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Speichertipp: Daten nach dem BitTorrent-Prinzip sicher speichern und teilen Tahoe-LAFS: dezentrales und sicheres Cloud-Speichersystem

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Tahoe-LAFS (Least-Authority File Store) ist eine Open-Source-Lösung für dezentrale Cloud-Speicherung, die eine sichere, ausfallsichere und anbieterunabhängige Speicherung von Daten ermöglicht. Durch die verteilte Architektur bleibt das System auch bei Serverausfällen oder Angriffen intakt, wodurch Datenschutz und Integrität der gespeicherten Informationen gewährleistet werden.

Tahoe-LAFS: Dezentrale Cloud-Speicherung für sichere, ausfallsichere und anbieterunabhängige Datenhaltung.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Tahoe-LAFS: Dezentrale Cloud-Speicherung für sichere, ausfallsichere und anbieterunabhängige Datenhaltung.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Das Besondere an Tahoe-LAFS ist die sogenannte „Provider-Independent Security“. Die Sicherheit der Dateien wird auf Client-Seite durch mathematische Verfahren gewährleistet, anstatt sich auf die Integrität der Speicherserver zu verlassen. Selbst wenn Server kompromittiert werden, bleiben die Daten geschützt. Die Verschlüsselung erfolgt automatisch, wodurch ein hohes Sicherheitsniveau erreicht wird, ohne dass Nutzer sich um die Verwaltung von Schlüsseln kümmern müssen. Der Quellcode von Tahoe-LAFS ist frei verfügbar, und Entwickler sind eingeladen, zur Weiterentwicklung beizutragen. Tahoe-LAFS verfolgt das Ziel, ein dezentrales, sicheres und zuverlässiges Speichersystem für eine Welt zu schaffen, in der Nutzer die Kontrolle über ihre Daten behalten.

Ein weiteres Kernkonzept ist das „Erasure-Coding“. Diese Technik sorgt dafür, dass Daten in mehrere Fragmente aufgeteilt und auf verschiedene Server verteilt werden. Standardmäßig nutzt Tahoe-LAFS eine Drei-von-zehn-Kodierung, was bedeutet, dass ein Benutzer seine Daten auch dann wiederherstellen kann, wenn sieben von zehn Servern ausfallen. Dadurch ist die Speicherung robuster als auf herkömmlichen RAID-Systemen.

Funktionsweise und Nutzung von Tahoe-LAFS

Tahoe-LAFS funktioniert ähnlich wie BitTorrent, erlaubt jedoch sowohl das Hochladen als auch das Herunterladen von Dateien. Das System unterstützt Verzeichnisse und bietet eine einfache Navigation durch gespeicherte Inhalte. Der Zugriff auf Dateien erfolgt über eindeutige Capabilities, die die Rechte für Lesen, Verändern oder Löschen definieren. Dadurch können Nutzer ihre Daten gezielt freigeben, ohne zentrale Zugriffskontrollen zu benötigen.

Die Architektur von Tahoe-LAFS.(Bild:  tahoe-lafs.org)
Die Architektur von Tahoe-LAFS.
(Bild: tahoe-lafs.org)

Nutzer können entscheiden, wie viele Speicherfragmente erzeugt und auf wie viele Server verteilt werden. Die Standardkonfiguration kann je nach Anwendungsfall optimiert werden, um entweder mehr Speicherplatz zu sparen oder eine höhere Redundanz zu erreichen.

Plattformunterstützung und Integration

Tahoe-LAFS ist plattformunabhängig und läuft unter Linux, Windows und macOS. Auch der Betrieb auf eingebetteten Systemen wie OpenWRT-Routern oder NAS-Geräten ist möglich. Für Nutzer, die eine einfache Integration in ihr bestehendes System umsetzen wollen, bietet Tahoe-LAFS verschiedene Schnittstellen, darunter ein Web-Interface sowie eine SFTP-Unterstützung. Dadurch lassen sich Dateien auch über Tools wie SSHFS oder PyFilesystem abrufen.

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