter anderem werden die Transaktionssteuerung und Zeilenverarbeitung erweitert und die Fehlerbehandlung verbessert. Der SQL Server unterstützt OLE DB (Object Linking and Embedding Database) und ODBC (Open Database Connectivity).

Weltweit zählt der Microsoft SQL Server zu den führenden Software-Lösungen für relationale Datenbankmanagementsysteme. Er steht in Konkurrenz zu Produkten anderer Hersteller wie Oracle Database oder IBM DB2. Seit der Version SQL Server 2017 ist der SQL Server auch für Linux-Distributionen wie Red Hat, SUSE oder Ubuntu geeignet. Auch Container-Engines wie Docker werden unterstützt. Die aktuelle Version der Software ist SQL Server 2019.

Grundsätzliche Funktionsweise des Microsoft SQL Servers

Der SQL Server realisiert relationale Datenbanken auf Basis von Tabellen. Die Daten werden in den zeilen- und spaltenorientierten Tabellen gespeichert. Zwischen den Tabellen bestehen eindeutige Beziehungen. Das Datenmodell erfüllt für Datenbanktransaktionen die ACID-Eigenschaften mit Atomicity, Consistency, Isolation und Durability (Atomarität, Konsistenz, Isolation und Dauerhaftigkeit). Zentrales Element des Microsoft SQL Servers ist die SQL Server Database Engine.

Merkmale und Vorteile eines Microsoft SQL Servers

Merkmale und Vorteile des Microsoft SQL Servers sind:

  • hohe Leistungsfähigkeit und gute Skalierbarkeit des Datenbankmanagementsystems,
  • hohe Verfügbarkeit durch verschiedene Redundanzmechanismen,
  • einsetzbar auf On-Premises-Equipment und in der Cloud,
  • geeignet für Big-Data- und Business-Intelligence-Anwendungen,
  • Unterstützung von In-Memory-Funktionen,
  • erweiterte Sicherheitsfunktionen,
  • Unterstützung der Statistiksprache R,
  • mit aktuellen SQL-Versionen kompatibel,
  • in verschiedenen Editionen verfügbar,
  • für Windows, Linux und Container-Umgebungen geeignet.

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