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Innovative Speicherlösungen für die digitale Pathologie Von der Streulinse zum Super-Scanner

Ein Gastbeitrag von Michael Georgi* 4 min Lesedauer

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Die moderne Medizin befindet sich mitten in der digitalen Transformation, die auch traditionelle Diagnoseansätze maßgeblich verändert. An vorderster Front: die digitale Pathologie, die diagnostische Verfahren durch den Einsatz fortschrittlichster Bildgebungstechnologien modernisiert. Allerdings werden dabei Unmengen an Daten generiert, die verarbeitet und sicher gespeichert werden müssen.

Der Einsatz fortschrittlicher Bildgebungstechnologien in der digitalen Pathologie erzeugt gewaltige Datenmengen, die gespeichert und verwaltet werden wollen.(Bild:  ©nazar_ab, Getty Images Signature via Canva.com)
Der Einsatz fortschrittlicher Bildgebungstechnologien in der digitalen Pathologie erzeugt gewaltige Datenmengen, die gespeichert und verwaltet werden wollen.
(Bild: ©nazar_ab, Getty Images Signature via Canva.com)

Die digitale Pathologie leitet den Wechsel von konventionellen Mikroskopen zu hochauflösenden Scannern ein, die detaillierte Gewebebilder, sogenannte „Whole Slide Images“, erfassen. Das ermöglicht es Pathologen, Proben präziser zu analysieren. Das Einführen dieser Technologie bringt sowohl Mitarbeitenden im Gesundheitsbereich als auch Patienten viele Vorteile. Die detaillierten digitalen Bilder führen zu verbesserten Behandlungsergebnissen, da sie Pathologen effizientere und genauere Diagnosen erlauben. Darüber hinaus erleichtert die digitale Pathologie durch Echtzeitkonsultationen und einen standortunabhängigen Wissenstransfer die Zusammenarbeit zwischen Medizinern.

Digitale Bilder von Gewebeproben

Zudem optimiert die Digitalisierung die Abläufe in der Pathologie durch die Automatisierung von Aufgaben wie der Bildanalyse und Speicherung. Dies verbessert die Effizienz des Labors und gewährleistet ein zeitnahes Management diagnostischer Verfahren. Daneben dient die digitale Pathologie als wertvolles Lehrmittel, das Fachkräften das Verständnis für komplexe medizinische Probleme erleichtert. Durch den Remote-Zugriff auf Bildungsressourcen und interaktive Plattformen können Ärzte und medizinisches Fachpersonal ihre Kompetenzen in der Pathologie erweitern.

Die Basis der digitalen Pathologie bilden fortschrittliche Technologien wie Whole-Slide-Imaging-Scanner (WSI), die hochauflösende digitale Bilder von Gewebeproben aufnehmen und mikroskopische Details aufzeichnen, die für die genaue Diagnose gebraucht werden. Diese Scanner werden durch Bildanalyse-Software unterstützt, die komplexe Algorithmen nutzt und wiederum die Experten bei der präzisen Interpretation digitaler pathologischer Bilder unterstützt.

Eine nahtlose Kommunikation und Zusammenarbeit werden durch Cloud-basierte Plattformen erleichtert, die entscheidend für die sichere Speicherung und gemeinsame Nutzung digitaler Pathologiedaten in Gesundheitsnetzwerken sind. Zusätzlich werden KI-Algorithmen (künstliche Intelligenz) zunehmend in die Workflows der digitalen Pathologie integriert, um repetitive Aufgaben zu automatisieren und die diagnostische Genauigkeit zu optimieren.

Herausforderungen für Datenspeicherung und -management

Trotz ihres vielversprechenden Potenzials bringt die digitale Pathologie ihre ganz eigenen Herausforderungen mit sich, insbesondere in den Bereichen Datenspeicherung und -management. Der Übergang zur digitalen Pathologie führt zu einem erheblichen Anstieg des Datenvolumens – hier ist eine robuste und skalierbare Speicherarchitektur gefragt, die die immensen Datenmengen effektiv managt. Vor allem aber muss die Sicherheit der Daten priorisiert werden, denn es geht um die Verarbeitung sensibler Patienteninformationen. Dementsprechend bedarf es strenger Cybersicherheitsmaßnahmen, um den Datenschutz zu gewährleisten und regulatorische Standards wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu erfüllen.

Die Integration digitaler Pathologiedaten in bestehende Gesundheitssysteme stellt weitere Hürden in Bezug auf die Datenintegration dar und erfordert eine nahtlose Interoperabilität, um den effizienten Datenaustausch über verschiedene Plattformen, Institutionen und sogar einzelne Abteilungen hinweg zu erleichtern. Darüber hinaus muss die Langzeitspeicherung der Daten gesichert sein; auch dies erfordert eine effektive Storage-Lösung, die Datenintegrität, Zugänglichkeit und regulatorische Konformität über einen längeren Zeitraum aufrechterhält.

Organisationen im Gesundheitswesen setzen verschiedene Strategien ein, um Datenmanagement und -archivierung zu optimieren, wobei der Schwerpunkt auf automatisierten Datensicherungs-, Verschlüsselungs- und Disaster-Recovery-Maßnahmen liegt. Automatisierte Datensicherungssysteme stellen den kontinuierlichen Schutz wichtiger Gesundheitsdaten sicher. Indem sie in regelmäßigen Abständen automatisch Kopien wichtiger Informationen generieren, verhindern sie Datenverluste. Verschlüsselung spielt eine gewichtige Rolle beim Schutz sensibler Patientendaten und gewährleistet, dass Informationen auch im Falle unbefugten Zugriffs sicher, konsistent und vertraulich bleiben.

Sicherheit im Fokus

Darüber hinaus priorisieren Organisationen Disaster-Recovery-Maßnahmen, um die Auswirkungen unvorhergesehener Ereignisse wie Systemausfälle oder Naturkatastrophen abzufedern. Die nahtlose Kontinuität der Betriebsabläufe angesichts solcher unvorhergesehener Ausnahmeereignisse ist entscheidend für die Aufrechterhaltung einer ununterbrochenen Patientenversorgung: Robuste Recovery-Mechanismen ermöglichen es Gesundheitsorganisationen, wichtige Daten schnell wiederherzustellen und diagnostische Verfahren mit minimaler Ausfallzeit fortzusetzen. Durch die Implementierung fortschrittlicher Backup- und Wiederherstellungslösungen stellen medizinische Einrichtungen die Resilienz der digitalen Pathologieinfrastruktur sicher, schützen Patientendaten und die Integrität der Gesundheitsdienstleistungen.

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Michael Georgi, Senior Enterprise Solutions Sales Manager, Huawei Enterprise Business Group, Germany.(Bild:  Huawei)
Michael Georgi, Senior Enterprise Solutions Sales Manager, Huawei Enterprise Business Group, Germany.
(Bild: Huawei)

Im Kern sind die Anforderungen, die die digitale Pathologie stellt, ein Mikrokosmos der Anforderungen, die die Digitalisierung allgemein im Gesundheitswesen erfüllen muss. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert die Zusammenarbeit aller Beteiligten – einschließlich Gesundheitsdienstleistern, Technologieanbietern und Regulierungsbehörden. Holistische Lösungen sind unerlässlich, um diese Hindernisse zu überwinden und das volle Potenzial der digitalen Pathologie für eine verbesserte Patientenversorgung und zuverlässigere klinische Ergebnisse auszuschöpfen.

* Der Autor: Michael Georgi, Senior Enterprise Solutions Sales Manager, Huawei Enterprise Business Group, Germany

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