Speichertipp: Open-Source-Tool hilft beim einfachen und anonymen DatenaustauschOnionShare: Dateien zwischen verschiedenen Systemen anonym mit „Tor“ teilen
Mit OnionShare lassen sich Dateien, Webseiten und Nachrichten in Echtzeit über das Tor-Netz austauschen, direkt vom eigenen Rechner. Der Tipp zeigt, wie das Tool funktioniert.
Mit OpenShare können Anwender schnell und einfach Daten anonym über das TOR-Netzwerk teilen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)
Lokale Webserver, zugänglich als temporäre Onion-Dienste, genau das ist das Funktionsprinzip von OnionShare. Die Anwendung koppelt einfache Bedienung mit kompromissloser Anonymität. Wer Dateien überträgt, chattet oder statische Webseiten bereitstellt, sendet nichts an fremde Server. Stattdessen läuft alles über eine Tor-Verbindung vom eigenen Gerät aus. Dritte, auch die Entwickler selbst, erhalten weder Zugriff noch Einblick.
Das steckt hinter OnionShare
Die Einrichtung erfolgt in wenigen Schritten: OnionShare verbindet sich beim Start mit dem Tor-Netzwerk, entweder direkt oder über Bridges bei Zensur. Schlägt der Verbindungsaufbau fehl, greift ein Mechanismus zur Umgehung staatlicher Blockaden. Dafür nutzt OnionShare die Censorship-Circumvention-API des Tor-Projekts, ein temporäres Fenster, durch das gezielt Zugangsdaten für nutzbare Brücken bezogen werden, bevor alle weiteren Verbindungen wieder torifiziert erfolgen.
Dateien lassen sich per Drag-and-drop übertragen. Nach dem Start eines Transfers generiert OnionShare eine einmalige „.onion“-Adresse mitsamt privatem Zugriffsschlüssel. Nur wer beides besitzt, kann über den Tor-Browser auf die angebotenen Inhalte zugreifen. Die Verbindung bleibt Ende-zu-Ende-verschlüsselt, die Datei liegt auf keinem Server. Für einzelne Empfänger lässt sich der Zugriff nach dem ersten Download automatisch beenden. Alternativ kann der Share dauerhaft online bleiben, was für öffentlich zugängliche Ressourcen oder redundante Verteilung sinnvoll ist.
Mit OnionShare Dateien anonym erhalten
Im Empfangsmodus agiert OnionShare als anonyme Dropbox. Nachrichten und Dateien landen strukturiert auf dem Host-System, Trigger-Mechanismen wie Webhooks benachrichtigen in Echtzeit über eingehende Inhalte. Das macht OnionShare zum Beispiel für investigative Redaktionen ebenso interessant wie für Aktivistenkollektive, die Wert auf absenderlose Kommunikation legen.
Auch der Chat funktioniert ohne zentrale Infrastruktur. OnionShare initiiert einen Server, der über „.onion“ erreichbar ist. Der Einstieg erfolgt über einen privaten Schlüssel, die Kommunikation läuft per WebSocket über Tor, ohne Log, ohne Server, ohne Spuren. Da keine Nachrichten gespeichert werden, bleiben Inhalte flüchtig.
Webhosting unterstützt OnionShare für statische Inhalte. Eine Index-Datei reicht aus, um ein minimales HTML-Angebot verfügbar zu machen – anonym, temporär, nicht nachverfolgbar. Sicherheitsschichten wie die Content-Security-Policy lassen sich wahlweise deaktivieren, wenn externe Inhalte geladen werden müssen.
Die Software steht unter MIT-Lizenz, der Quellcode ist offen. Neben Desktop-Versionen für Windows, macOS und Linux bietet das Projekt mobile Varianten für Android und iOS, letztere entwickelt in Kooperation mit Guardian Project und Calyx Institute. Die Verteilung erfolgt signiert, die Integrität lässt sich via PGP validieren.
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