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Neue Speicher für den Macintosh

Mehr Tempo mit Apple Fusion Drive

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Laut Hersteller erreicht das Fusion Drive in einem Mac mini eine Schreibgeschwindigkeit von 302,4 Megabyte pro Sekunde und eine Lesegeschwindigkeit von circa 415 Megabyte pro Sekunde. Zum Vergleich: Eine herkömmliche Festplatte mit 5.400 Umdrehungen pro Minute arbeitet im Bereich von 80 Megabyte pro Sekunde. Von der höheren Geschwindigkeit profitieren Design- und Video-Anwendungen, aber auch alltägliche Aufgaben wie das Starten des Mac, das Öffnen von Apps oder der Import von Fotos und Videos.

Wie Apple selbst angibt, startet ein Fusion Drive das Betriebssystem 1,7-mal schneller und dupliziert einen vier Gigabyte großen Ordner 3,5-mal schneller als eine Ein-Terabyte-Festplatte mit 7.200 Umdrehungen pro Minute. So ist das Booten eines Mac mini mit einem Fusion Drive in knapp 15 Sekunden abgeschlossen, während ein identisches Gerät mit der herkömmlichen Festplatte rund 34 Sekunden zum Hochfahren benötigt.

Unterschied zu hybriden Festplatten

Die gängigen Hybrid-Laufwerke vereinen bereits die Vorteile von Flash-Medien und Festplatten. Die meisten besitzen jedoch relativ wenig Flash-Speicher und Schreibzugriffe erfolgen auf der magnetischen Festplatte. Das Fusion Drive bietet hingegen einen Flash-Anteil von 128 Gigabyte, die Schreibzugriffe landen grundsätzlich in einem etwa vier Gigabyte großen Puffer auf dem schnellen Flash-Bereich. Erst wenn der Puffer ausgelastet ist, werden die Daten auf die magnetische Platte gesichert, sodass die Schreibzugriffe dann langsamer werden.

Anders als Hybrid-Laufwerke besteht ein Fusion Drive aus zwei Speichermedien, die separat über eine SATA-Schnittstelle an die Hardware angeschlossen sind und per Software wie ein einziges Volume behandelt werden. Die Gesamtkapazität des Laufwerk addiert sich demnach aus dem Flash-Anteil und der magnetischen Platte, aber abzüglich des Puffers.

Anfängliches Raten

Nach der offiziellen Vorstellung des Fusion Drive herrschte zunächst Unklarheit über das technische Innenleben. Im Gespräch waren ein NAND-Flash im Gehäuse einer herkömmlichen Festplatte oder die Ähnlichkeit zur Smart Response Technology von Intel mit einer dedizierten SSD in einem transparenten Cache. Inzwischen ist klar, dass Fusion Drive nicht die Funktionalität eines SSD-gestützten Festplatten-Cache besitzt, es handelt sich dabei vielmehr um eine Implementierung von Automatic Tiering, wie es bereits aus großen Festplatten-Arrays bekannt ist.

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