Datacore SANsymphony-V R8 im Test, Teil 1

Speichervirtualisierung für anspruchsvolle Umgebungen

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Festlegen der Port-Roles

Jetzt geht es daran, die Port-Roles für die einzelnen Interfaces auf den Systemen (also dem ersten Node und dem Mirror, denn diese beiden Rechner sind dem Konfigurationsinterface zu diesem Zeitpunkt bekannt) festzulegen. Der dafür vorgesehene Konfigurationspunkt bietet eine tabellarische Übersicht der vorhandenen Interfaces und der dafür vorgesehenen Funktionen.

In dieser Liste legen die zuständigen Mitarbeiter fest, welche Aufgabe welches Netzwerkinterface übernimmt. Zur Wahl stehen hier Mirror-Port, Management-NIC, Frontend oder Backend. In unserer Testumgebung definierten wir den LAN-Anschluss als Management-Port, den iSCSI-Anschluss als Frontend und den iSCSI-Initiator sowie den Mirror-Port als Mirror.

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Im nächsten Schritt machten wir uns daran, über „Register a Host“ den Windows-Server-2008-Rechner anzubinden, mit dem wir auf den virtuellen Speicher zugreifen wollten. Dazu war es nötig, das Betriebssystem des Hosts zu spezifizieren (die von SANsymphony-V unterstützten Host-Betriebssysteme stellen wir später noch im Detail vor).

Multipath und Asymmetric Logical Unit Access

Gleichzeitig kann man auch angeben, ob Multipath und ALUA (Asymmetric Logical Unit Access) aktiv sein sollen. Damit der Host-Zugriff funktioniert, ist auf dem Client auch noch etwas Konfigurationsarbeit erforderlich, darauf gehen wir gleich noch genauer ein, wenn wir die erste virtuelle Disk verbinden.

Nach dem Abschluss der Host-Konfiguration kommt das Anlegen des ersten Disk Pools an die Reihe. Dieser umfasst die physikalischen Festplatten, mit deren Hilfe SANsymphony-V später dynamisch die virtuellen Drives für die Hosts erzeugt. Wir verwendeten an dieser Stelle die oben erwähnten internen Speicherplatten. Generell gilt, dass die HDDs in einem Disk Pool von der Größe und Leistung her vergleichbar sein sollten.

Anlegen der virtuellen Disks

Sobald der Disk Pool existiert, geht es an das Anlegen der virtuellen Disks. Diese ließen sich in unserer gespiegelten Speichergruppe entweder als „mirrored“ oder als „non-mirrored“ Disks erzeugen. An gleicher Stelle ist es auch möglich, für eine virtuelle Disk die Continuous Data Protection (CDP) zu aktivieren.

Letztere versetzt einen Administratoren in die Lage, bei Bedarf mithilfe einer Zeitleiste sogenannte Rollback-Points zu erzeugen, die die Daten auf der virtuellen Disk zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit abbilden.

Auf diese Weise lassen sich ungewünschte Änderungen an den Daten rückgängig machen. Im praktischen Betrieb ist es dann möglich, die Rollback-Points den Hosts wie virtuelle Festplatten als Speichermedium zuzuweisen. Im Test legten wir zu diesem Zeitpunkt zunächst einmal eine virtuelle Disk mit Mirror-Funktion und CDP an.

Weiter mit: Virtual Disks den Hosts zur Verfügung stellen

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