Neue Speicher für den Macintosh

Mehr Tempo mit Apple Fusion Drive

| Autor / Redakteur: Bernhard Schoon / Nico Litzel

Mit Fusion Drive und Thunderbolt bietet der Mac mini eine Performance, die im Bereich einer Workstation liegt.
Mit Fusion Drive und Thunderbolt bietet der Mac mini eine Performance, die im Bereich einer Workstation liegt. (Bild: Apple)

Mit dem neuen iMac und Mac mini bringt Apple auch eine neue Speichertechnik für den Macintosh: Das „Fusion Drive“ vereint die Vorteile einer schnellen SSD und einer großen Festplatte. Davon profitieren sogar ältere Macs.

Apple hat begonnen, seine Desktop-Modelle mit einem neuen Laufwerk auszustatten. Mit dem aktuellen Betriebssystem OS X Mountain Lion kombiniert das „Fusion Drive“ die Vorteile schneller Solid State Disks (SSD) mit der großen Kapazität magnetischer Festplatten, indem aus beiden ein logisches Laufwerk entsteht. Häufig genutzte Dateien werden vom Betriebssystem automatisch auf die SSD ausgelagert, wo sie schneller aufgerufen werden können, was zu einer höheren Betriebsgeschwindigkeit führt.

Ab Ende des Jahres lässt sich der neue iMac optional mit einem Fusion Drive mit ein oder drei Terabyte konfigurieren, allerdings nur im Apple Online Store. In den Mac mini passt statt einer 256-Gigabyte-SSD auch ein Ein-Terabyte-Fusion-Drive, lieferbar ebenfalls erst ab Ende des Jahres. Man darf davon ausgehen, dass auch die übrigen Macintosh-Modelle in Kürze mit dem Fusion Drive erhältlich sind.

Das Fusion Drive ergänzt die für den Mac erhältlichen Festplatten mit ein oder drei Terabyte um 128 Gigabyte Flash-Speicher. Beim Flash-Speicher handelt es sich nicht um eine herkömmliche SSD-Platte, sondern um einen Speicherriegel, wie er beim Macbook Air und Macbook Pro Retina verbaut ist.

Automatische Verschiebung

Auf dem SSD sind zunächst das komplette Betriebssystem und die ab Werk installierten Applikationen und alle Programme gespeichert, die eigenen Dateien und Applikationen landen auf der langsameren Festplatte. Nach dem Öffnen von Dateien oder dem Installieren weiterer Programme registriert das Betriebssystem die Zugriffe auf diese Daten und die am häufigsten aufgerufenen Daten werden auf die SSD verschoben.

Vom Anwender unbemerkt finden die Dateiübertragungen im Hintergrund statt. Dabei werden dem Anwender die SSD und die Festplatte als ein einziges Verzeichnis angezeigt. Auf einem Fusion Drive lässt sich mit dem Bootcamp-Assistent auch eine zusätzliche Partition für MS Windows anlegen, was zurzeit aber nur mit der serienmäßigen Ein-Terabyte-Festplatte des Macintosh möglich ist.

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