Die Kombination aus Hitachi Vantaras Storage-Plattform VSP One (Virtual Storage Platform) für Software-Defined Storage (SDS) und Management-Plattform VSP 360 ermöglicht laut Hersteller deutschen Unternehmen echte digitale Souveränität, ohne bei der Cloud-Effizienz Abstriche machen zu müssen.
Mit seiner VSP One und der zugehörigen Management-Plattform will Hitachi Vantara seinen deutschen Kunden unumschränkte Kontrolle über ihre Unternehmensdaten bieten.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)
Vielen europäischen Unternehmen brennt die Frage der unumschränkten Kontrolle über ihre Unternehmensdaten auf den Fingernägeln, denn nicht nur die DSGVO gibt strikte, mit Strafen bewehrte Richtlinien vor, sondern auch der neue European Data Act. Die IT-Nutzer müssen sicherstellen, dass US-amerikanische Behörden über die dominanten Hyperscaler keinen Zugriff auf die Daten europäischer Nutzer erlangen. Alle bisherigen Vereinbarungen auf diesem Gebiet haben sich als hinfällig erwiesen.
Bildergalerie
Doch der Druck, auch KI-Lösungen zu nutzen, wächst stetig. Laut einer aktuellen Studie zum Finanzmarkt beruhen bereits 40 Prozent von dessen IT-Nutzung auf KI-Lösungen. Mancher Nutzer mag sich fragen: Woher kommen die Daten, wenn nicht meist aus außereuropäischen Quellen? Laut besagter Studie wird das Datenvolumen bis 2026 um bis 122 Prozent zunehmen. Europäische Unternehmen suchen daher dringend Alternativen zu den Hyperscalern, um IT-Prozesse in der Infrastruktur aufrechtzuerhalten und ihre Datennutzung rechtskonform zu halten.
Diese Alternative bietet sich in der Hybrid Cloud. Ein Teil der sensiblen Daten lässt sich lokal halten, wohingegen im Burst-Modus weniger sensible Daten in die Cloud zur Verarbeitung ausgelagert werden können. Das klingt allerdings nach einem Eiertanz, denn irgendeine vertrauenswürdige Instanz muss quasi die Weichen stellen, was On-Premises bleiben soll und was in der Cloud verarbeitet darf.
Diese Weichen können auf der Datenmanagementebene zwischen den Storage-Systemen und den Applikationen mithilfe intelligenter Richtlinien gestellt werden. So etwa mit der neuen Virtual Storage Plattform (VSP) One von Hitachi Vantara. Sie erlaubt die Zusammenführung von File-, Block- und Object-Storage auf einer virtualisierten SDS-Architektur für die Hybrid Cloud.
Virtual Storage Platform One
„Die Plattform VSP One fungiert als einheitliche Storage-Schicht über AWS, Azure und Google Cloud hinweg, wobei sensible Daten präzise On-Premises gehalten werden können, während unkritische Workloads Cloud-Vorteile nutzen“, erläutert Frank Hoerner, Director Technical Sales bei Hitachi Vantara. „Der Grund, warum sich diese Zweiteilung in die Praxis umsetzen lässt: Die Software-Defined-Architektur trennt Control-Plane von Data-Plane und eliminiert damit Vendor-Lock-in – und bei Provider-Problemen lassen sich Buckets nahtlos zwischen Hyperscalern verlagern.“
Das Problem der monolithischen Architektur bei den Hyperscalern, so Hoerner, bestehe vor allem darin, dass Management und Daten beim selben Provider gekoppelt seien. Bei AWS-S3-Buckets sind beispielsweise AWS-Management-Tools zwingend erforderlich. Bei Azure Blob Storage sind Azure-Portal und -APIs fest verdrahtet. Ein Exit-Szenario sei dann gefragt, wenn der Provider seine Preise ändere. Dann sei eine komplette Migration nötig.
Doch Software-Defined Storage (SDS) ermögliche die Befreiung aus diesem Klammergriff durch die Trennung der Kontroll- von der Datenebene. Auf der Control-Plane findet sich ein Management-Layer, der Policies, Governance und Monitoring in sich vereint. Es gibt einheitliche APIs, so dass es gleiche Befehle für alle Cloud-Provider gibt, und das erleichtert vieles. Durch Orchestrierung wird entschieden, an welchem Ort Daten gespeichert werden sollen, und dies garantiert die Datensouveränität. Außerdem sei die Kontrollebene Provider-agnostisch: Sie läuft unabhängig von AWS, Azure und GCP.
Auf der Data-Plane befindet sich der Storage-Layer, wo die physische Datenspeicherung stattfindet. Diese kann Provider-spezifisch erfolgen: Der Nutzer verwendet nach Belieben AWS S3, Azure Blob, GCP Cloud Storage oder eine andere souveräne Cloud wie etwa SAP. Weil diese Provider austauschbar sind, können Nutzer für die gleichen Daten verschiedene Backends verwenden.
Hitachi bietet Kunden die Möglichkeit, ihre Systeme selbst zu schützen, indem ihre Zugriffsberechtigungen auf dem System liegen und selbst der Hitachi-Support oder das Engineering keinen Zugriff auf Kundendaten haben, was höchste Sicherheit gewährleistet. Für Daten, die in der Hoheit des Kunden verbleiben müssen, biete der hybride Ansatz die Möglichkeit, diese Workflows lokal zu betreiben und gleichzeitig andere Workflows in die Cloud auszulagern.
Praktisches Beispiel: Bucket-Migration
Gesetzt den Fall, dass Azure seine Preise um 30 Prozent erhöhte, dann müsste der zur Migration gezwungene Nutzer im traditionellen Lock-in-Fall neue AWS-S3-Buckets manuell erstellen, wochenlang Daten kopieren, seine Applikationen umprogrammieren (zwischen Azure- und AWS-APIs), seine Management-Tools wechseln und zu guter Letzt Teams umschulen. Da kommt keine Freude auf.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Mit Software-Defined Storage lässt sich die Migration einfacher und vor allem schneller gestalten. Der Nutzer erteilt auf der Control-Plane den Befehl: „Verschiebe Bucket X von Azure nach AWS.“ Bei der automatischen Migration orchestriert Software den Transfer. Weil die APIs gleich bleiben, merken die Applikationen nichts von der Migration. Auch das Management bleibt unverändert, der Nutzer verwendet die gleichen Tools für die gleichen Prozesse. Der Vorgang bleibt für den Nutzer transparent, denn der Übergang erfolgt nahtlos.
Das Resultat: Aus monatelangen Migrations-Projekten werden Stunden-Operationen. VSP One macht genau das: Die Control-Plane befindet sich in den Händen des Kunden, die Data-Plane läuft flexibel auf allen Hyperscalern.
Das seit Juni 2025 für diese Aufgabe verfügbare Hitachi-Werkzeug ist VSP 360. Diese Managementsoftware unterstützt Kunden bei der Verwaltung ihrer Dateninfrastruktur, verbessert Entscheidungsprozesse und optimiert die Bereitstellung von Daten-Services. Aufgaben wie das Provisionieren oder Deprovisionieren von zusätzlichem Speicher erfolgen automatisiert.
Die VSP 360 unterstützt Block-, File-, Object- und softwaredefinierten Speicher und konsolidiert mehrere bisher verfügbare Management-Tools. IT-Teams – auch solche mit begrenzten Speicherkenntnissen –sollen damit Hybrid-Cloud-Deployments effizienter steuern, vorausschauende AIOps-Erkenntnisse gewinnen und die Governance des Datenlebenszyklus vereinfachen können.
VSP 360 übernimmt also die zentrale Governance mit genauer Kontrolle über die Platzierung von Daten, um Compliance-Anforderungen gerecht zu werden. Dazu automatisiert VSP 360 die Durchsetzung von Richtlinien, um DSGVO-Anforderungen umzusetzen. Bidirektionale Replikation sorgt für souveräne Backup-Kopien in Deutschland.
„Die VSP 360 ist ein mutiger Schritt nach vorn, indem sie vereinheitlicht, wie Unternehmen ihre Daten verwalten“, wertet Frank Hoerner. „Sie ist nicht nur ein neues Management-Tool, sondern ein strategischer Ansatz für eine moderne Dateninfrastruktur, die IT-Teams vollständige Kontrolle über ihre Daten gibt, egal, wo diese gespeichert sind. Durch integrierte KI und Automatisierung sowie Verfügbarkeit über SaaS oder Mobiltelefone ermöglichen wir unseren Kunden, schnellere und intelligentere Entscheidungen zu treffen und innovationsbremsende Silos zu beseitigen.“ Die KI-Unterstützung kann Hitachi inzwischen mit einer Best-of-Lösung namens „AI Hub“ bieten, die es mit Partnern auf die Beine gestellt hat.
Bildergalerie
Die neuen Funktionen der VSP 360 basieren auf drei Grundpfeilern:
Control soll für optimierte Orchestrierung der Hybrid-Cloud-Infrastruktur und einheitliches Flottenmanagement für Block-, File-, softwaredefinierten und Objektspeicher sorgen. IT-Teams können damit Daten schnell in Cloud- und lokalen Umgebungen bereitstellen und verwalten.
Observe über SaaS, Mobilgeräte oder lokal verfügbare AIOps-Analysen soll neue Einblicke und vorausschauende Erkenntnisse in Unternehmensdaten und damit intelligente Observability in Bezug auf Systemleistung, Kapazität, Sicherheit und Zustand liefern.
Govern soll für die bessere Durchsetzung von Datenrichtlinien, Compliance und Lebenszyklusmanagement in hybriden Umgebungen sorgen und bietet Unterstützung von Workloads wie KI, Cybersicherheit und die Klassifizierung personenbezogener Daten (PII).
„Die VSP 360“, so Hoerner weiter, „wurde für Unternehmen jeder Größe entwickelt und erfüllt die Anforderungen an eine flexible, skalierbare und intelligente Dateninfrastruktur. Sie konsolidiert komplexe Management-Umgebungen, reduziert den Betriebsaufwand und ermöglicht es Teams, mit weniger Aufwand mehr zu erreichen.“
Hoerner bestätigte im Gespräch die Einordnung der aktuellen VSP-One-Appliances als Midrange-Systeme und erläuterte, dass Hitachi die VSP One Block 24, 26 und 28 als Midrange-Systeme auf den Markt gebracht habe, während seine Enterprise-Systeme, die VSP 5500 und 5600, in diesem Herbst durch die VSP One Block B80 und B85 ersetzt werden würden. Sukzessive werden alle Systeme auf die VSP One Plattform gebracht.
Diese Appliances, auf denen die VSP One – vorerst noch – installiert ist, bietet Hitachi im Everflex-Verbrauchsmodell an. Dieses habe mehrere Vorteile für die Kunden, erläuterte Hoerner und skizzierte ein gängiges Migrations-Szenario, unterfüttert mit einem Praxisbeispiel.
Nach „Cloud-First“ folgt inzwischen das böse Erwachen, denn der EU Cloud Act ist mittlerweile Realität: US-Gerichte können deutsche Unternehmensdaten anfordern. Hinzu kommt die Unsicherheit aufgrund des Schrems II-Urteils: Daher ist das EU-US Data Privacy Framework wackelig, um es milde auszudrücken. Im Hinblick auf eine digitale Souveränitäts-Politik fordert die Bundesregierung (und die EU) mehr Kontrolle über die Daten. Die Aufsichtsbehörden werden strenger und verhängen auch schon mal saftige Strafen.
Die Unternehmen sagen sich: „Wir müssen zurück zur Hybrid Cloud, aber wie?“ Die komplette Rückholung der Daten aus der Public Cloud ist teuer, langwierig und ineffizient. Alles lokal vorzuhalten, kostet die Vorteile, die die Cloud bietet. Es droht der „Capex-Schock“ (Capital Expenditure, Kapitalinvestition mit langjähriger Abschreibung) angesichts der Frage: „Müssen wir wieder Hardware kaufen?“
Das Everflex-Verbrauchsmodell bietet eine Lösung: das Modell von „Pay-as-you-grow“ anstelle einer Capex-Investition. Die Migration erfolgt laut Hoerner schrittweise: erst sensible Daten, den Rest nach Bedarf. Die flexible Skalierung erfolgt je nach Compliance-Anforderungen. Der Hardware-Kauf entfällt und mindert somit das Risiko.
„Everflex ist ein kommerzielles Modell, das es Kunden ermöglicht, Speicher auf Monatsbasis entsprechend ihres tatsächlichen Verbrauchs zu bezahlen“, erläutert Hoerner. „Dieses Modell bietet finanzielle Vorteile durch geringe Vorabinvestitionen, Skalierbarkeit mit dem Bedarf und automatische Updates auf die neuesten Controller-Technologien ohne zusätzliche Kosten, da diese im Vertrag inkludiert sind.“ Diese Controller sind in den VSP-One-Block-Storage-Appliances verbaut. „Diese bilden die physische Basis für die Datensouveränität und Automatisierung der Workflows.“ Sukzessive werden alle Systeme auf die VSP-One-Plattform gebracht.
Hoerner skizziert ein Beispiel: „Ein Fintech-Unternehmen startet mit 20 Prozent On-Premises (die kostbaren Kundendaten) und 80 Prozent Cloud (Analytics). Mit Everflex zahlt das Unternehmen nur für die 20 Prozent, kann aber bei neuen Regulierungen schnell auf 60 Prozent On-Premises skalieren, ohne ein Capex-Risiko eingehen zu müssen. Kurz: Everflex macht den Weg zurück zur Souveränität bezahlbar und flexibel.“
Aktuelles eBook
Storage-Software als Effizienzbooster
eBook „Storage-Software als Effizienzbooster“
(Bild: Storage-Insider)
Mit der geeigneten Storage-Software kann sich ein Unternehmen einen Effizienzbooster ins Haus holen oder in der Cloud abonnieren. Dieser Booster steigert nicht nur die Performance der geschäftskritischen Anwendungen, sondern optimiert auch die Kosten der bereits installierten Speichersysteme.
Die Themen im Überblick:
Herausforderungen eines modernen Speichersystems
Methoden und Technologien effizienter Speichersysteme
Effizienter Speicher mit Pure Storage, AWS, Cohesity und Dell