Tipps für modernes Datenmanagement

Sieben Möglichkeiten mit NAS-Dateien effizienter umzugehen

| Autor / Redakteur: Walter Schadhauser / Rainer Graefen

(Bild: Rubrik)

Viele Backup-Administratoren haben immer noch Schwierigkeiten, Unmengen von NAS-Daten zu sichern. Begrenzte IT-Budgets oder der Wunsch altgediente Systeme zu erhalten, erweisen sich als Hürden.

Viele geschäftskritische Daten könnten besser nutzbar sein, glaubt man bei Rubrik, die der Geschäftsführung modernes Cloud Data Management empfiehlt, da herkömmliche Backup-Lösungen durch spezifische Sicherungsprotokolle nicht die wünschenswerte Flexibilität liefern können.

So war in früheren Zeiten das Network Data Management Protocol (NDMP) die einzige Möglichkeit große Datenbestände quasi durch die Hintertür statt durch das Dateisystem vom NAS-System "abzuziehen". Während bei NDMP die Kommunikation zwischen Speicher und Backup-Gerät standardisiert ist, gilt diese nicht für das Backup-Format, so dass jeder Lösungsanbieter ein proprietäres Sicherungsformat auslieferte.

Der Vendor-Lock-in war gewollt, die zwangsweise Doppel- und Dreifachsicherungen unveränderter Dateien waren aus heutiger Sicht unausgegorene Softwarefunktionalitäten.

Die Zeiten haben sich jedoch geändert. Unternehmen agieren in einer durchdigitalisierten Welt, in der Petabyte an Daten und Milliarden von Dateien zu sichern sind. Jede Reduzierung von Backup-Transfers ist insofern zwingend auszunutzen. Am Besten wäre es natürlich, wenn die Backup-Lösung solche Fähigkeiten ohne Einflussnahmen durch den Backup-Operator selbstständig praktizieren kann.

Die folgenden sieben Tipps von Rubrik zeigen Unternehmen auf, wie sich die Herausforderung der Sicherung der Unmengen an NAS-Dateien meistern lässt und warum modernes Datenmanagement dabei von Vorteil ist:

  • Informieren Sie sich über Scale-out-Plattformen.
  • Verwenden Sie kein NDMP mehr. Dieses 20 Jahre alte Managementprotokoll packt ihre Daten in ein proprietäres Format und erschwert die Wiederherstellung. Speichern Sie Daten in ihrem nativen Format, wodurch diese sofort wiederherstellbar sind und sich die Recovery Time Objective (RTO) erheblich verkürzen.
  • Verwenden Sie den bewährten Ansatz inkrementell für immer. Vollständige Sicherungen wurden bislang aufgrund eines gerechtfertigten Mangels an Vertrauen in herkömmliche Architekturen erstellt. Aufgeblähte IT-Budgets, hoher Bedarf an Netzwerkbandbreite und immer mehr Sekundärspeicher waren die Konsequenz. "Incremental forever", so der Fachausdruck, macht wiederholte vollständige Sicherungen überflüssig, während gleichzeitig die Backup-Fenster reduziert werden und granulare Wiederherstellungspunkte zur Verfügung stehen.
  • Fordern Sie Exceptional-File-Reporting. Beim Sichern von NAS-Daten führen Berechtigungsfehler in bestimmten Ordnern oft zu unnötiger Scanzeit und übermäßiger Protokollierung. Es ist sehr nervig, wenn der gleiche Fehler Ihre Protokolle überschwemmt. Hinzu kommt, dass man das echte Problem in der Fülle von Fehlermeldungen leicht übersehen kann und sich die Fehlerbeseitigung verzögert. Eine Möglichkeit, um problematische Dateien zu bearbeiten, die von der Sicherungsanwendung aufgrund fehlender Berechtigungen übersehen wurden, besteht darin, eine Liste in einer leicht herunterladbaren CSV-Datei zu erfassen, ohne dabei die Benutzeroberfläche verlassen zu müssen.
  • Nutzen Sie granulare Suche und Wiederherstellung. Haben Sie schon einmal versucht, eine einzelne Datei Ihrer NAS-Daten von Band wiederherzustellen? Die meisten Unternehmen haben Service-Level-Agreements (SLA) verfasst, abgestimmt zwischen IT- und Geschäftsabteilungen, um ihre Daten zu schützen und zu speichern. Mit nur wenigen Mausklicks wird eine granulare Dateisuche und -wiederherstellung durchgeführt. Damit steht eine effektive Möglichkeit bereit, NAS-Backups über die Universal-Fileset-Technologie wiederherzustellen. Denken Sie daran, dass die Metadaten den Schlüssel enthalten, der das Potenzial Ihrer Daten freisetzt.
  • Führen Sie schnelle Backups durch. Je schneller Sie Ihre Backups abschließen können, desto mehr Zeit können Sie Ihren Geschäftszielen und Kosteneinsparungen in Ihrem IT-Budget widmen. Moderne Lösungen sind in der Lage, eingehende Datensätze in 100-GByte-Zielpartitionsgrößen zu unterteilen. Durch das Partitionieren von Dateigruppen in Blöcke wird die Aufnahmeleistung erhöht, wenn die Arbeitslast auf alle verfügbaren Knoten im Cluster verteilt wird.
  • Führen Sie schnellere Wiederherstellungen durch. Was gewinnen Sie, wenn Ihre Backups schnell sind, aber Ihre Wiederherstellung langsam ist? Der Recovery-Balanceakt besteht aus zwei Komponenten: Performance und Wiederherstellbarkeit. Zeitgemäße Systeme verwenden mehrere parallele Partitionen, um schnelle Wiederherstellungen und eine einfache Wiederherstellungsmethode zu ermöglichen. Dies erfolgt überaus effizient mittels einer Universal-Fileset-Technologie und der HTML5-basierten Oberfläche.

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