Marktbeobachtung bei Flash-Speichern

SSD-Markt mit vielen Facetten

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Die S511 von Adata aus Taipeh ist eine SSD, die in zwei Konfigurationen für Desktop-Rechner und Notebooks geliefert wird. Zur Desktop-Version gehört ein 3,5-Zoll-Adapter zum Einbau in einen Desktop-Computer. Mit der S511 Notebook-Version lassen sich Laptops mit einem SSD-Laufwerk nachrüsten, wobei die vorhandene Festplatte ausgebaut und in einem mitgelieferten Aluminiumgehäuse als externes Laufwerk betrieben werden kann.

Die Mittelklasse wird immer besser

Die S511 unterstützt auch den Windows Trim-Befehl, der mit dem Betriebssystem Windows 7 Daten direkt im Flash-Speicher markieren kann und damit dem SSD-Controller wieder nutzbare Speicherblöcke bekannt macht. Das beschleunigt die Datenübertragung und Schreibleistung von SSD-Laufwerken, reduziert die Wahrscheinlichkeit interner Aufräumaktionen (Write Cliff) und verlängert so auch die Lebensdauer des Laufwerks, da weniger Daten geschrieben werden.

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Der S511 nutzt die neue Generation der SandForce SF-2200-Controller mit nativer Unterstützung von SATA-600. Die Lesegeschwindigkeit des S511 liegt bei 550 MByte/s und die Schreibgeschwindigkeit fast gleichauf mit 520 MByte/s. Nach Herstellerangaben bewältigt das Laufwerk 85.000 IOPS, womit sich eine fünf Gigabyte große Videodatei innerhalb von 15 Sekunden übertragen lässt. Das Booten von Windows 7 von einem S511 dauert rund 21 Sekunden.

Hybride Kombi-Systeme

Reine Flash-Speicher arbeiten deutlich schneller als herkömmliche Festplatten, sind aber noch immer relativ hochpreisig. Bis 2017, so eine Studie von Gartner, könnten die SSD-Preise jährlich um 35 Prozent fallen, was zum Teil aber durch höhere Speicherkapazitäten aufgewogen wird. Eine Alternative zum reinen SSD sind Systeme mit einem Hybrid-Ansatz, bei dem zunächst alle Daten im Flash-Speicher gehalten und erst bei Bedarf auf die Festplatte ausgelagert werden.

Die Zeus-RAM von STEC als Schreib-Log und Zeus-IOPS als Lese-Cache eignen sich für die OEMs von Storage-Komponenten, darunter auch Nexenta mit dem Nexentastor. Sie ermöglichen hybrides Storage-Pooling mit SSDs. Eine höhere Zugriffs-Performance bringen zwei SSD für Schreibzugriffe in einer gespiegelten Konfiguration und ein Modul als Lese-Cache. Laut Hersteller ist damit die fünffache Geschwindigkeit bei Anwendungen wie der Datenbank-Indexierung möglich.

Flash-Speicher fürs Enterprise

SSD eignen sich nicht nur für Client-Systeme, sondern auch für das Server-Umfeld in Rechenzentren oder Cloud-Architekturen. Für dieses Umfeld bietet EMC die Software Xtremsw Cache zur Verwaltung von PCIe-SSDs in Servern.

Diese wurde für die Server-Betriebssysteme RHEL, SLES, Windows und VMware entwickelt und bindet Flash-Speicher als Write-Through-Cache (WTC) ein. Möglich sind auch Deduplizierung und die Integration in die Admin-Tools für Symmetrix Vmax. Xtremsw Cache soll auch PCIe-SSDs von anderen Anbietern wie Fusion-io, Virident, Micron oder LSI unterstützen.

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