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Netzwerkspeichersystem Iomega StorCenter px4-300r im Praxistest, Teil 2

NAS-Geräte für den SMB-Markt machen Profisystemen das Einstiegssegment streitig

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Benchmark-Verifizierung

Im Anschluss haben wir mit realen Daten nachgemessen. Hierfür haben wir mit Dataram RAMDisk 3.5 eine 2.048 MByte große Ramdisk (FAT32) eingerichtet. Die Messzeiten wurden händisch ermittelt; die angegebenen Werte sind jeweils der Durchschnitt aus drei Messungen.

Als Testdaten dienten folgende Pakete:

Bildergalerie
  • ISO Image: Ein einzelnes CD-Image mit 1.881.049.088 Byte
  • Mix: Ein CD-Image mit 992.837.632 Byte und 276 MP3-Dateien mit insgesamt 1.049.505.565 Byte
  • MP3: 572 MP3-Dateien mit insgesamt 2.016.151.756 Bytes

Mit einem Maximalwert von 106,44 MByte/s bestätigten sich zunächst die Werte des Everest-Benchmarks. Um an der Kapazität des Gigabit-Ethernet zu kratzen, braucht es aber eine große Datei, die in einem Rutsch auf ein iSCSI-Laufwerk des Speichersystems geschrieben wird (RAM > NAS).

Beim Zurücklesen der gleichen Datei auf die Ramdisk (NAS > RAM) brach der Wert bereits auf 73,59 MByte/s ein. Je mehr kleine Dateien geschrieben oder gelesen werden, desto geringer die Durchsätze. Generell gilt beim iSCSI-Zugriff: Die Schreibraten liegen über den Leseraten des StorCenter px4-300r.

(Archiv: Vogel Business Media)

Abb. 6: Block- und Filetransfer belasten die Hardware unterschiedlich

Beim Zugriff auf Verzeichnisfreigaben ist das genau umgekehrt. Das Speichersystem nimmt Daten also schneller an, als es diese ausliefert. Insgesamt liegen die Transferraten bei freigegebenen Ordnern deutlich unter denen des iSCSI-Laufwerks. Niedrigster Durchsatz im Test waren 26,71 MByte pro Sekunde für das Schreiben von MP3-Dateien auf das Iomega-System.

Fazit

Die Funktionsvielfalt des Iomega StorCenter px4-300r ist überwältigend. Beim Test haben wir uns deshalb mehrmals die Frage nach der typischen Zielgruppe gestellt. ITunes-Server, Torrent-Server und Fototransfer per USB oder Bluetooth sprechen eindeutig private Nutzer an.

Abschrecken dürften diese aber das penetrante Betriebsgeräusch und der Preis des Systems. Kleinere Unternehmen verbannen die Speicherappliance dagegen am besten in den Serverraum.

Dort bleiben Bluetooth- und USB-Schnittstellen dann zwar weitestgehend ungenutzt; für den professionellen Einsatz eignen sich Funktionen für iSCSI, Überwachungskameras oder private Cloud aber ohnehin besser.

Mit den aktiven Ordnern liefert Iomega ein ansprechendes Konzept zur leichten und automatisierten Bereitstellung von Daten an begrenzte oder öffentliche Nutzerkreise. Mögliche Anwendungsfälle hierfür sehen wir in kleinen Arbeitsgruppen, die auf gemeinsame Rohdaten zugreifen.

Agenturen könnten per YouTube, Flickr oder Facebook zudem unkompliziert und schnell Informationen verbreiten. Das von uns getestete System Iomega StorCenter px4-300r mit acht Terabyte Kapazität ist für 2.560 Euro erhältlich.

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