Big Data Hosting

Service Provider in der Zettabyte-Ära

| Autor / Redakteur: Diethelm Siebuhr* / Rainer Graefen

Auch für große Datenmengen gerüstet – Rack-Reihen im Rechenzentrum von Easynet (Quelle: Easynet)
Auch für große Datenmengen gerüstet – Rack-Reihen im Rechenzentrum von Easynet (Quelle: Easynet)

Die Datenmengen verdoppeln sich derzeit alle zwei Jahre. Diese Entwicklung stellt auch die Service Provider vor neue Herausforderungen. Mit einer rein quantitativen Aufrüstung der Systeme ist es dabei nicht getan, notwendig sind vielmehr intelligente Lösungen, die das Datenaufkommen ohne Leistungseinbußen optimieren

„Big Data“ ist neben Cloud Computing und mobilen Systemen zu einem der Top-Themen der IT geworden. Derzeit verdoppelt sich der weltweite Datenbestand etwa alle zwei Jahre und in den Unternehmen hat das Megabyte als Messgröße schon ausgedient. Die Rechenzentren denken heute kaum noch in Terabyte, sondern gleich in Petabyte – man ist also schon bei Größenordnungen von 10^15 angelangt.

Betrachtet man das Datenwachstum nicht mehr lokal, sondern global, so ist neuerdings bereits das Zettabyte – 10^21 – en vogue: Um 1,8 Zettabyte soll nämlich 2011 die globale Datenmenge gewachsen sein. Vermutlich werden wir auch noch das Yottabyte mit seinen 10^24 Bytes erleben.

Speicherkosten im Aufwärtstrend

Früher, also bis in die Terabyte-Ära, konnte man das Datenwachstum in der Regel problemlos durch zusätzliche Speicher-, Verarbeitungs- und Übertragungskapazitäten auffangen. Die entsprechende Technik entwickelte sich weitgehend parallel zu den Datenmengen, die Kosten für die Speicherung nahmen zwar insgesamt tendenziell zu, sanken aber pro Byte drastisch.

Ältere IT-Nutzer können sich noch an die ersten 10-MByte-Festplatten für PCs erinnern, für die man rund 5.000 Mark zu zahlen hatte; heute sind 10 MByte für knapp 0,005 Cent zu haben, wobei ein einziges hoch auflösendes Foto schon mehr Platz benötigt. Auch wenn die ständige Verkleinerung und Verbilligung von Systemkomponenten wie Speichermedien irgendwann an eine technische Grenze stoßen muss – Atome lassen sich nun mal nicht verkleinern –, das aktuelle Problem mit Big Data liegt weniger darin, diese Datenmengen überhaupt auf geeigneten Medien unterzubringen, sondern sie dann auch noch mit vertretbarem Aufwand verarbeiten und verwalten zu können.

Gründe des Datenwachstums

Die Ursachen für das enorme Datenwachstum sind vielfältig, wobei zwei im Vordergrund stehen. Zum einen erzeugt die IT selbst immer mehr Daten. Insbesondere die fortschreitende Digitalisierung von technischen Prozessen führt dazu, dass immer mehr Daten entstehen: Daten von digitalen Messfühlern, Log-Daten, RFID-Daten, Bewegungsdaten, GPS-Daten und alle Daten, die die digitalen Systeme untereinander austauschen. Jeder Zugriff auf ein Lager, jeder Prozessschritt in der Fertigung, jeder Kassenvorgang erzeugt eine Flut von Daten, die konsolidiert, ausgewertet und gespeichert werden müssen.

Zu den System-generierten Daten kommen jene, die durch die Nutzer erzeugt werden. Die klassischen Dokumente sind unter dem Aspekt Datenvolumen heute zu vernachlässigen, im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen Multimedia-Inhalte, so zum Beispiel Audio-Files, hoch auflösende Fotos oder HD-Videos. Diese Formate sind nicht nur äußerst datenintensiv, sie werden von den Nutzern mehr und mehr als Normalfall angesehen, wie der Weihnachtsgruß an die Tante, der ganz selbstverständlich ein HD-Video enthält.

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