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Speichertipp: NVMe Command Line Interface für Skripte nutzen SSD Management Utility für die Verwaltung von SSD/NVMe in Linux

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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NVMe Command Line Interface (NVMe-CLI) ist ein Open-Source-Tool zur Verwaltung von NVMe-SSDs in Linux. Es bietet eine Sammlung von Funktionen, die den NVMe-Standard befolgen, und ermöglicht es Administratoren, die Leistung und Gesundheit ihrer NVMe-Geräte zu überwachen und zu optimieren.

Mit Hilfe des Open-Source-Tools NVMe-CLI lassen sich NVMe-SSDs in Linux verwalten.(Bild:  Oleksandr Delyk - stock.adobe.com)
Mit Hilfe des Open-Source-Tools NVMe-CLI lassen sich NVMe-SSDs in Linux verwalten.
(Bild: Oleksandr Delyk - stock.adobe.com)

Die Installation von NVMe-CLI ist einfach und kann über den Paketmanager des jeweiligen Linux-Systems erfolgen. Für Ubuntu und andere Debian-basierte Systeme kann der Befehl „sudo apt install nvme-cli“ verwendet werden. Für Red Hat und CentOS lautet der Befehl „sudo yum install nvme-cli“.

Mit NVMe-CLI Kontrolle über SSDs in Linux erhalten

Nach der Installation kann NVMe-CLI verwendet werden, um eine Vielzahl von Aufgaben durchzuführen. Zum Beispiel kann der Befehl „nvme list“ eingegeben werden, um eine Liste aller NVMe-Geräte auf dem System anzuzeigen. Dieser Befehl gibt Informationen wie den Gerätenamen, die Seriennummer, die Modellnummer, die Kapazität und den Zustand des Geräts aus.

Ein weiterer nützlicher Befehl ist „nvme smart-log /dev/nvme0“, der den SMART-Status des NVMe-Gerätes ausgibt. Der SMART-Log enthält Informationen wie die Anzahl der gelesenen und geschriebenen Sektoren, die Betriebstemperatur und die verbleibende Lebensdauer des Geräts.

NVMe-CLI kann auch verwendet werden, um Firmware-Updates auf NVMe-Geräten durchzuführen. Der Befehl „nvme fw-download /dev/nvme0 --fw=file.bin“ kann verwendet werden, um eine Firmware-Datei auf das Gerät herunterzuladen, und der Befehl „nvme fw-commit /dev/nvme0 --slot=0 --action=1“ kann zum Einsatz kommen, um die neue Firmware zu aktivieren.

Weitere Beispiele für die Nutzung von NVMe-CLI

Mit dem Befehl „nvme create-ns /dev/nvme0 --nsze=100000 --ncap=100000“ lässt sich ein neuer Namespace auf dem NVMe-Gerät anlegen. Um einen bestehenden Namespace zu entfernen, dient der Befehl „nvme delete-ns /dev/nvme0n1“. Mit „nvme format /dev/nvme0“ führt man ein vollständiges Format des NVMe-Gerätes durch, wodurch alle Daten gelöscht werden und das Gerät auf Werkseinstellungen zurückgesetzt wird.

Durch den Befehl „nvme error-log /dev/nvme0“ erhält man Zugriff auf die Fehlerprotokolle des NVMe-Gerätes. Diese Protokolle können wertvolle Informationen über Hardware-Probleme oder andere Fehler liefern. Mit „nvme iostat /dev/nvme0“ lassen sich die Leistungsstatistiken des NVMe-Gerätes anzeigen. Diese Statistiken enthalten Informationen über die Anzahl der gelesenen und geschriebenen Daten, die Anzahl der E/A-Operationen und die durchschnittliche Latenz. Der Befehl „nvme id-ctrl /dev/nvme0 | grep fr“ zeigt die aktuelle Firmware-Revision des NVMe-Gerätes an.

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