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Speichermodernisierung, Cloud, KI und mehr Was auf dem Storage-Markt aktuell gefragt ist

Von Barbara Gribl 6 min Lesedauer

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Der Storage-Markt befindet sich im Aufschwung, und der Wettbewerb ist intensiv. Bei Hitachi Vantara weiß CEO Sheila Rohra, mit welchen Argumenten potenzielle Kunden überzeugt werden können. Sie ist seit zwei Jahren Vorstand und bei Storage-Insider im Interview.

Zu wissen, welche Themen die Kunden bewegen, kann Storage-Anbietern Türen öffnen. So können sie bei Herausforderungen unterstützen und Marktnachfragen entgegenkommen.(Bild:  diego1012 - stock.adobe.com)
Zu wissen, welche Themen die Kunden bewegen, kann Storage-Anbietern Türen öffnen. So können sie bei Herausforderungen unterstützen und Marktnachfragen entgegenkommen.
(Bild: diego1012 - stock.adobe.com)

Hitachi Vantara ist spezialisiert auf Informations- und Betriebstechnologie (IT & OT) und kommt momentan mit vielen Themen in Berührung. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kunden weiß der Profi, dass Skalierbarkeit und Flexibilität, IT-Sicherheit, der Fachkräftemangel, KI, Cloud sowie Energieeffizienz eine wichtige Rolle spielen. Wie andere Storage-Unternehmen versucht auch Hitachi Vantara, die verschiedenen Felder bestmöglich zu bedienen. Storage-Insider hat bei einigen Schwerpunkten nachgefragt.

Einheitlichkeit und Fachwissen zahlen sich aus

Beispielsweise bietet Hitachi Vantara den Unternehmen Speicherlösungen an, die sich nahtlos in Hybrid-Cloud-Umgebungen integrieren lassen. Eines der Angebote ist die Virtual Storage Platform (VSP) One. Diese Lösung soll eine einheitliche Datengrundlage bieten, Silos eliminieren und Block-, Datei- sowie Cloud-Speicher abdecken. „Damit vereinfachen unsere Kunden ihre Abläufe, verbessern die Ausfallsicherheit und kommen schneller zu datengesteuerten Innovationen“, so Rohra. „Außerdem bieten wir eine 100-prozentige Daten-Verfügbarkeits-Garantie, moderne Speicherzusicherungen und eine KI-gesteuerte Automatisierung, die die Leistung optimiert, ohne die operative Komplexität zu erhöhen.“

In Verbindung mit der Lösung EverFlex, einem flexiblen Nutzungsmodell, sollen Kunden ihren Speicherplatz überschaubar skalieren können und sollen nur für das bezahlen, was sie auch nutzen. „Als Teil von ‚One Hitachi‘ bieten wir zudem differenziertes, fundiertes Branchenwissen in verschiedenen Sektoren wie Fertigung, Finanzdienstleistungen und Energie. Wir helfen Unternehmen nicht nur dabei, Daten zu speichern, sondern auch Geschäftswert daraus zu schöpfen“, erklärt Rohra.

Hier boomt die Nachfrage, aber die Strategie wackelt

Das explosionsartige Datenwachstum treibt die Nachfrage nach Hybrid-Cloud-Speicher, KI-gesteuertem Datenmanagement und Flash-Speicher mit hoher Dichte an. Laut dem Bericht „State of Data Infrastructure“ wird sich das weltweite Datenvolumen im nächsten Jahr voraussichtlich verdreifachen. Aber nur ein kleiner Teil der befragten Unternehmen ist der Meinung, aktuell über eine starke Datenstrategie zu verfügen. Sie haben möglicherweise Schwierigkeiten, Schritt zu halten – nicht nur bei der Speicherung von Daten, sondern auch bei der Nutzung.

Sheila Rohra, CEO Hitachi Vantara.(Bild:  Leah Hardy / Photography)
Sheila Rohra, CEO Hitachi Vantara.
(Bild: Leah Hardy / Photography)

Und die Datenverwaltung wird nicht einfacher. Die Komplexität der heutigen IT-Umgebungen sorgt für eine große Herausforderung: Viele Unternehmen arbeiten über mehrere Clouds, lokale Infrastrukturen und Edge-Standorte hinweg, wodurch erhebliche Datensilos und betriebliche Ineffizienzen entstehen können. Rohra kommentiert: „Gleichzeitig setzt der Aufstieg von KI und Analytik Unternehmen unter Druck, die Verwaltung unstrukturierter und sogenannter ‚dunkler‘ Daten zu überdenken. Bei Dark Data handelt es sich um Informationen, die zwar gespeichert, aber nicht effektiv genutzt werden.“ Ohne die richtige Strategie würden Unternehmen riskieren, ihren Wettbewerbsvorteil zu verlieren, weil sie ihre Daten nicht effektiv nutzen können.

Hybrid-Cloud ist heißes Thema

Unternehmen versuchen – so Rohra –, Sicherheit und Kontrolle mit der Skalierbarkeit der Cloud in Einklang zu bringen. Sie sagt: „Es besteht auch großes Interesse an der QLC-Flash-Technologie, die hohe Speicherdichte und Kosteneffizienz bietet – besonders wichtig für KI-Workloads, die einen schnellen Zugriff auf große Datenmengen erfordern.“

Die größte Herausforderung bestehe aber darin, sicherzustellen, dass Unternehmen über die richtige Grundlage verfügen, um diese neuen Workloads zu unterstützen, ohne Komplexität und Kosten unnötig in die Höhe zu treiben.

Hitachi fördert KI-Trainings

KI verändert Branchen. Die entsprechenden Workloads erfordern in der Realität immense Speicher- und Rechenleistung; die Kosten können schnell außer Kontrolle geraten. Hitachi iQ M Series soll diese Hürde beseitigen. Die modulare KI-Speicherlösung wurde kürzlich auf den Markt gebracht, mit der Unternehmen Speicher und Rechenleistung unabhängig voneinander skalieren können sollen. Diese Lösung soll zusammen mit der KI-Datenplattform von Nvidia sicherstellen, dass Unternehmen Daten effizient und ohne unnötige Kosten verarbeiten und analysieren können.

Für Unternehmen, die großangelegte Modelle trainieren, will Hitachi Vantara die VSP-One-Plattform als extrem leistungsfähigen und hocheffizienten QLC-Flash-Speicher zur Verfügung stellen, der die für KI erforderliche Leistung zu niedrigeren Betriebskosten bietet. Ziel sei es, Unternehmen dabei zu helfen, vom KI-Hype zum KI-ROI zu gelangen. „Wir wollen sicherstellen, dass sie die Stärken von KI nutzen, ohne untragbare Investitionen tätigen zu müssen“, ergänzt Rohra.

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Flexibilität und Sicherheit sind gefragt

Eine Zeit lang hieß es „cloud only“, dann schlug das Pendel wieder zurück. Unternehmen holen sich sensible Daten zurück ins eigene Rechenzentrum. Rohra erläutert hierzu: „Wir beobachten, wie Unternehmen sich in Sachen Cloud neu kalibrieren. Für Skalierbarkeit ist die Cloud nach wie vor unerlässlich, aber mittlerweile erkennen viele Unternehmen, dass sie nicht alles auslagern können – sei es aus Sicherheitsgründen, um Vorschriften einzuhalten oder Kosten zu sparen.“

Die VSP One soll dieser Entwicklung Rechnung tragen. Auf einer einzigen Datenebene sollen Unternehmen Daten nahtlos über Cloud-, On-Prem- und Edge-Umgebungen hinweg verwalten können. „Sie können Daten nach Belieben verschieben und bei Bedarf auf sie zugreifen – ohne Silos zu erzeugen oder die betriebliche Komplexität zu erhöhen“, erklärt sie.

Ein weiterer entscheidender Vorteil sei die in die Hitachi-Produkte integrierte, KI-gesteuerte Automatisierung. Sie kann optimieren, wie Daten gespeichert, abgerufen und verschoben werden, reduziert unnötige Kosten und verbessert die Effizienz. Rohra führt weiter aus: „Angesichts zunehmender Cybersicherheits-Bedrohungen haben wir Datenresilienz zur Priorität gemacht. Wir wollen sicherstellen, dass Unternehmen die Kontrolle über ihre kritischen Daten behalten und gleichzeitig die Flexibilität der Cloud nutzen können.“

IT-Investitionen müssen messbar sein

Bei On-Premises-Systemen bremst oft der Mangel an qualifiziertem Personal. Hitachi Vantara bietet dazu mit EverFlex ein Pay-per-use-Modell an. Nehmen die Kunden dieses Angebot an?

Die Antwort scheint für Rohra klar zu sein: „Auf jeden Fall. Eine der größten Herausforderungen für unsere Kunden besteht darin, die Komplexität der IT mit begrenzten Ressourcen in Einklang zu bringen. Eine sich vergrößernde Qualifikationslücke macht dies noch schwieriger – laut aktuellen Arbeitsmarktstudien besteht in Europa ein erheblicher Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften. In den kommenden Jahren werden Millionen von Stellen nicht besetzt werden können.“

Das nutzungsbasierte EverFlex-Modell soll gut ankommen. „Es ermöglicht, Speicher dynamisch zu skalieren, ohne zusätzliches Personal einstellen oder Kapazitäten überdimensionieren zu müssen. Neben der Flexibilität haben wir kürzlich EverFlex Control eingeführt, das eine zentrale Übersicht über Kosten und Nutzung der Hybrid-Cloud bietet. Es unterstützt Unternehmen dabei, Speicherausgaben zu optimieren und gleichzeitig Spitzenleistung aufrechtzuerhalten. Im heutigen Wirtschaftsklima muss jede IT-Investition messbar und rechtfertigbar sein, und EverFlex hilft Unternehmen, dieses Gleichgewicht zu erreichen.“

Nachhaltigkeit als unternehmerische Notwendigkeit

Große Rechenzentren verbrauchen so viel Energie wie Kleinstädte. Gleichzeitig schreiben sich IT-Anbieter – auch Hitachi Vantara – das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahne. Das fragt man sich, wie das zusammenpasst.

„Nachhaltigkeit ist heute keine Option mehr, sondern unternehmerische Notwendigkeit. Rechenzentren verbrauchen bereits drei bis vier Prozent des weltweiten Stroms, und die Zahl steigt weiter. Dies ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern auch ein wirtschaftliches: Ausufernde Energiekosten konfrontieren Unternehmen mit erheblichen finanziellen Risiken“, erläutert Rohra.

Die wachsende Nachfrage einfach mit mehr Racks zu beantworten, sei vor diesem Hintergrund keine tragfähige Lösung, da es CO2-Emissionen und Betriebskosten in die Höhe treibe.

Hitachi Vantara will sich Nachhaltigkeit zu einem zentralen Design-Prinzip gemacht haben und bietet beispielsweise als Lösung den VSP-One-Block-Speicher an, „welcher den Energieverbrauch reduzieren soll, indem er in Zeiten geringer Aktivität in den Eco-Modus wechselt“, beschreibt Rohra. Kunden wie die BMW Group nutzen die Lösung und sollen laut Hitachi Vantara den Speicherplatzbedarf und den Stromverbrauch erheblich (bis zu 70 oder 80 Prozent) gesenkt haben können.

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(Bild: Storage-Insider)

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Die Themen im Überblick:

  • Herausforderungen eines modernen Speichersystems
  • Methoden und Technologien effizienter Speichersysteme
  • Effizienter Speicher mit Pure Storage, AWS, Cohesity und Dell

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