IBM kooperiert mit Nirvanix beim Aufbau einer sicheren Storage Cloud

Strategisch wertvoller Massenspeicher mit Geo-Redundanz

26.10.2011 | Redakteur: Rainer Graefen

Nirvanix bietet Massenspeicher in der Cloud.
Nirvanix bietet Massenspeicher in der Cloud.

Cloud-Storage-Service-Anbieter Nirvanix hat mit IBM ein auf fünf Jahre angelegtes OEM-Abkommen abgeschlossen. Das bestehende Angebot an SmartCloud Enterprise Storage Services wird damit um Cloud-basierte Speicherkapazitäten erweitert.

Die Integration der Cloud-Storage-Technologie der in San Diego beheimateten Firma Nirvanix ermöglicht es IBM, dass der eigene weltweite Kundenstamm Milliarden an Objekten und Exabytes an Daten in sicheren, virtuellen Server-Umgebungen aus der Cloud heraus verwalten kann, verspricht der Cloud-Anbieter.

IBM‘s neuer SmartCloud Storage Service eignet sich für die Speicherung von unstrukturierten Daten wie Dokumenten, Tabellenkalkulationen, Präsentationen, Patientenakten, Bildern, Audio- und Videodateien sowie E-Mails und Textnachrichten oder aber großer Binärobjekte, die sowohl Daten als auch zugehörige Meta- und Indexdaten umfassen.

Datenschutz durch Grid-Architektur

Der laut Aussage von IBM einer Grid-Architektur ähnelnde Aufbau des SmartCloud Storage Service, bei dem jedem Knoten die Speicherinhalte der benachbarten Nodes bekannt sind, stellt den jederzeitigen Zugriff auf unstrukturierte Daten und Objekte sicher.

Ein Testangebot soll einer begrenzten Zahl interessierter SmartCloud-Enterprise-Kunden schon während der gerade laufenden Pilotphase das Potenzial des Dienstes aufzeigen. Eine Registrierung beim Storage-Dienst ist erfoderlich, schon Anfang 2012 soll die Lösung jedoch generell verfügbar sein.

Swisscom speichert geo-redundant

Dass in Europa noch wenig bekannte Unternehmen kann neben IBM schon andere potente Partner wie die Swisscom und NASA vorweisen. So hat Swisscom als einen weiteren Baustein seiner Cloud Services Secure Storage eingeführt. Diese Dienstleistung greift auf eine verwaltete Speicherlösung von Nirvanix zurück.

Die On-Demand-Lösung ermöglicht es Unternehmen ihre Speicherkapazität jederzeit an den akuten Bedarf für Backups, Archivierungen oder für zusätzliche File-Dienste anzupassen. Genau wie Cloud as a Service (CaaS) bietet Secure Storage ein benutzerfreundliches Web-Portal. Die Daten werden geo-redundant, also hoch verfügbar, in zwei unterschiedlichen Swisscom-Datenzentren in der Schweiz gespeichert.

NASA hinterlegt dritte Kopie

Ebenso setzt die NASA bei der 2009 gestarteten einjährigen Monderkundung auf die Nirvanix-Speicherwolke. Im Rahmen des seinerzeit geschlossenen dreijährigen Abkommens speicherte die US-Behörde für Luft- und Raumfahrt eine dritte Kopie alle von der Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) aufgenommene Bilder in den Nirvanix Cloud-Speicher.

Die LRO sendet Bilder aus der hochauflösenden Kartographierung des Mondes zur Auswertung in die Arizona State University (ASU), die auf dem Campus noch eine Sicherheitskopie lagert. Das Ziel ist es, potenzielle Landeplätze für eine Rückkehr zum Mond zu finden.

Speichern ja, Inhalte anschauen nein

NASA und ASU haben weiterhin damit begonnen, die Bilder der legendären Apollo-Mision aus den 70er Jahren zum Nirvanix CloudNAS-System zu übertragen. Auch wenn damit die historischen wie auch die neuen hochauslösenden Bilder theoretisch für jedermann zugänglich wären, ist derzeit noch offen, ob und wann das passieren wird.

Selbst die Mitarbeiter bei Nirvanix haben keinen Zugriff auf die hochinteressanten Bilder, da der Cloud-Storage-Anbieter nur für die Archivierung der Daten zuständig ist, damit aber lange noch keinen Zugriff auf die Inhalte der Kunden besitzt.

Erfreulicherweise hat die NASA mit der Speicherung einer dritten Kopie in der Cloud einen Schluss aus vergangenen Projekten gezogen, wo auf Tape-Technik gelagerte wichtige Daten über Jahrzehnte hinweg vergessen worden und später dann auf Grund fehlender Technik nicht mehr zu konvertieren waren. Mit der in der Nirvanix-Cloud benutzten Technologie wird das nicht mehr passieren.

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