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Wie aus Backup, File- und E-Mail-Archivierung eine Business-Continuity-Strategie entsteht Mit Muße das Disaster Revocery angehen

Autor / Redakteur: Das Interview führte Rainer Graefen / Rainer Graefen

Escha Bauelemente mit Sitz in Halver bei Dortmund gehört zu den Top-10-Unternehmen für Produktionssteuerungsanlagen. 360 Mitarbeiter, davon 25 Entwickler, zwölf Außendienstmitarbeiter und fünf ITler, arbeiten in drei Werken. Backup-, Datei- und E-Mail-Archivierung waren die Problemstellen der Unternehmens-IT. Storage-Insider.de sprach mit IT-Leiter Peter Herzog, wie er mit der multifunktionalen Gingcom-Appliance seine Archivpläne realisieren und eine Disaster-Recovery-Strategie hochziehen will.

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Peter Herzog, IT-Leiter bei der ESCHA Bauelemente GmbH
Peter Herzog, IT-Leiter bei der ESCHA Bauelemente GmbH
( Archiv: Vogel Business Media )

Welche Hard- und Software wird von Ihnen betreut?

Herzog: Wir sind Microsoft-lastig. Mir war als IT-Leiter wichtig, eine Linie zu fahren, um nicht doppeltes Know-how aufbauen zu müssen. Das heißt, MS Windows 2003 Server, Exchange, Citrix-Systeme für den Außendienst, PLM-System, Unigraphics für die CAD-Abteilung, Infor als ERP-System mit einer Oracle-Datenbank auf einem Windows-Server.

Erstaunlich für mich, dass Sie mit keinem Wort den Begriff Cluster erwähnt haben. Wird Datenverfügbarkeit bei Escha klein geschrieben?

Herzog: Ganz im Gegenteil! Eine Gegenfrage: Soll man bei redundanter Datenhaltung schon von Cluster reden? Vor einem Jahr haben wir VMware eingeführt, damit die Server konsolidiert und so schon mal eine hohe Verfügbarkeit der Anwendungen sichergestellt wird. Dann haben wir auf der Hardwareseite mit zwei Bladecentern und einem über redundante Pfade angeschlossenen FC-SAN mit RAID-Speicher die notwendige Hardware-Redundanz. Ich habe also definitiv, auch ohne Cluster, eine hohe Verfügbarkeit.

Und wie realisieren Sie die Redundanz des primären Rechenzentrums?

Herzog: Stimmt, diese Frage steht schnell im Raum. Meine Antwort darauf lautet aber nicht, dass ich das gesamte Rechenzentrum noch einmal in einem zweiten Werk aufbaue. Verfügbarkeit bringt keinen zusätzlichen Nutzen, wenn ich dann nur ein Duplikat besitze. Mir reicht es, wenn wir spätestens innerhalb eines Tages die notwendige Infrastruktur mit allen wichtigen Anwendungen wieder hochziehen können. Dazu haben wir in dem Offsite-Standort das Gingcom-System installiert.

Das müssen Sie mir erklären. Benützen Sie die Backup- und Archivierungsfunktionen der Gingcom als Datentresor?

Herzog: Mein Ausgangspunkt war eigentlich unser Datenwachstum. In der CAD-Abteilung hat sich die Datenmenge innerhalb eines Jahres auf 200 Gigabyte verdoppelt. Sorgen macht mir dann zum einen mein Backup-Fenster, zum anderen geht es mir um Übersicht, um strukturierte Datenablage, die Sicherheit meiner Daten und dass kein Know-how abfliesst. Das gefällt mit beispielsweise bei der Gingcom supergut, dass ich Regeln für mein Archiv definieren kann.

Das muss man sich so vorstellen: Wir haben die Gingcom einmal als Storage-System und einmal als Backup für unsere Files. In bestimmten Zyklen sichern wir. Im schlimmsten Fall fehlen uns zwei Stunden.

Entscheidend war für uns, dass wir von der Geschäftführung vor einem dreiviertel Jahr das Go für eine Veränderung der Technik bekommen haben. Escha wächst sehr stark und wir müssen ständig neue IT-Anforderungen umsetzen und viele Patches für unsere ERP-Software integrieren.

Dann, habe ich gesagt, brauchen wir ein neues Storage-System, um das alles umsetzen zu können und um auch mein Langzeitziel Unternehmensarchiv angehen zu können. Das ist nicht besonders akut. Ich möchte aber auf Dauer nicht, dass etwas von unserem Know-how, das häufig in E-Mails drinsteckt und zum Teil auch in den individuellen Ablagesystemen der Mitarbeiter, verloren geht. Die bisherige Vorgehensweise hat nichts mit einer professionellen Ablage zu tun.

weiter mit E-Mail-Archiv und Know-how-Schutz

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