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HCI – mehr als nur eine Speichervirtualisierung Nutanix verspricht Einsparungen in Milliardenhöhe durch HCI

Von Paula Breukel 5 min Lesedauer

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Auf der diesjährigen Nutanix „Next on Tour“ präsentierte das Unternehmen eine Vielzahl an Neuheiten. Der Hersteller verspricht, einen bedeutenden Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten. Doch was steckt konkret hinter diesem Versprechen?

Sammy Zoghlami, der SVP Sales – EMEA, eröffenete die Keynote bei der diesjährigen "Nutanix Next on Tour"-Veranstaltung in Darmstadt.(Bild:  Paula Breukel)
Sammy Zoghlami, der SVP Sales – EMEA, eröffenete die Keynote bei der diesjährigen "Nutanix Next on Tour"-Veranstaltung in Darmstadt.
(Bild: Paula Breukel)

Wenn wir an Rechenzentren denken, kommt uns unweigerlich das Bild von Storage-Lösungen in den Sinn: große Racks, gefüllt mit Hardware, die große Datenmengen speichern und verwalten. Von Storage-Arrays über NAS- (Network Attached Storage) bis hin zu SAN-Systemen (Storage Area Networks). Server bilden das Herzstück der Infrastruktur, da sie Anwendungen, Webseiten oder Datenbanken betreiben. Verbunden wird das Ganze durch Netzwerkgeräte – sie sorgen für die Kommunikation innerhalb und außerhalb des Rechenzentrums. Nutanix geht einen Schritt weiter: Hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) vereinen Rechenleistung, Speicher und Infrastruktur in einer einzigen, Software-gesteuerten Plattform und machen die vollgepackten Racks schlanker.

Die HCI-Lösung vereint Virtualisierung, Server, Storage-Netzwerk und Storage-System in einer Komplettlösung.(Bild:  Atlantic Ventures)
Die HCI-Lösung vereint Virtualisierung, Server, Storage-Netzwerk und Storage-System in einer Komplettlösung.
(Bild: Atlantic Ventures)

In Darmstadt präsentierte der Anbieter für hybride Multi-Cloud Nutanix seine Vision von nachhaltiger Dateninfrastruktur und Innovation. Sammy Zoghlami, der Senior Vice President des EMEA Vertriebs beschrieb das Ziel des Unternehmens wie folgt: „Wir verkaufen keine Produkte. Wir lösen Probleme.“ Daher wolle Nutanix nun nicht nur die Infrastruktur modernisieren, sondern auch die Applikationen in Richtung KI bewegen. Dabei seien die richtige Kultur und die richtigen Werte entscheidend: „Wir fokussieren uns auf den Kunden“, betonte Zoghlami.

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Nachhaltigkeit und Einsparungen in Milliardenhöhe durch HCI

Dr. Carlo Velten, der Mitgründer des Beratungs- und Innovationsunternehmens Atlantic Ventures, fertigte die Studie „Improving Sustainability in Data Centers“ im Auftrag von Nutanix an. Die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit von Rechenzentren standen hierbei im Zentrum. Es wurde die klassische 3-Tier-Infrastruktur mit hyperkonvengenten Infrastrukturen (HCI) und Hybrid-Cloud-Ansätzen in Sachen CO2-Emissionen in der EMEA-Region verglichen.

Die Studie und die ermittelten Prognosen fertigte Velten anhand eines Modellrechenzentrums an. Analysiert und verglichen wurden Stromverbrauch, -kosten und CO2-Emissionen von HCI-Lösungen und einer klassischen Infrastruktur. Es stellte sich heraus, dass Unternehmen mithilfe der HCI-Infrastruktur Geld sparen können – die Studie errechnete Kosteneinsparungen von 25 Milliarden Euro. „Das war natürlich eine Annahme, denn in Deutschland haben die wenigsten Unternehmen für das Datacenter bereits komplett grünen Strom“, erläuterte Velten und hat daher „mit dem deutschen Strommix und 0,348 Kilo an CO2-Äquivalenten für eine Kilowattstunde gerechnet.“

Die Studie zeigt die Unterschiede des Aufbaus einer Rechenzentumsinfrastruktur auf. Dabei wurde die klassische On-Premises-3-Tier-Architektur mit der Public Cloud, einer HCI und einer hybriden Cloud in puncto Emissionen beziehungsweise PUE-Wert des Datacenters verglichen.(Bild:  Atlantic Ventures)
Die Studie zeigt die Unterschiede des Aufbaus einer Rechenzentumsinfrastruktur auf. Dabei wurde die klassische On-Premises-3-Tier-Architektur mit der Public Cloud, einer HCI und einer hybriden Cloud in puncto Emissionen beziehungsweise PUE-Wert des Datacenters verglichen.
(Bild: Atlantic Ventures)

Doch anhand welcher Modellrechenzentrums wurden die Daten errechnet? Hierzu sagte Velten, dass als Modell eine „Firma mit 11.000 Mitarbeitern“ genommen und anhand dieser Firma unter anderem geprüft zu haben, „wie viele Server, welche Storage-Systeme und welche Switches“ im Datacenter verwendet würden. „Daneben haben wir dann das Leistungsäquivalent einer hyperkonvergenten Lösung gestellt und berechnet, wie viel Strom das verbrauchen würde“, führte er fort.

Dieser Wechsel von klassischen 3-Tier-Architekturen hin zu HCI-Infrastrukturen schafft die Möglichkeit, 27 Prozent Energie einzusparen.

Dr. Carlo Velten

Velten stellte fest, dass das Einsparpotenzial in Deutschland enorm hoch sei: Bei dem Wechsel zu einer HCI-Infrastruktur könnten im Zeitraum zwischen 2024 bis 2030 19,3 Terrawattstunden Energie und rund 5,2 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Die Kosteneinsparungen in diesem Zeitraum betragen laut seiner Untersuchung bis zu 5,9 Milliarden Euro. Velten räumte ein, dass „das natürlich ein langer Zeitraum ist. In der vorigen Studie aus dem Jahr 2022 betrug der Zeitraum nur fünf Jahre. Das hängt damit zusammen, dass man bei Studien versucht, runde Zahlen zu verwenden.“

Beschreibung des Bildes
Übersicht der möglichen Einsparungen durch die HCI-Infrastruktur in Rechenzentren
(Quelle: Atlantic Ventures)

Anhand dieser Grafik wird erkennbar, wie hoch die potentiellen Strom- und CO2-Ersparnisse im Zeitraum 2024 bis 2030 sein könnten.

Da Künstliche Intelligenz viel Energie benötige und so zu höheren Kosten führe, sei es unabdingbar, die Infrastruktur in Rechenzentren so zu gestalten, dass sie stromsparender sei, erklärte Velten. Klassische On-Premises-Rechenzentren verbrauchen laut dem Experten deutlich mehr Energie als Co-Lokations- oder Public-Cloud-Umgebungen. Im Rahmen der Studie wird auch der Stromverbrauch einzelner Storage-Lösungen aufgelistet. Darüber hinaus können Nutzer beim Disaster Recovery durch die schlanke HCI-Architektur mit kurzen Antwortzeiten rechnen.

Die Nutanix-Architektur in der Praxis

Die Kunden Maik Mascher, Daniel Spiller und Marcel Wiegers schilderten, welche Herausforderungen sie in ihrem Arbeitsalltag mithilfe von Nutanix bewältigen.(Bild:  Paula Breukel)
Die Kunden Maik Mascher, Daniel Spiller und Marcel Wiegers schilderten, welche Herausforderungen sie in ihrem Arbeitsalltag mithilfe von Nutanix bewältigen.
(Bild: Paula Breukel)

Maik Mascher, der als Virtualisierungsadministrator bei der Thüringer Energie AG (kurz: TEAG) tätig ist, beschrieb, wie die aktuelle Einführung der Nutanix-Infrastruktur aussieht. Vor allem Unternehmen wie die Thüringer Energie AG müssen besonders viele Richtlinien einhalten, da sie zu den kritischen Infrastrukturen (KRITIS) zählen. Mascher beschrieb den kommunalen Energiedienstleister als „breit aufgestelltes Unternehmen, das ein eigenes Glasfasernetz mit mehr als 6000 Kilometern in Thüringen betreibt. Wir bieten auch DSL-Anschlüsse und verwalten das Stromnetz in Thüringen.“ Maschers aktuelle Tätigkeit bestehe darin, die Virtualisierungsumgebung der TEAG und der Thüringer Energienetze (kurz: TEN) zu schaffen. „Alle Applikationen sind im Prinzip bei uns abgebildet, wie zum Beispiel auch unsere Netzführung, mit der wir das Stromnetz in Thüringen verwalten und bei Bedarf auch steuern.“ Darüber hinaus ist Mascher auch für das Backup verantwortlich. Doch wie kam es dazu, dass Mascher und sein Team nun Nutanix als Anbieter verwenden?

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Kennengelernt habe Mascher Nutanix vor zwei Jahren bei einer Veeam-Veranstaltung. Als die TEAG vor der Herausforderung stand, „eine Kubernetes-basierte Plattform aufzusetzen, also konkret ein Open-Shift-Cluster, und gleichzeitig bestimmte Workloads von der VMware auf einen anderen Hypervisor zu migrieren, um sie voneinander zu trennen“, habe sich Nutanix als geeignete Lösung erwiesen: „Im Juli haben wir die Bestellung aufgegeben, im September kam die Lösung an, und am 30. November ging es live.“ Der Vorteil bei der HCI-Lösung von Nutanix bestehe darin, dass Mascher einen Ansprechpartner für Anliegen habe und nicht viele verschiedene.

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Welche weiteren Neuheiten präsentierte Nutanix auf der „Next on Tour“?

Auf der Partner- und Kundenveranstaltung präsentierte Nutanix zahlreiche Neuheiten: von der Einführung der KI auf der Cloud über die erweiterte Partnerschaft mit AWS bis hin zur neuen Director Systems Engineering Christine Hensel. Hier alle Neuheiten in der Übersicht:

  • „Nutanix Enterprise AI“: Es handelt sich um eine Komplettlösung, die Künstliche Intelligenz nutzt. In der hybride Multi-Cloud betreibt die Lösung KI-Workloads. Dadurch werde die nötige Technik für die KI bereitgestellt. Die Plattform integriert Kubernetes-Umgebungen, Speicherlösungen und Netzwerkdienste nahtlos – das reduziert den Zeitaufwand der Einrichtung der KI erheblich. Die Lösung kann in der Cloud, im eigenen Rechenzentrum oder an dem Standort, an dem die Daten entstehen, angewandt werden.
  • Nuitanix erweitert die Partnerschaft mit AWS: Nutanix und AWS arbeiten enger zusammen, um die Cloud-Migrationen zu vereinfachen und Kunden den Zugang zu AWS-Diensten zu ermöglichen. Nutanix Cloud Clusters (NC2) auf AWS ermöglicht es Unternehmen, ihre On-Premises-Nutanix-Umgebungen auf AWS zu erweitern. Dadurch können AWS-Dienste wie Datenbanken, Amazon S3 und weitere problemfrei verwendet werden.
  • Christine Hensel – neue Director Systems Engineering: Christine Hensel wechselte von VMware zu Nutanix. Die Diplom-Informatikerin (Technische Hochschule Berlin) hielt einen Vortrag zum Unterschied zwischen generativer und prädiktiver KI.

Aktuelles eBook

Hyper-Converged Infrastructure

eBook HCI
eBook „Hyper-Converged Infrastructure“
(Bild: Storage-Insider)

IT-Abteilungen suchen heute zunehmend nach Möglichkeiten, die geforderten IT-Dienste mit der Geschwindigkeit und Betriebseffizienz von Diensten der Public-Cloud-Anbieter AWS, MS Azure und Google Cloud Platform liefern zu können.

Die Themen im Überblick:

  • Kluft zwischen traditioneller Infrastruktur und Public-Cloud-Diensten überbrücken
  • Vorteile von HCI im Überblick
  • HCI-Lösungen von Dell, Nutanix, Lenovo und Microsoft
  • Energieverbrauch, Energiekosten und CO2-Fußabdruck

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