Im neunten Teil unserer Reihe zu sicheren Cloud-Speichern aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt schauen wir uns die Angebote von MediaFire, Mega und SpiderOak an. Alle drei Speicher bieten im Verhältnis viel Sicherheit, werden aber in den USA gehostet.
Für Anwender, die geschäftskritische oder personenbezogene Daten vor dem Transfer in die Cloud selbst verschlüsseln, gibt es interessante Speicherdienste US-amerikanischer Anbieter.
Wir beschäftigen uns in dieser Reihe zu sicheren Cloud-Speichern vor allem mit Speichern aus Deutschland und der EU aufgrund des einheitlichen Datenschutzrechts. Doch auch außerhalb des europäischen Raums gibt es interessante Ansätze, wie die nachfolgend beschriebenen Cloud-Speicherdienste aus den USA zeigen.
Cloud-Daten vor dem Upload verschlüsseln
Alle drei File-Services bieten viele Möglichkeiten und lassen sich mit Zusatztools zudem weitgehend sicher betreiben. Natürlich können MediaFire, Mega und SpiderOak nicht die sicheren Grundlagen wie Speicher aus der EU bieten. Mit Verschlüsselungstools lassen sich aber auch die US-Services sicher nutzen.
Wer seine Daten also sicher in Cloud-Speichern ablegen will, die nicht in Deutschland oder der EU positioniert ist, kann auf Tools wie Boxcryptor setzen, das Daten verschlüsselt, bevor sie in den Cloud-Speicher hochgeladen werden. Somit können Anwender ihre Daten auch in Speicherdiensten ablegen, die nicht innerhalb der EU betrieben werden. Alternativen zu Boxcryptor sind die Tools Cryptomator oder Cryptsync.
MediaFire – für Privatanwender kostenlos bis 10 GB Speicherplatz
Bei MediaFire erhalten Anwender und kleine Unternehmen 10 GBSpeicherplatz umsonst. Es ist generell auch möglich, über ein Belohnungssystem mehr Datenspeicher zu erhalten. Allerdings kommt der Speicher nicht aus der EU, sondern aus den USA. Das ist bezüglich des Datenschutzes natürlich nicht ideal, da US-amerikanische Behörden generell auf die Daten zugreifen dürfen. Hier kann es aber sinnvoll sein, mit den Tools zu arbeiten, die wir oben beschrieben haben. MediaFire bietet eine moderne Oberfläche, die auch in deutscher Sprache zur Verfügung steht.
MediaFire bietet eine deutschsprachige, moderne Oberfläche, so dass Anwender leicht und unproblematisch Daten hoch- und herunterladen können.
(Bild: Joos)
MediaFire ist ein leicht zu bedienender und effektiver Cloud-Speicher, der gerade für kleine Unternehmen und Selbstständige viele Vorteile mit sich bringt. Es gibt Clients für Windows, Android und iOS. Der Speicher ist vor allem für einzelne Benutzer ausgelegt. Eein Konzept für die Teamarbeit mit mehreren Personen ist also nicht vorhanden. Es gibt aber die Möglichkeit, Dateien mit anderen Benutzern zu teilen. Das geht auch mit Kennwort, allerdings nicht in der kostenpflichtigen Version.
Beim Teilen von Daten aus MediaFire heraus bieten die Entwickler Links an, die nur ein einziges Mal funktionieren. Da die Daten aber in den USA liegen, sollten europäische Kunden die Daten vor dem Upload verschlüsseln. Es gibt bei MediaFire auch einen kompetenten Support, der in englischer Sprache zur Verfügung steht und meistens schnell antwortet. Der größte Vorteil von MediaFire ist das schnelle und unkomplizierte Teilen von Dateien. Die Geschwindigkeit des Speichers wird in verschiedenen Bewertungen im Apple-Store und auf Google Play immer als „gut“ bezeichnet. Nachteile der kostenlosen Version sind ständige Werbeeinblendungen und Links beim Teilen von Daten.
Der „Pro“-Tarif kostet etwa 5 US-Dollar pro Monat, bietet 1 TB Speicher und viele Funktionen, die der kostenlosen „Basic“-Version fehlen. Mit einem „Business“-Tarif können Unternehmen oder einzelne Anwender auf 100 TB Speicher zurückgreifen und müssen dafür mit etwa 50 US-Dollar pro Monat rechnen.
Mega – kleines Transfervolumen trübt den guten Eindruck
Mega gehört zu den modernsten Cloud-Speichern aus den USA. Auch hier werden für die Datenspeicherung vor allem Rechenzentren in den USA genutzt. Wer seine Daten sicher speichern will, kann auch hier auf die Tools setzen, die wir zu Beginn des Beitrags beschrieben haben. Mega bietet eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und 20 GB kostenlosen Speicherplatz. Allerdings steht dieser Speicher nicht dauerhaft zur Verfügung und unterliegt verschiedenen Einschränkungen, vor allem bei Transfervolumen. Natürlich gibt es auch hier verschiedene Pläne, mit denen Anwender mehr Speicher erhalten können.
Mega bietet in der kostenlosen Version 20 GB Speicherplatz, die aber bezüglich des Transfervolumens nur eingeschränkt genutzt werden können.
(Bild: Joos)
Der Windows-Client und auch der macOS-Client ermöglichen eine flexible Steuerung der Synchronisierung lokaler Daten mit der Cloud. Die Preise für Einzelbenutzer beginnen bei 5 Euro pro Monat für 400 GB Speicherplatz und 1 TB Transfervolumen. Das ist ein Thema, das viele Benutzer abschreckt. Mega begrenzt nicht nur die Datenmenge, die Anwender in der Cloud speichern, sondern auch das Datenvolumen, das pro Monat heruntergeladen wird. Im kleinen „Pro-Lite“-Tarif erhalten Anwender zwar 400 GB Speicherplatz, dürfen allerdings nur 1 TB Transfervolumen verursachen. Beim großen „Pro-III“-Tarif für 30 Euro pro Monat dürfen Anwender 16 TB Daten monatlich speichern, aber auch nur 17 TB Transfervolumen nutzen. Ein weiterer Nachteil ist das Fehlen von Versionen beim Speichern von Dateien. Das macht die Wiederherstellung unnötig schwer.
Stand: 08.12.2025
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Bezüglich der Verwendung des Cloud-Speichers gehört Mega zu den beliebtesten überhaupt, da die Oberfläche sehr modern ist und viele Möglichkeiten bietet. Wer den Speicher auf Dauer nutzen will, sollte aber zumindest auf den kleinsten Tarif wechseln, da hier auch das Transfervolumen größer ist. Mega bietet Apps für Smartphones und für Windows, macOS und auch Linux an. Gerade hier haben Anwender den Vorteil, mit einem Cloud-Speicher auf verschiedenen Betriebssystemen arbeiten zu können.
SpiderOak – sicherer Cloud-Speicher aus den USA
Auch der Datenspeicher SpiderOak ist von Haus aus sicher, wenn auch wieder mit der Einschränkung, dass US-amerikanische Behörden grundsätzlich auf die Daten zugreifen können. Auch hier sollte Verschlüsselungstechnik eingesetzt werden. Auch SpiderOak ist über Apps für iOS und Android sowie Clients für Windows, macOS und Linux verwendbar. Im Rahmen der Speicherung ver- und entschlüsselt der Speicher ständig die Daten, was aber zu Lasten der Geschwindigkeit geht. Interessenten können SpiderOak 21 Tage lang kostenlos testen.