Veeams neue Data Cloud verfolgt einen serviceorientierten Ansatz, um Anwendern Storage und Backup für Microsoft Azure und Microsoft 365 zu bieten. Storage-Insider sprach mit Dave Russell, VP Enterprise Strategy and acting CTO, Veeam.
Die Veeam Data Cloud bietet All-in-One-Speicher, Cloud-Backup und Ransomware-Wiederherstellung sowohl für Microsoft Azure als auch Microsoft 365.
Veeam hat die Veeam Data Cloud gestartet – eine Plattform, die All-in-One-Speicher, Cloud-Backup und Ransomware-Wiederherstellung sowohl für Microsoft Azure als auch Microsoft 365 bietet. Im Gespräch mit Storage-Insider erläuterte Dave Russell, VP Enterprise Strategy and acting CTO, dass in beiden Fällen der Wiederherstellungsservice den Schwerpunkt bildet. Aber Anwender müssten genau hinsehen.
Die Veeam Data Cloud für Microsoft 365 basiere auf dem Fundament von Veeam Backup für Microsoft 365. „Der Hauptunterschied besteht darin, dass es jetzt als Cloud-basierte und -native Lösung angeboten werde. Während Veeam Backup für Microsoft 365 eine eigenständige Backup-Lösung für Microsoft-365-Anwendungen darstellt, offeriert Veeam Data Cloud für Microsoft 365 diese Lösung als servicebasiertes Modell.“
Durch die Umstellung auf diesen Ansatz erhielten die Anwender die üblichen Vorteile, allen voran die Möglichkeit zur einfachen Integration in eine bestehende Cloud-Infrastruktur, flexible Skalierbarkeit und vereinfachtes Management. Darüber erhielten sie eine Backup-Umgebung, für die weder Einrichtung noch Wartung erforderlich seien.
„Veeam Data Cloud ist eine vollständig verwaltete SaaS-Lösung, die Kunden von der Installations-, Betriebs- und Wartungslast befreit“, so Russel. „Dieser Ansatz ermöglicht es ihnen, sich auf ihre Kernaufgaben statt auf die unliebsame IT-Verwaltung zu konzentrieren. Das macht die Veeam Data Cloud speziell für Unternehmen mit begrenzten IT-Ressourcen interessant.“
Die Veeam Data Cloud für Microsoft Azure mit Backup-Diensten für Azure VMs, Azure SQL und Azure Files folge einem weitgehend identischen Ansatz: „Ähnlich wie bei der Veeam Data Cloud für Microsoft 365 basiert Veeam Data Cloud für Microsoft Azure auf der bestehenden Lösung Veeam Backup für Microsoft Azure und wird als vollständig verwalteter Service angeboten. Auch hier können Kunden nun die Backup- und Wiederherstellungsfunktionen von Veeam in einem vereinfachten, servicebasierten Modell nutzen, das speziell für die Cloud konzipiert wurde.“
Für die Data Cloud stehen Erweiterungen an
Nach Angaben des Vice President soll die Data Cloud noch stärker mit Cloud-Plattformen und -Diensten integriert werden, für die nahe Zukunft sei eine verstärkte Zusammenarbeit mit den großen Hyperscalern zu erwarten. „Aktuell dient Microsoft Azure als Grundlage der Veeam Data Cloud, wir untersuchen jedoch aktiv Möglichkeiten, das Angebot und die Funktionalitäten auch auf andere Cloud-Plattformen auszuweiten“, so Russel gegenüber Storage-Insider. Das entspreche genau den Wünschen der Kunden.
Dave Russell, VP Enterprise Strategy and acting CTO, Veeam.
(Bild: Veeam)
Darüber hinaus arbeite man angesichts besagter begrenzter IT-Ressourcen bei den Anwendern beständig daran, das Angebot noch einfacher handhabbar zu machen. Ein zentrales Dashboard erlaube es zum Beispiel, die Datensicherung auf intuitive Weise zu verwalten und zu überwachen. Und im gesamten Entwicklungsprozess habe Veeam Effizienz und Geschwindigkeit auf Anwenderseite priorisiert: Kunden könnten sich nun innerhalb von Minuten registrieren und anmelden, Backups erstellen und Wiederherstellungen durchführen, das alles bei minimaler Bearbeitungszeit.
Security basiert auf Zero-Trust-Prinzipien
Die Architektur von Veeam Data Cloud basiert laut Russel auf Zero-Trust-Prinzipien – was die kontinuierliche Überprüfung und Authentifizierung aller Zugriffsversuche einschließe, ob von innerhalb des Netzwerks oder extern. Sie biete strikte Zugangskontrollen, Multi-Faktor-Authentifizierung, Datenverschlüsselung und Unveränderlichkeit sowie verschiedene andere Sicherheitsmaßnahmen.
Zusätzlich sei die Veeam Data Cloud von Produktionsumgebungen isoliert – und zwar durch eine Kombination aus Netzwerksegmentierung, Authentifizierungsmechanismen und Datenverschlüsselung. „Diese Maßnahmen schaffen eine klare Trennung zwischen Produktionssystemen und Veeam Data Cloud, was einen zusätzlichen Schutz für die Kundendaten bedeutet. Durch die Implementierung einer Netzwerksegmentierung schafft Veeam separate Netzwerkgrenzen, die unbefugten Zugriff zwischen der Produktionsumgebung und Veeam Data Cloud verhindern.“
Best Practices für Sicherheit und FinOps
In der Veeam Data Cloud für Microsoft Azure fänden sich zudem Best Practices für Sicherheit und FinOps. „Diese Best Practices umfassen mehrere wichtige Maßnahmen: Zum einen sind rollenbasierte Zugriffskontrollen implementiert, zum anderen werden die Daten sowohl während der Übertragung als auch im Ruhezustand verschlüsselt. Es erfolgen regelmäßige Vulnerabilitätsbewertungen, um potenzielle Sicherheitslücken proaktiv zu identifizieren und zu beheben“, berichtete der Manager. Darüber hinaus würden umfassende Berichte erstellt, um Einblicke in den Sicherheitsstatus zu gewähren und Sicherheitsstandards einzuhalten.
Stand: 08.12.2025
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In Bezug auf FinOps erläuterten die Best Practices die Optimierung der finanziellen Abläufe in Azure-Umgebungen. Dies beziehe sich auf Ressourcengröße, Kostenzuweisung und Tagging, Überwachung der Nutzung sowie proaktive Kostenoptimierungsstrategien. Zusätzlich hielten Kostenmanagement-Tools und Richtlinien zur Ressourcennutzung sowohl die Ausgaben als auch die bestehenden Ressourcen unter Kontrolle.
„Die Umsetzung der 3-2-1-1-0-Regel, die betont, dass mehrere Kopien wichtiger Unternehmensdaten auf verschiedenen Arten von Speichermedien erstellt werden sollten, trägt dabei zur Datenresilienz bei“, so Russel. „Automatisierte Backup-Tests und die Überprüfung der Wiederherstellbarkeit sind wichtige Aspekte, die konsequent verfolgt werden sollten, um eine geringe Fehlermarge zu gewährleisten. Daten-Unveränderlichkeit und Versionierung stellen sicher, dass wichtige Informationen sicher aufbewahrt werden.“
Individuelle Preisoptionen für die Veeam Data Cloud
Konkrete Preisinformationen für die Veeam Data Cloud erhielten Interessierte am ehesten vom örtlichen Veeam-Vertreter. Dieser erstelle personalisierte und detaillierte Preise auf der Grundlage der jeweiligen Anforderungen des Kunden. Hier seien Faktoren wie der Umfang der Abdeckung, die Speicherkapazität und eventuell benötigte zusätzliche Dienste zu berücksichtigen.
„Es sei noch darauf hingewiesen, dass Veeam ein Lizenzmodell namens ,Veeam Universal Licensing‘ verwendet, das auf einer Abrechnung pro Instanz basiert. Da Veeam Data Cloud jedoch ein vollständig gemanagter Dienst mit Speicher ist, kann sich die Preisstruktur von herkömmlichen On-Premises-Lizenzen unterscheiden“, erläuterte der CTO. Dies resultiere in einem flexiblen Preismodell mit verschiedenen Lizenzierungsoptionen. „Wenden Sie sich an einen Veeam-Vertreter!“
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