Suchen

Big Data Hosting

Service Provider in der Zettabyte-Ära

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Beschleunigsfaktor Social Media

Social Media hat sich dabei als Beschleunigungsfaktor für das Datenwachstum erwiesen. Dazu kommt noch, dass viele Daten mehrfach gespeichert werden und "alte" Daten nur selten gelöscht werden, so dass ein immenser „Datenmüll“ entsteht.

Dabei ist das hohe Datenaufkommen keineswegs auf die privaten Anwender beschränkt, auch wenn von ihnen im Zuge der „Consumerization“ der Anstoß ausging. Multimedia-Inhalte sind vor dem Hintergrund einer allgemein intensivierten Medien-Kommunikation beispielsweise auch in Online-Shops üblich, wo den Kunden etwa hoch auflösende Panoramafotos oder Videos von den angebotenen Produkten gezeigt werden oder Videos gleich Bestandteil von Leistungen sind.

Die aus unterschiedlichen Gründen entstehenden großen Datenmengen werden in der IT mittlerweile durchaus als Problem gesehen – was sich auch daran zeigt, dass sich mit Big Data ein eigener Begriff etabliert hat.

Big Hosting

Denn es reicht ja nicht, die Daten irgendwo abzulegen, vielmehr muss man sie zum richtigen Zeitpunkt, mit begrenztem Aufwand und ohne hohe Latenzzeit auch wieder finden. Herkömmliche relationale Datenbanken können die großen Datenmengen, die zudem nur zu einem geringen Teil strukturierte Daten umfassen, nicht mehr optimal verarbeiten.

Insbesondere für datenintensive Anwendungen, beispielsweise für Data Warehouse oder Data Mining müssen daher andere Lösungen gefunden werden. Hier bieten Storage Resource Management und Data Life Cycle Management geeignete Technologien und Maßnahmen, die von der Storage-Virtualisierung über die Deduplizierung bis zu einer durchgängigen Priorisierung der Daten reichen.

Dabei steht meist die Datenhaltung im Vordergrund, also klassische IT, wie sie mit den bekannten Server- und Storage-Systemen betrieben wird. Auch für Hosting und Service Providing, also für eine Remote betriebene Datenverarbeitung beziehungsweise in einem weiteren Sinn für Cloud Computing generell, stellt das starke Datenwachstum eine Herausforderung dar.

Wohin mit der Spitzenlast

Zum Einen sind die Provider natürlich mit wachsenden Datenmengen konfrontiert, die sie ihren Unternehmenskunden abnehmen. Schon seit längerem beobachten Service Provider, dass ein Datenaufkommen, das bei ihren Kunden bisher nur als Spitzenbelastung auftrat, nun mehr und mehr zur normalen Beanspruchung wird. Im Hosting betrifft das nicht die System-generierten Daten, sondern die erwähnten, von den Nutzern erzeugten Daten, konkret vor allem Daten aus Anwendungen, die intensiv von grafischen Darstellungen sowie von Audio- und Video-Elementen Gebrauch machen.

Wenn Unternehmen mit Big Data operieren, so müssen natürlich auch Provider in der Lage sein, solche Daten für ihre bestehenden Kunden zu verarbeiten. Service Provider müssen sich also darauf einstellen, dass die bei ihnen verarbeiteten Datenmengen in der nächsten Zeit (weiter) stark steigen werden. Gerade wenn Unternehmen beim Handling von Big Data an Grenzen der eigenen Ressourcen, aber auch des eigenen Know-hows stoßen, werden sie vermehrt nach Partnern Ausschau halten, die ihnen nicht nur zeigen können, wie es geht, sondern die ihnen am besten den Datenwust gleich ganz abnehmen.

(ID:32188370)