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Bei ersten Hyperscale-Cloud-Anbietern bereits im Einsatz Seagate liefert HAMR-Festplatten mit bis zu 44 Terabyte aus

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Seagate positioniert die neuen Mozaic-4+-Festplatten auf Basis der HAMR-Technologie mit Kapazitäten von bis zu 44 TB pro Laufwerk als Plattform für wirtschaftliches Datenwachstum im KI-Maßstab. Zwei führende Hyperscale-Cloud-Anbieter hätten die Plattform bereits qualifiziert.

Vertikal integrierte Photonik soll Seagate zufolge die Kontrolle über Ertrag, Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit der Lieferkette stärken.(Bild:  Seagate)
Vertikal integrierte Photonik soll Seagate zufolge die Kontrolle über Ertrag, Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit der Lieferkette stärken.
(Bild: Seagate)

Die Mozaic-4+-Plattform ist Seagate zufolge derzeit die einzige großflächig im Einsatz befindliche Festplattentechnologie, die auf HAMR (Heat-Assisted Magnetic Recording) basiert. Die Namen der beiden qualifizierenden Hyperscaler nennt das Unternehmen nicht. Die Auslieferung in hohen Stückzahlen habe jedoch bereits begonnen, so Seagate. Weitere Kundenqualifizierungen seien in Vorbereitung.

HAMR mit vertikal integrierter Photonik

HAMR-Laufwerke nutzen einen miniaturisierten Laser, um die magnetische Schicht des Speichermediums kurzzeitig zu erwärmen und so eine höhere Datendichte zu ermöglichen als mit konventioneller Aufzeichnungstechnik. Seagate entwickelt und fertigt die dafür benötigten Nanophotonik-Komponenten nach eigenen Angaben selbst – ein als vertikale Integration bezeichneter Ansatz, der laut Unternehmen die Kontrolle über Qualität, Ausbeute und Lieferkettenstabilität stärken soll.

Die aktuelle Plattformgeneration weise zudem eine überarbeitete Suspension-Architektur sowie ein neues System-on-a-Chip auf. Beides soll eine präzisere Aufzeichnung bei höheren Datendichten und eine für Enterprise-Umgebungen geforderte Zuverlässigkeit gewährleisten.

Roadmap: bis zu 100 TB je Laufwerk

Seagate gibt an, die Kapazität pro Scheibe schrittweise von derzeit rund 4+ TB auf künftig 10 TB steigern zu wollen – ohne grundlegende Architekturänderungen an der Plattform. Das würde Festplattenkapazitäten von bis zu 100 TB je Laufwerk ermöglichen. Einen konkreten Zeitplan für diese Entwicklungsstufen nennt Seagate nicht.

Effizienz im Rechenzentrumsbetrieb

Seagate rechnet vor, dass der Einsatz der Mozaic-4+-Laufwerke gegenüber einer typischen Konfiguration mit 30-TB-Laufwerken bei einer Bereitstellung von einem Exabyte die Infrastruktureffizienz um rund 47 Prozent verbessern könne. Laut eigenen Berechnungen des Unternehmens – basierend auf internen Produkttests – ließen sich dabei knapp zehn Quadratmeter Rechenzentrumsfläche und etwa 0,8 Millionen kWh Jahresenergieverbrauch einsparen. Die Plattform erhöhe die nutzbare Kapazität pro Rack und pro Watt und senke so die Gesamtbetriebskosten.

Diese Argumentation zielt direkt auf den wachsenden Speicherbedarf durch KI-Workloads ab: Training und Feinabstimmung großer Sprachmodelle erfordern den Zugriff auf umfangreiche Datenpools, die wirtschaftlich vorgehalten werden müssen.

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