Mobile-Menu

Wie aus Backup, File- und E-Mail-Archivierung eine Business-Continuity-Strategie entsteht

Mit Muße das Disaster Revocery angehen

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Ich sehe, Sie tendieren in eine Richtung, das heißt, E-Mail-Archivierung ist ein Bestandteil des Unternehmensarchivs.

Herzog: Ganz klar. Wobei ich schon jetzt die ersten Früchte ernten darf. Heute ist es für mich so easy, mit der Gingcom jede beliebige E-Mail wiederzufinden. Das ist ein Traum. Ich erinnere mich nur mit Grausen an das Recovery mit Backup-Software. Jetzt bin ich echt froh, dass alle Mitarbeiter ein Gefühl für die Vorteile eines funktionierenden Archivs bekommen. Für mich ein Highlight, dass unsere IT nun auch ihren Wert sehr offensiv nachweisen kann.

Wie gehen Sie das Thema Langzeitarchivierung an?

Herzog: Was ist die Hauptaufgabe, was sichern wir? Im Rückblick muss ich sagen, und da fühle ich mich bestätigt in meiner Herangehensweise, ist es sehr komplex, Richtlinien für die Archivierung aufzusetzen, die Bestand haben. Wir haben uns deshalb ein halbes Jahr Zeit gegeben, die Archivierungsmechanismen zu studieren und uns die Möglichkeit offengehalten, noch mal von vorne anfangen zu dürfen. Hat man erst mal Regeln aufgesetzt, dann hält sich das System daran. Und wenn dann der Dump der Oracle-Datenbank im Archiv landet, dann wird man das nicht mehr los. Wer unstrukturiert ein Archiv aufsetzt, macht eine Bauchlandung. Fertig, aus. Also Spielphase einplanen und ein Tipp von mir, die Zugriffsberechtigungen überprüfen. Auf einem Speichersystem hätte man die Datei mit viel Glück vielleicht finden können, öffnen Sie aber in einem Archiv die Suchmaschine, dann wird das zu einer Spielwiese für alle, wenn die Rechte falsch definiert sind.

Sie haben, das entnehme ich Ihren Worten, die Spielphase inzwischen hinter sich gelassen?

Herzog: Na ja, klar. Einfach ist es aber nicht. Wir mussten zwei Anläufe nehmen. Selbst beim zweiten Anlauf haben wir noch etwa eine Woche gebraucht, um Policies aufzustellen und mit den Fachabteilungen abzustimmen. Wir gehen das Thema bislang noch recht locker an, da wir uns eine längere Probephase eingeräumt haben. Vorsichtshalber haben wir die Retention-Time erst mal generell auf ein Jahr befristet. Wenn die Abläufe danach noch nach unseren Vorstellungen funktionieren, werden wir die Retention-Zeit Zug um Zug verlängern. Verlängern kann man immer, was jedoch nicht geht, ist die Aufbewahrungfrist zurück zu setzen. Auch als Administrator kann man die Daten nicht vor dem definierten Ablauftermin freigeben. Das Thema erfordert ein intensives Auseinandersetzen mit jedem einzelnen Server. Über einen Kamm scheren funktioniert nicht.

Dann bewegt mich das Thema Patch und Update. Bei jeder Systemveränderung ist man natürlich angespannt. Das haben wir mit der Gingcom nun aber gut im Griff. Wir initialisieren vorher einen Snapshot und sind damit in der Lage, wieder zu diesem Zustand zurückzukehren, wenn der Patch repektive das Update misslingt. Das sind Aspkete, die gefallen mir sehr gut.

weiter mit Single Instance Storage schafft Platz

(ID:2017768)